Innovation & Tradition

  • Zeitstrahl

    Innovation aus Tradition

    Vor 165 Jahren als kleine Werkstatt für Optik und Feinmechanik gegründet, steht das Unternehmen und der Name Carl Zeiss heute weltweit für Innovationen und Spitzentechnologien auf allen Gebieten der Optik. In den Produkten verbindet sich gleichermaßen technische Präzision und funktionales Design. Sie sind verlässliches Werkzeug und der Schlüssel für intensive Erfahrungen in der Hand anspruchsvoller Kunden.

    Die Carl Zeiss Sports Optics GmbH steht als Partner für das Erlebnis Natur, für passionierte Jäger wie für begeisterte Natur-, Tier- und Vogelbeobachter sowie Outdoor-Aktivisten. Neben wissenschaftlicher Forschung ist es vor allem der enge Kontakt zu all denen, die „ihr ZEISS“ als Begleiter unter härtesten Bedingungen einsetzen, der immer wieder zu wegweisenden Entwicklungen führt. Hochleistungsoptik made in Germany.

    Unzählige Innovationen, modernste Technologien und das Streben nach Perfektion haben Carl Zeiss zu dem gemacht, wofür wir weltweit geschätzt werden: zu einer Marke, die Faszination einfängt und den Augenblick vergrößert. Kein anderer Hersteller hat über einen längeren Zeitraum größere technologische und wissenschaftliche Kompetenz bewiesen als Carl Zeiss. Eine Erfolgsgeschichte, die sich bis heute fortsetzt. Wir gehen an die Grenzen der Vorstellungskraft, mit Leidenschaft für Spitzenleistung inspirieren wir die Welt, Dinge neu zu sehen. Davon profitieren die Menschen auf der ganzen Welt.

    Die Begeisterung der Natur so nah wie nie zu sein.
    Für diesen Moment arbeiten wir.

