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Wussten Sie, dass...

... man mit Mikroskopen malen kann?


Ungewöhnliche Formen huschen durchs Bild. Immer wieder tauchen Kreise, Ellipsen und Vierecke auf – teils farbig, teils schwarz-weiß. Eindeutig die Videoinstallation eines modernen Künstlers, doch statt einer herkömmlichen Kamera wurde hier ein Mikroskop verwendet. Die Idee dazu hatte die englische Künstlerin Jo Berry. Sie studierte Illustration von Naturgeschichte, Grafikdesign sowie Druckgrafik und arbeitete später als Forscherin an der Universität Loughborough. Hier entwickelte sie Interesse an digitalen Zeichentechniken für eine künstlerische „Lichtmalerei“ mit Hilfe von Lasertechnik und Computer-Software.

Nach diversen LED-Lichtinstallationen widmet sich Jo Berry nun lebenden Zellen. Für ihr Projekt „Hijacking Natural Systems“ untersuchte sie gemeinsam mit Forschern der Universität Nottingham die Reaktion von menschlichen Nerven- und Gehirnzellen auf das Hormon Ghrelin, das Hungergefühl auslöst. Die Künstlerin verwendete dabei u.a. Laser-Scanning-Mikroskope und Software von ZEISS. Damit erstellte sie Stereo-Versionen sowie 3D-Ansichten der Zellen und veränderte die Geschwindigkeit der aufgezeichneten Filme. Anschließend überlagerte sie die Einzelbilder mit digitalen Zeichnungen.
Diese Vorgehensweise verbindet Wissenschaft und Kunst.

"Ich konnte mit Farben spielen, beim Ausschneiden und Kopieren experimentieren, Filmsequenzen im Zeitraffer oder Slowmotion bearbeiten und die Zellen in 3D aus verschiedenen Perspektiven betrachten“, so die Künstlerin über ihr Projekt. Die dabei entstandenen Kurzfilme, Vinylzeichnungen und Leuchtkästen wurden bereits in Derby und Nottingham ausgestellt.

5. Oktober 2011

 

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