Die Asphäre -
der klassische Schlankmacher
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Prinzipiell wird jede rotationssymmetrische Fläche, die von der Kugelform (Sphäre) abweicht, als asphärische Fläche, kurz: Asphäre, bezeichnet. Der Krümmungsradius
einer solchen Fläche ändert sich vom Scheitelpunkt zur Peripherie hin kontinuierlich.

Bei Einstärkengläsern von Carl Zeiss wird die Asphäre auf der Brillenglasvorderfläche verwirklicht. Der Computer errechnet für jede dioptrische Wirkung das ideale Design der Außenfläche.

Die Asphäre findet bei Brillengläsern mit sphärischer und astigmatischer Wirkung Anwendung. Bei Brillengläsern mit sphärischer Wirkung werden die in den Randbereichen auftretenden Unschärfen mit einer Asphäre optimal korrigiert. Bei Brillengläsern mit astigmatischer Wirkung kann die Asphäre allerdings immer nur für einen Hauptschnitt optimiert werden.

Wird die rotationssymmetrische Asphäre für den stärkeren Hauptschnitt eines Brillenglases mit astigmatischer Wirkung optimiert, verbleibt im anderen Hauptschnitt eine astigmatische Abweichung. Diese ist bei Brillengläsern mit geringer astigmatischer Wirkung vernachlässigbar klein, bei Plusgläsern mit höherem Zylinder macht sie sich jedoch so stark bemerkbar, dass eine gezielte Korrektur für beide Hauptschnitte wünschenswert ist. Dieses Problem löste Carl Zeiss mit der Entwicklung des Atorus.


Asphärische Fläche mit gleichmäßiger Aufbiegung



Links: Astigmatische Abweichung bei Brillengläsern mit astigmatischer Wirkung und asphärischer Vorderfläche. Zum Rand des Brillenglases hin nimmt der Fehler kontinuierlich zu.
Rechts: Beste Abbildungseigenschaften durch atorische Vorderfläche bei Hypal Brillengläsern.
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