 | Die dioptrische Wirkung eines Brillenglases ist immer abhängig von dem Strahlenverlauf, für den sie ermittelt wird. Insbesondere bei Bifokal-, Trifokal- und Gleitsichtgläsern unterscheidet sich der Gebrauchsstrahlengang beim Blick in die Nähe deutlich vom Messstrahlengang.
Deshalb wird ein anderer dioptrischer
Wert im Scheitelbrechwert-Messgerät ermittelt, als der vor dem Auge des Brillenträgers wirksame Wert.
Im Scheitelbrechwert-Messgerät wird die dioptrische Wirkung S’ mit Hilfe eines Parallelmessbündels ermittelt. Das Scheitelbrechwert-Messgerät misst somit die bildseitige Schnittweite für ein unendlich fernes Objekt. Die Auflage des Gerätes fixiert das Brillenglas so, dass der Hauptstrahl des Messbündels das Brillenglas unter 90° verläßt.
In der Gebrauchssituation beim Blick in die Nähe ist der Strahlengang ein anderer:
Strahlengang im Gebrauch
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