• Optikkonzepte

    Mehr als die Summe edler Teile

    Eine Optik ist mehr als feines Glas und präzise Mechanik. Die Auswahl aus mehr als 180 verschiedenen Glassorten und eine aufwendige Optikrechnung machen in der Summe ein Optikkonzept. Ihr Carl Zeiss Produkt basiert somit entweder auf dem brillanten FL-Konzept, dem farbneutralen HD-Konzept oder dem unübertroffen hellen HT-Konzept. Profitieren Sie von unseren Optikkonzepten mit einem unübertroffenem Seherlebnis.

    Lichtbrechung und Farbzerstreuung

    Wenn Licht schräg auf eine Glasoberfläche trifft, ändert es beim Übergang ins Glas seine Richtung. Diese „Lichtbrechung“ nutzt der Optikdesigner, um den Lichtweg zu beeinflussen und durch geschickte Linsenkombination Geräte wie Ferngläser oder Fotoobjektive aufzubauen, die Ihnen ein möglichst kontrast- und detailreiches Bild liefern.
    Bei der Licht­brechung geschieht aber auch etwas Störendes: Jede Farbe wird unterschiedlich abgelenkt und das weiße Licht dadurch in seine Farben zerlegt. Diese „Dispersion“ (lat. Zerstreuung) erzeugt Farbsäume an kontrastreichen Bildpartien und verschlechtert die Abbildung. Die Folge sind farblich verschwommene Bilder. Übrigens auch in der Natur, wenn Sonnenstrahlen in Wassertröpfchen gebrochen und reflektiert werden: Der Regenbogen zeigt dann alle „Spektralfarben“ schön aufgereiht, von Blau-Violett über Grün, Gelb, Orange bis hin zum dunklen Rot. ZEISS minimiert dieses Phänomen durch hoch komplexe Optikkonzepte – für Ihr detailreiches Seherlebnis.

    Brechzahl und Abbe-Zahl

    Die „Brechzahl“ eines Glases sagt aus, wie stark das Licht beim schrägen Einfall von der geraden Richtung abgelenkt wird. Aus hochbrechenden Gläsern (mit großer Brechzahl) können zum Beispiel flache und dünne Linsen für Brillen gefertigt werden, die trotzdem starke Sehfehler korrigieren. Mit höherer Brechzahl nimmt aber naturgemäß die Farbzerstreuung zu, was sich wiederum negativ auswirkt. Das Verhältnis zwischen diesen beiden Glaseigenschaften - Brechung und Dispersion - wird durch die „Abbe-Zahl“ beschrieben. Ein optisch „gutes“ Glas besitzt eine große Abbe-Zahl.

    Der Name geht übrigens zurück auf Ernst Abbe, Miteigentümer der Carl Zeiss Werke in der Gründerzeit und berühmt für seine wissenschaftlichen Arbeiten und sein soziales Engagement.

    Mit mehreren Linsen gegen Farbfehler

    Bei einer „Zerstreuungs-Linse“ ist die Mitte dünner als der Rand, sie verkleinert beim Durchschauen. Eine „Sammel-Linse“ ist in der Mitte dicker als am Rand. Sie lässt sich als vergrößernde Lupe nutzen, und sie erzeugt richtige Bilder – leider nicht besonders Gute!

    Wenn der fachkundige Optiker aber eine Sammel- und eine Zerstreuungslinse in der richtigen Weise kombiniert, kann er die Fehler der einen durch die (umgekehrten) Fehler der anderen Linse ausgleichen. Solch ein (mindestens) zweilinsiges System nennt man „Achromat“. Für ein richtig gutes Bild werden aber deutlich mehr Linsen eingesetzt. Ihr Victory 10x32 T* FL besitzt zum Beispiel elf Linsen pro Seite – plus Prismen. So erleben Sie die Natur ohne jede optische Verfälschung.

  • ZEISS HT

    Die Transmission im Fokus: ZEISS HT

    Hohe Transmissionswerte für detailstarke und helle Bilder gehören zu den Kernkompetenzen, bei denen Carl Zeiss immer wieder neue Meilensteine setzt. Es begann mit einem „Verfahren zur Erhöhung der Licht­durch­lässigkeit optischer Teile“, dass von Carl Zeiss 1935 zum Patent angemeldet wurde. Darin wurden die Grundlagen der Vergütungstechnik geschaffen.

    Weitere Innovationen folgten, wobei ein entscheidendes Leistungsmerkmal – die Bildhelligkeit – immer im Blickpunkt stand. ZEISS Ferngläser sind daher mit den großen Abbe-König-Prismen ausgestattet, die ohne lichtschluckenden Spiegel auskommen und als die hellsten Dachkant-Systeme gelten.

