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Neue Horizonte: Mit ASV+ in den Highlands

Mein Vater und ich teilen uns ein schönes Feldrevier in Schleswig-Holstein. Das bedeutet: viel Rehwild, Fuchs und noch mehr Rehwild. Seit nunmehr drei Generationen haben wir dieses schöne Fleckchen flaches Land und erfreuen uns an jedem interessanten Bock, den wir hier erlegen. Mein Vater mit seiner Sauer 54 Bockbüchsflinte in 7x57R und ich mit meiner Sauer 202 in .308 Win. – so ist das in Norddeutschland, da schießt man Sauer. Wir beide nutzen neue 2,5-10x50 Zielfernrohre, wobei ich zu einer Absehenschnellverstellung ASV+ griff und mein Vater nur meinte: „Das braucht man nicht.“


Uns verbindet mehr als das geteilte Revier und neue Gläser. Uns verbindet auch der Wunsch nach einer Hirschjagd in Schottland, denn zur Abwechslung darf es auch mal bergig werden und auf Rotwild gehen. Ein Tipp eines guten Freundes genügte und wir hatten einen vielversprechenden privaten Kontakt in den Highlands. Zur Brunft wurde die Planung konkreter und wir reisten mit unseren Waffen und Holsteiner Schwarzbrot an, um loszulegen. Die Empfehlung, die eigene Waffe mitzunehmen, kam vom Gastgeber. Ich war mir mit meiner .308 Win gleich sicher. Nur hegte ich Zweifel, ob die Bockbüchsflinte meiner Vaters geeignet sei. Ein seltener Gast ist die langsame 7x57R in jedem Fall, aber mein Vater hätte sich ohnehin nicht von ihr getrennt. Und eines möchte ich an dieser Stelle betonen: Auch die weitesten Feldrehe werden von meinem Vater mit höchster Präzision erlegt, so dass stets klar ist, wer die Nase vorn hat. Jaja, mein alter Herr…

Schon beim ersten kraftraubenden Pirschtag stellten wir fest, dass Schottland anders ist als das schöne Holstein. Das ständige Auf und Ab waren wir nicht gewohnt! Und auch die Schüsse reichen durchaus nochmal weiter als bei uns. So kam es, dass mein Vater über Stunden einen Hirsch anging, um ihn anschließend auf 289 Meter pardonieren zu müssen. Nach einer spannenden und erfolgreichen Pirsch lag ein wirklich aufregender Hirsch auf der Strecke.

 

Am Folgetag war ich an der Reihe. Von meinem Vater und dem urigen Pirschführer begleitet, ging es den gleichen Berg hinauf wie am ersten Tag. Und siehe da: Der alte begehrenswerte Schotte stand an der gleichen Stelle, an welcher mein Vater ihn leben ließ – und erneut gab es kein Herankommen. Der Jagführer war ratlos und wollte schon nach einem anderen stag Ausschau halten, als ich mich in aller Ruhe zum Schuss einrichtete.

Ich habe viel mit der Absehenschnellverstellung ASV+ auf 300 m trainiert. Das gab mir das Selbstvertrauen, auf 298 Meter zu schießen. Der Hirsch bekam die Kugel hochblatt, genau wo ich sie haben wollte. Ein tolles Gefühl! Mein Vater schaute dem leicht talwärts rutschenden Hirsch hinterher und raunte anerkennend: „Das gibt’s doch nicht!“.

 

Am Ende waren wir uns einig: Diesen Hirsch hatte ich für uns beide erlegt.

 

Sönke Hinrichsen

 

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