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Vergrößerung und Abbildungsmaßstab

Unterschiede und Berechnung

Die Gesamtvergrößerung des Mikroskops berechnet sich aus Maßstabszahl des Objektivs, multipliziert mit der Vergrößerung des Okulars und ggf. multipliziert mit Zwischenvergrößerungen.

Zwischen Vergrößerung und Abbildungsmaßstab gibt es einen Unterschied. 

Während die Vergrößerung sich immer auf den Eindruck des Auges bezieht, ist der Abbildungsmaßstab immer eine messbare Größe. Betrachtet man ein Objekt mit dem Auge aus einer Entfernung von 250 mm, so spricht man von einer Vergrößerung von 1x. Beträgt diese Entfernung 500 mm, so sieht man das Objekt nur noch halb so groß - die Vergrößerung ist jetzt nur noch 0.5x. Entscheidend ist hierfür also der Betrachtungswinkel, unter dem man etwas sieht. Beim Blick in das Mikroskop wird der Betrachtungswinkel, unter dem man das Objekt sieht, vergrößert – und zwar genau um den Faktor, der sich aus der oben genannten Rechnung für die Gesamtvergrößerung ergibt. Das bedeutet nicht, dass man den gesamten Betrachtungswinkel auch in das Auge abbildet! Begrenzt wird der Betrachtungswinkel durch das Sehfeld. 

Der Abbildungsmaßstab kommt immer dann in Betracht, wenn man ein Bild erzeugt, das man mit einem Maßstab vermessen will. Beispielsweise nimmt man mit einer Mikroskopkamera ein Bild auf und möchte wissen, wie groß das Objektdetail im Präparat war. Dazu misst man das Detail auf dem Foto mit einem Lineal aus. Teilt man die gemessene Länge durch die Gesamtvergrößerung, so erhält man die Originalgröße. Beispiel: 10 mm Objektgröße auf dem Papierbild, fotografiert mit Objektiv 40x, Photookular 10x, Kameravergrößerung 0,25x und anhand des Negativs 4x nachvergrößert. 

10 mm

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40 x 10 x 0,25 x 4 

Das Ergebnis lautet 0,025 mm oder 25 µm. Das Objektdetail war also exakt 25 µm groß. Der Abbildungsmaßstab ist 400:1. Betrachtet man das Bild aus 250 mm Entfernung sieht man es 400x größer, als würde man das Objektdetail auf dem Objektträger mit dem bloßen Auge betrachten.

 

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