    Viele Jahre lang war so das Maximum an Kontrast und Helligkeit durch die Victory FL Ferngläser definiert. Einige Prozentpunkte Lichtverluste durch Absorption beim Durchgang durch das Glasmaterial wurden hingenommen, es gab keine Alternative. Bis die SCHOTT AG – ein Schwesterunternehmen in der gemeinsamen Carl Zeiss Stiftung – neue optische Gläser mit dem Zusatz „HT“ = High Transmission entwickelte. Und damit entstand die Idee für die ZEISS HT Produkte.


    ZEISS HT – innovatives Optikdesign mit HT-Gläsern von SCHOTT – steht für eine bisher unerreichte Transmissionsleistung, um in der tiefsten Dämmerung noch entscheidende Details wahrnehmen zu können. Dabei besitzen die neuen HT Ferngläser alle Vorzüge der FL Modelle wie fluoridhaltige Linsen für höchste Bildschärfe und Farbkorrektur, weiterentwickelte T*-Schichten, lichtstarke Umkehrprismen und die LotuTec®-Beschichtung für klare Sicht bei jedem Wetter. Aber das entscheidende Plus: diese konkurrenzlos hellen Gläser setzen mit bis zu über 95 % einen neuen Standard in Sachen Lichtdurchlässigkeit.

  • ZEISS HD

    ZEISS HD

    Ausgewählte Gläser gegen Farbsäume

    Statt allein durch Linsenkombinationen zu optimieren, wählt der Optikdesigner gerne zusätzliche Gläser mit sehr geringer Dispersion (wissenschaftlicher korrekter: mit „anomaler Teildispersion“). Man bezeichnet sie oft als „ED-Glas“ = Extralow Dispersion.

    Die ZEISS Conquest HD Ferngläser besitzen solche Linsen. Daraus resultiert die sehr hohe Auflösung (HD = High Definition) und die ausgewogene Farbwiedergabe. Feinste Details werden scharf abgebildet, sie zeigen Ihnen die Natur in klaren und neutralen Farben.

  • ZEISS FL

    ZEISS FL

    Brillant bis ins Detail

    Das Licht in der Natur ist „weißes“ Licht, eine Mischung aus allen Farben des Spektrums. Diese verschiedenen Farben werden beim Durchgang durch eine Linse, durch ein Prisma und bei Wassertröpfchen unterschiedlich abgelenkt. Der Fach- mann spricht von „Dispersion“. Durch diese Auffächerung in die Spektralfarben kommt zum Beispiel ein Regenbogen zustande. Bei optischen Abbildungen führt dieser Effekt jedoch zu unerwünschten Farbsäumen an Bildkonturen und zu Unschärfen. Mit der Folge, das die Details weniger gut erkennbar sind.

    Optische Systeme, geschickt kombiniert
    Das Phänomen der Farbsäume lässt sich deutlich abmildern, indem Linsen aus unterschiedlichen Glasmaterialien geschickt miteinander kombiniert werden. Dieses, als „Achromat“ bezeichnete optische System, ist für die meisten Anwendungen in der Beobachtung und Fotografie heutzutage Standard. Es zeigt aber immer noch geringe Rest-Farbfehler.
    Eine weitere Optimierung und Bildverbesserung gelingt erst durch den Einsatz von speziellen Sondergläsern mit sogenannter „anomaler Teildispersion“. Hier tritt die unerwünschte Farbaufspaltung von vorneherein deutlich geringer auf als bei allen anderen optischen Gläsern. Fluoridhaltige Gläser sind solche ausgesuchten Materialien. Optisch fast perfekt, aber auch deutlich kostenintensiver und wesentlich anspruchsvoller in der Bearbeitung.

    Garant für überragende Abbildungsleistung und Bildhelligkeit
    Nicht nur das Glasmaterial entscheidet über die Qualität der optischen Abbildung. Erst die sinnvolle Integration dieser fluoridhaltigen Linsen in darauf abgestimmte optische Systeme sowie die richtigen Vergütungstechnologien bilden in der Summe das einzigartige „FL-Konzept“ von Carl Zeiss. Es ist der Garant für überragende Abbildungsleistung und Bildhelligkeit.
    Die überragende Leistung dieses Konzepts zeigt sich bei sehr anspruchsvollen optischen Systemen, insbesondere bei sehr großen Objektivdurchmessern, bei sehr hohen Vergrößerungen und bei sehr weiten Sehfeldern. Daher findet man das „FL-Gütesiegel“ nur bei jeweils ausgewählten Produkten im Bereich Spektive und Ferngläser, die damit die Referenzklasse im Bereich der Beobachtungsoptik bilden.

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