    1846 Carl Zeiss eröffnet in Jena seine Werkstätte.
    1893 Patentanmeldung für ein „Doppelfernrohr mit vergrößertem Objektivabstand“.
    1894 Beginn der Fertigung der von Prof. Dr. Ernst Abbe entwickelten Prismen-Feldstecher. Diese ersten Prismenferngläser wurden aufgrund ihrer hohen Qualität und überragenden Bildgüte in kurzer Zeit weltberühmt.
    1896 Das erste Spektiv wird vorgestellt: das ZEISS „Dosenfernrohr“ mit Okularrevolver für verschiedene Vergrößerungen.
    1904 Das erste ZEISS Zielfernrohr für die Jagd wird gebaut: eine Prismenkonstruktion mit 2-facher Vergrößerung.
    1917 Einführung von Weitwinkel-Okularen bei Ferngläsern zur Vergrößerung des Sehfeldes.
    1920 Das ZEISS Zielacht, erstes Zielfernrohr mit hoher Vergrößerung und großer Dämmerungsleistung, kommt auf den Markt.
    1922 Erste Zielfernrohre mit variabler Vergrößerung werden gebaut.
    1933 Statt Messing und Zink verwendet man nun Leichtmetalle für die Gehäuse.
    1935 Die Erfindung des reflexmindernden T-Belages (Entspiegelung der an Luft grenzenden Glasoberflächen) steigert die Lichtdurchlässigkeit der Ferngläser um 50 % (Erfinder Alexander Smakula, ZEISS Mitarbeiter).
    1954 Die Verwendung von Teleobjektiven (zweier durch Luftabstand getrennter Linsen) führt zur Verkürzung der Bauhöhe von ZEISS Feldstechern und zu besserer Abbildung bei hohen Vergrößerungen.
    1956 Durch den Einbau einer beweglichen Gummistulpendichtung werden auch Mitteltrieb-Modelle dicht, was bisher nur bei Gläsern mit Okular-Einzelstellung möglich war.
    1958 ZEISS bringt die B-Ferngläser mit großem Sehfeld – auch für Brillenträger verwendbar – heraus (Erfinder Horst Köhler und Helmut Knutti, ZEISS Mitarbeiter).
    1964 ZEISS bringt unter dem von Hensoldt eingeführten Warenzeichen „Dialyt“ Ferngläser auf den Markt mit geradsichtigem Prismenumkehrsystem nach Schmidt. Der Strahlengang wird stark „aufgewickelt“, das Fernglas wird schlank und klein. Damit wird ein weltweiter Trend der schlanken Gehäuseform eingeleitet.
    1969 Umwälzende Neuerung auf dem Fernglasmarkt durch Einführung des ZEISS Taschenfernglases (8x20). Ein zweiachsiges doppeltes Gelenk ermöglicht ein Zusammenklappen des Fernglases auf Taschenformat, ein glasfaserverstärkter Kunststoff für das Gehäuse macht das Fernglas 135 g leicht. Damit wird ein weltweiter Trend der Miniaturisierung von Ferngläsern eingeleitet. (Erfinder Roland Leinhos, ZEISS Mitarbeiter).
    1974 Taschenferngläser erhalten Zentraleinstellung sowie Brillenträger-Okulare.
    1975 ZEISS Zielfernrohre erhalten ein zentriertes Absehen mit Höhen- und Seitenverstellung durch Klickrasten (1 Klick = 1 cm Treffpunktverlagerung auf 100 m).
    1979 Mit der ZEISS T* Mehrschichtvergütung werden Reflexionen wirksam vermindert und ein Höchstmaß an Kontrastwiedergabe und Farbneutralität erzielt. Das Ergebnis ist eine deutliche Verbesserung von Schärfe und Brillanz der Bilder. Die Lichtdurchlässigkeit der Ferngläser und Zielfernrohre wird damit auf über 90 % erhöht.
    1983 ZEISS führt (für höhere Vergrößerungen) asphärische Spiegelobjektive ein und erreicht bei brillanter Abbildung eine Verkürzung der Baulänge.
    1987 Erste Zielfernrohre werden mit der innovativen Absehenschnellverstellung (ASV) ausgerüstet. Bis heute wurde die ASV weiterentwickelt und ist eine wertvolle Hilfe für alle, die regelmäßig auf weite Distanzen schießen. Vor dem Schuss wird die Zieldistanz präzise mittels Rastring eingestellt, lästiges „Drüberhalten“ entfällt. So garantiert die ASV maximale Treffsicherheit.
    1988 Durch das P-Coating von Carl Zeiss – einer phasenkorrigierenden Beschichtung der Dachflächen bei Dachprismen – werden Interferenzeffekte durch Phasenverschiebungen bei der Bildumkehr beseitigt. So wird die Abbildungsqualität durch Steigerung von Kontrast und Auflösung weiter gesteigert (Erfinder Adolf Weyrauch, ZEISS Mitarbeiter).
