100 Jahre Fluoreszenzmikroskopie
1908 Entdeckung der Mikro- Lumineszenz
Bei den umfangreichen Forschungsarbeiten zur Auflösungs-
steigerung des Lichtmikroskopes mittels UV-Licht untersuchte August Köhler auch Querschnitte frischer Pflanzenstängel. Dabei fiel ihm auf, dass einige der Zellwände während der Bestrahlung mit UV-Licht zu leuchten begannen. Das störte die Abbildungsleistung des UV-Mikroskops als kontrastminderndes Streulicht beträchtlich. Köhler erkannte jedoch sofort die Wichtigkeit dieses Lumineszenz- Phänomens für die Mikroskopie, das heute als Eigenfluoreszenz bekannt ist.

August Köhler (1866 - 1948)Kerne, Endothelkerne und Mastzellen aus dem Mesenterium der Ratte (Hirt).Querschnitt durch ein junges Berberitzenstammstück  (Strugger)Nervenfasern aus dem Mesenterium eines Frosches nach injektion von Trypaflavin intraperiotonal (Hirt).
August Köhler
(1866 - 1948)
Endothelkerne und Mastzellen aus dem Mesenterium der RatteQuerschnitt: junges Berberitzen-
stammstück
Nervenfasern aus dem Mesenterium eines Frosches
Während eines Mikroskopierkurses im königlich-kaiserlichen Botanischen Institut III der Universität Wien am 2. April 1908 stellte Prof. Köhler die Lumineszenzmikroskopie als Applikation in der Mikroskopie das erste Mal der Öffentlichkeit vor.
Die Unterlagen, welche dies dokumentieren, finden sich in unserem Archiv, bei Carl Zeiss in Jena.
Zeitleiste
100 Jahre Fluoreszenz-
mikroskopie von Carl Zeiss