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| OBERKOCHEN, 11.05.2006. Der Optikkonzern Carl Zeiss hat seine Inno- vationspreise vergeben. Ausgezeichnet wurden Mitarbeiter und ihre Teams für innovative Spitzen- leistungen in sechs Kategorien. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsmitglied bei Carl Zeiss vergibt die Innovationspreise jedes Jahr auf seinen Innovationstagen, die vergangene Woche in Dresden zum vierten Mal stattfanden. In Workshops, Vorträgen und Expertenforen arbeite- ten rund 150 Mitarbeiter daran, die Innovations- kraft von Carl Zeiss weiter zu stärken, um auch in Zukunft erfolgreich zu sein. Die gesteigerte Innovationskraft von Carl Zeiss belegen auch folgende Zahlen: Für den Ausbau der technologisch führenden Position im Wett- bewerb steigerte die Carl Zeiss Gruppe im ver- gangenen Geschäftsjahr die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung auf 230 Millionen Euro (Vorjahr 209 Millionen Euro) und erreichte damit Rekordhöhe. Dies entspricht zehn Prozent des Umsatzes. Im Geschäftsjahr 2004/05 erzielte die Carl Zeiss Gruppe 64 Prozent ihres Umsatzes mit Produkten, die nicht älter sind als fünf Jahre. Rund 14 Prozent aller Mitarbeiter arbeiten in Forschung und Entwicklung. Die Gewinner und ihre Projekte Dr. Anton Moffat gewann mit dem Projekt „Kom- pakte LED-Lichtquellen – LED’s make things bet- ter!“ in der Kategorie „Best Knowledge Sharing“. Moffat hat ein Netzwerk aus internen und externen Experten etabliert, um die Entwicklung von Licht- quellen aus Leuchtdioden (LED) im optischen Ge- rätebau voranzutreiben. Ziel ist es, kompakte und helle Lichtquellen aus Leuchtdioden zu entwickeln und dadurch Zusatznutzen für Anwendungen und Produkte zu generieren. Gegenüber anderen Lichtquellen zeichnen sich Leuchtdioden durch ihre lange Lebensdauer und Kompaktheit aus. Inzwischen werden sie beispielsweise auch in Autorücklichtern oder Ampeln eingesetzt. Mit dem „EUV Alpha Demo Tool“, dem ersten Extreme Ultraviolett Lithographiesystem für die Halbleitertechnik für Strukturen, die kleiner als 40 Nanometer sind, siegte Dr. Peter Kürz in der Kate- gorie „Leading Edge Technology“. Für die Chip- industrie bedeutet die neue Technologie, dass kleinere, schnellere und speicherintensivere Computerchips hergestellt werden können. Um große Datenmengen beispielsweise für Grafik- anwendungen oder Animationen zu verarbeiten, sind leistungsfähige Chips mit hoher Speicher- kapazität erforderlich. Die Chipindustrie ist seit Jahren „Moore’s Law“ unterworfen. Nach diesem Gesetz verdoppelt sich die Zahl der Transistoren auf einem Mikrochip alle zwei Jahre. Prämiert werden in dieser Kategorie technologische Entwicklungen, die im weltweiten Vergleich eine Spitzenposition einnehmen. Mit dem Projekt „JetSCANTM Engine Health Monitoring” gewann Daniel Sims in der Kategorie „Innovative Business Design”. Durch die Ent- wicklung eines speziellen Elektronenstrahl- systems zusammen mit dem Triebwerkhersteller Rolls-Royce eröffnete sich für Carl Zeiss ein neues Marktsegment. Das System kann den Zustand von Flugzeugtriebwerken beurteilen. Somit ist frühzeitig erkennbar, wann ein Triebwerk ausgetauscht werden muss. Bewertet werden hier innovative Ansätze für Geschäftsprozesse, neue Geschäftsfelder und Produkte. Mit dem Projekt „Die Fundusabbildung – zwei Projekte scheitern und führen zu neuem Kunden- nutzen“ hat Peter Andrews den Preis in der Kate- gorie „Successful Failure“ erhalten. Nach zwei gescheiterten Versuchen fanden Peter Andrews und sein Team eine Lösung, wie in ein Opera- tionsmikroskop die für die Augenchirurgie zu- sätzlich erforderliche Optik zum Betrachten des Augenhintergrunds besser integriert werden kann. Ärzte haben den Vorteil, dass sie in einer be- quemeren Körperhaltung arbeiten können. Zu dieser Kategorie gehören Projekte, die erfolgreich durchgeführt, aber aus bestimmten Gründen nicht umgesetzt wurden. Das dabei gewonnene Know- how ist häufig sehr hoch und für neue Projekte einsetzbar. Innerhalb von nur acht Monaten setzte Jörg Pacholik das Projekt „PASCAL-AOTF“ um. Mit der Entwicklung eines so genannten akusto-optisch- en Filters (AOTF) kann jede verfügbare Laserlinie des Laser-Scan-Mikroskops LSM 5 PASCAL EXCITER zu- oder abgeschaltet und in der Hellig- keit genau reguliert werden. Die einzelnen Unter- suchungsproben werden dadurch besser aus- geleuchtet und können schonend untersucht werden. Ausgezeichnet wurde Pacholik in der Kategorie „Short Time to Market“, in der Projekte oder Produkte mit besonders hohem Entwick- lungstempo und kurzen Markteinführungszeiten bewertet werden. Für das Projekt „ALASCA – Einstieg in den FPD- Equipment-Markt“ wurde Dr. Wolfgang Seifert ausgezeichnet. Dabei handelt es sich um ein innovatives Produktionssystem für Flachbild- schirme (Flat Panel Display). Mit dem System ist die Herstellung größerer und hinsichtlich Bildqualität hochwertigerer Flachbildschirme möglich. In der Kategorie „High Risk Project“ zeichnet das Unternehmen Projekte mit hohem Risiko und gleichzeitig hohem Potenzial aus. ![]() Die Gewinner der Carl Zeiss Innovationspreise mit Dr. Augustin Siegel, Leiter der Konzernfunktion Forschung und Technologie (links), Dr. Michael Kaschke, im Vorstand für Forschung und Tech- nologie zuständig (Zweiter von rechts), und dem Vorstandsvorsitzenden der Carl Zeiss AG, Dr. Dieter Kurz (rechts). Silke Schmid Konzernfunktion Kommunikation Tel.: +49 7364 20-8208 Fax: +49 7364 20-3122 E-Mail: PI Nr.: 037/06 CC Wortzahl: 767 Zeichenzahl: 5982 |
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