    1990 Carl Zeiss führt als erster Hersteller der Welt das Fernglas 20x60 S mit mechanischer Bildstabilisierung ein. Durch die Bildstabilisierung wird die Handunruhe des Beobachters eliminiert und die erfolgreiche Freihandbeobachtung mit 20-facher Vergrößerung möglich (Erfinder Adolf Weyrauch, ZEISS Mitarbeiter).
      ZEISS füllt Zielfernrohre, Spektive und viele Ferngläser mit trockenem Stickstoff. Luft und damit Luftfeuchtigkeit in optischen Geräten kann - gerade im Winter - zu Beschlag im Inneren führen. Die Stickstofffüllung verhindert dies dauerhaft.
      Die patentierte ZEISS Innenschiene stellt eine herausragende Lösung dar: Eine Hohlschiene verläuft im unteren Teil des aus einem Stück gefrästen Rohrkörpers. In dieser Schiene werden die Montageelemente absolut rückstoßfest und unsichtbar befestigt. Das Zielfernrohr kann ohne Montagespuren montiert und demontiert werden. Auch die Position des Zielfernrohrs auf der Waffe (Augenabstand) kann minutenschnell ohne jegliche mechanische Bearbeitung jedem Schützen angepasst werden.
    1994 Beleuchtete Absehen erleichtern die Jagd in der Dämmerung.
      Mit den Victory Zielfernrohren gelingt ein bedeutender Fortschritt: Kürzere Bauform, wesentlich geringeres Gewicht, größerer Augenabstand und nochmals gesteigerte optische Leistung. Damit sind neue Maßstäbe im Bau von Zielfernrohren gesetzt.
    1998 Die innovativen Victory Varipoint Zielfernrohre kombinieren Absehen der 1. Bildebene mit einem  Leuchtpunkt in der 2. Bildebene. Eine neue Beleuchtungssteuerung passt die gewünschte Leuchtintensität des roten Punktes bei Tag automatisch an aktuelle Lichtverhältnisse an. Von nun an ist das Victory Varipoint bei Tag und Nacht erste Wahl.
    2001 Das FL-Konzept hält Einzug in die ZEISS Beobachtungsoptik: Dank Verwendung von fluoridionenhaltigem Glas – kurz FL – werden auch feinste Details farbsaumfrei abgebildet. Das Ergebnis sind eindrucksvolle Abbildungsschärfe, naturgetreue Farbwiedergabe und unübertroffen helle Bilder.
    2004 Es gelingt eine bedeutende Verbesserung der optischen Leistung von Schmidt-Pechan Prismensystemen, bei denen immer die Verspiegelung einer Fläche nötig ist – was bei den bisherigen Silberspiegeln stets auch zu Lichtverlusten führte. Mit dem neuen, von ZEISS aufgedampften dielektrischen Spiegeln, die aus über 70 einzelnen Schichten bestehen, werden diese Lichtverluste behoben, so dass die Bilder heller und selbst Ferngläser mit kleinem Objektivdurchmesser immer dämmerungstauglicher werden.
    2006 Mit LotuTec® wird die hydrophobe Beschichtung der außenliegenden Linsen eingeführt: wie von einem Lotusblatt perlt Wasser von der Linse ab, Schmutz oder Fingerabdrücke lassen sich kinderleicht entfernen.
      Das Victory Diarange vereint von nun an ein hoch präzises Zielfernrohr und eine blitzschnelle Laserentfernungsmessung in einem Produkt.
    2008 Die Victory RF Ferngläser sind die ersten Ferngläser, die nicht nur eine Entfernungsmessung voll integriert haben, sondern auch ein Ballistik-Informations-System BIS® beinhalten.
    2009 Das Victory PhotoScope 85 T* FL ist das weltweit erste Spektiv mit Zoomobjektiv und einer vollständig integrierten 7 Megapixel Digitalkamera, das gleichzeitiges Beobachten und Fotografieren erlaubt.
      Das flexible Varipoint Absehen V69 vereint zwei Absehen ineinander: wahlweise kann zwischen Leuchtpunkt und Leuchtkreuz umgeschaltet werden.
    2010 Mit Illumination Control (iC) schafft Carl Zeiss eine weitere Weltneuheit: erstmals wird die Steuerung der Absehenbeleuchtung an die Bedienung der Waffe gekoppelt.
      Ein Meilenstein in der Naturbeobachtung wird gesetzt: Dank neuem Vario-Okular ist mit dem Victory DiaScope 85 T* FL eine bis zu 75-fache Vergrößerung möglich.
  • Innovation

    Innovation

    Forschung und Entwicklung sind die Schlüssel für den dauerhaften Erfolg von Carl Zeiss. Etwa 10 % des Umsatzes werden hierfür investiert und führen zu einer Vielzahl jährlich neuer Patente. Entscheidend auch: ein bereichs­übergreifender Tech­nologie-Transfer, der immer wieder Grenzen sprengt. Medizintechnik, Sports Optics, Halbleiter-Technik, Brillenoptik, Mikroskopie, usw.: Alle partizipieren, tauschen ihr Wissen aus und profitieren voneinander.

    Die Erfindung der Entspiegelungs-Schichten durch Prof. A. Smakula in den Carl Zeiss Werken ist nur ein (historisches) Beispiel, aber der Beginn einer völlig neuen Epoche in allen Bereichen der Optik. Bildhelligkeit, Dämmerungsleistung und Brillanz wurden durch die T*-Mehrschichtvergütung neu definiert, und stehen bis heute als heraus­ragende Eigenschaften der Carl Zeiss Sports Optics Produkte. Konsequenterweise kommen bei allen Ferngläsern für die Nutzung bei kritischen Lichtverhältnissen die anspruchsvollen Abbe-König Prismensysteme zum Einsatz, die aufgrund der inneren Lichtführung (reine Totalreflexionen, keine lichtschluckenden Spiegelschichten) als hellste Umkehrsysteme im Fernglasbau betrachtet werden. Neben dieser hohen Transmission punkten insbesondere alle aktuellen Victory FL Produkte mit einer unübertroffen knackigen Schärfeleistung. Basis dafür ist der Einsatz komplexer, fluoridhaltiger (FL) Gläser und die perfekte Abstimmung aller bildrelevanten Materialien und Parameter. Dieses „FL-Konzept“ bildet Referenz und Maßstab für das heute Machbare. Eine weitere ZEISS Technologie der jüngeren Zeit ist die LotuTec®-Beschichtung der äußeren Linsen. Sie lässt Wasser einfach abperlen und verhindert das Festsetzen von Schmutz und Finger­ab­drücken. Das Verfahren - bei ZEISS Brillengläsern bereits millionen­fach eingesetzt - gilt als beispielhaft für hydrophobe Schichten und kommt in Wetzlar bei vielen Produkten zum Einsatz.

    Spezielle Anforderungen, für die Carl Zeiss überzeugende Produktlösungen ent­wickelt hat, sind beispielsweise auch das Thema Bildstabilisierung, der Bereich Imaging, d.h. Integration einer digitalen Kamera in ein Spektiv, sowie die Entfernungsmessung mit Ballistikauswertung.

  • Tradition

    Tradition

    Carl Zeiss Sports Optics GmbH ist ein „junges“ Unternehmen, das gleichzeitig auf eine lange Geschichte und einen großen Erfahrungs­schatz zurückblicken kann, in dem das Wissen von zwei herausragenden optischen Betrieben gebündelt zusammen­kommen: Carl Zeiss und Moritz Hensoldt.

    Moritz Hensoldt war seit 1865 mit seiner optischen Werkstatt (1852 in Sonneberg /Thüringen gegründet) in Wetzlar ansässig, Carl Zeiss hatte den Firmensitz seit 1846 in Jena. Beide Betriebe wetteiferten mit ähnlichen Entwicklungen: im letzten Jahrzehnt des 19. Jahrhunderts zunächst mit Ferngläsern. Aus Jena kamen die „Doppelfern­rohre mit vergrößertem Objektivabstand“, wie die Porro-Gläser im ZEISS Patent von 1893 beschrieben wurden. Die Wetzlarer hingegen waren Wegbereiter für die kompakteren Dachkant-Prismen­systeme, die heute in ähnlicher Form weltweit Standard sind. Wenige Jahre später, im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts, begannen beide Unter­nehmen - wieder fast zeitgleich - mit der Fertigung von Zielfernrohren für den Jagdbereich.

    Zwei starke Marken - und damit auch Konkurrenten. Carl Zeiss in Jena war der Größere und vielfältiger aufgestellt als Hensoldt, und in vielen Bereichen sehr erfolgreich. So bahnte sich langsam etwas an, das man heute als „feindliche Übernahme“ bezeichnen würde. Wenige Jahre nachdem sich das Familien­unternehmen Moritz Hensoldt aufgrund der Weltwirtschaftskrise und der daraus resultierenden finanziellen Notwendig­keiten 1922 in eine Aktiengesellschaft wandelte, übernahm das Stiftungs­unter­nehmen Carl Zeiss ab 1928 die Aktienmehrheit.

    Das bewährte „Hensoldt“ blieb zunächst, als Firmen- wie auch als Markenname. Später wurden zivile Ferngläser und Zielfernrohre auch unter „ZEISS“ vertrieben, militärische Produkte trugen weiterhin das Hensoldt Logo. Zeiss oder Hensoldt? Für Außenstehende schon verwirrend! Mit einer Neufirmierung zum 1. Oktober 2006 zur „Carl Zeiss Sports Optics GmbH“ wurde Eindeutigkeit und Klarheit geschaffen.

    Heute präsentiert sich die Carl Zeiss Sports Optics GmbH als High-Tech-Unternehmen und Teil eines weltweit führenden Optikkonzerns, das aktuell mit positiven Rekordzahlen für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010/2011 seine glänzende Position behauptet.

  • Produktion

    Produktion

    Rund 700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hat die Carl Zeiss Sports Optics GmbH weltweit, davon über 400 in Deutschland. Neben einem modernen Maschinenpark, Reinräumen für die Endmontage, optimierten Prozessabläufen und aufwändigen Qualitätssicherungsmethoden ist es vor allem die Motivation und das Wissen dieser Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den hohen Standard der Carl Zeiss Sports Optics Produkte prägen. Einen wichtigen Stellenwert genießt dabei seit jeher das Thema Aus­bildung junger Menschen, egal ob als „Azubi“ oder als Studium-Plus Studierende. Neben dem Standort Wetzlar, an dem im Wesentlichen Premiumprodukte wie die Victory Beobach­tungs­­gläser und alle in Europa vertriebenen Zielfernrohre (Victory, Classic und Duralyt) gefertigt werden, ist seit vielen Jahren das Werk in Ungarn ein wichtiges Standbein. Der Vertrieb wird durch eigene Tochtergesellschaften (z.B. in den USA, UK, CH) und Partnern in vielen anderen Ländern der Erde sichergestellt, die wiederum Ansprechpartner für ein weltweites Netz von qualifizierten ZEISS Fachhändlern sind.

    • Fertigungskompetenz in Optik

      Die Optiken der Carl Zeiss Sports Optics GmbH sind weltberühmt für Qualität und Präzision. Engste Toleranzen erfordern kompetente Mitarbeiter und modernste Fertigungstechniken. Neben klassischen Verfahren kommen überwiegend moderne CNC Maschinen zum Einsatz.

      So werden Planoptiken beispielsweise im Mehrfachtragkörperverfahren bearbeitet, wobei schon beim Feinstschleifen Rauhtiefen von unter 0,12µm erzielt werden.

      In Fließlinienfertigung entstehen z.B. aus Presslingen beidseitig fertig bearbeitete Rundoptiken. Die hier eingesetzten Maschinen sind mit automatischer Zuführung und Wendeeinrichtung ausgestattet und führen die Arbeitsgänge Schleifen, Zentrieren, Facettieren und Polieren aus. Die Rauhtiefen liegen hier nach dem Polieren bei weniger als 0,7 nm.

      Ohne moderne Dünnschicht-Prozesse sind moderne Hochleistungsoptiken trotz aller Präzision nicht denkbar. Für die Carl Zeiss Sports Optics GmbH ist daher die Entwicklung und Produktion „dünner Schichten“ auf modernsten Anlagenkonzepten eine absolute Notwendigkeit um die Anforderungen an optische High-Tech-Geräte und Einzelkomponenten erfüllen zu können.

    • Fertigungskompetenz in Mechanik

      Modernste Maschinen und höchste Präzision charakterisieren die Mechanikfertigung der Carl Zeiss Sports Optics GmbH. So finden sich im Maschinenpark neben 5-Achsen Fräsmaschinen und 4-Achsen Drehmaschinen auch Drahterodiermaschinen für die Feinstbearbeitung von Werkstücken. Für unsere Fertigung von Mechanikteilen aus Stahl, Aluminiumlegierungen und aus Titan sind Toleranzen zwischen 4 µm und 20 µm ebenso durchaus "normale" Werte, wie Winkelgenauigkeiten von 8" und weniger.

      Auf Hochfrequenzfräsmaschinen fertigen wir beispielsweise auch alle Zielfernrohrgehäuse mit der einzigartigen ZEISS Montageschiene. Diese Gehäuse sind aus einem Stück gefertigt und bieten neben hoher Widerstandsfähigkeit gegen mechanische Beanspruchung auch höchste Präzision für gleichbleibend hohe Qualität.

      Nur durch Drahterodieren ist z.B. das kardanische Federgelenk des Fernglases 20x60 T* S mit der nötigen Genauigkeit herstellbar. Vier eliptische Blattfedern von 80 µm Dicke auf dem Umfang eines Hohlzylinders aus Titan stabilisieren bei diesem Fernglas der Spitzenklasse das Bild gegen die Handunruhe des Beobachters. Hier sind Toleranzen im µm-Bereich unabdingbar.

    • Kernkompetenz Feinteilen und Gravieren

      Mit höchster Kompetenz und Genauigkeit werden in der Strichplattenfertigung Präzisionsteilungen für Messgeräte, Zielmarken (Absehen) für Zielfernrohre, Messstrichplatten für geodätische Geräte und für Ferngläser hergestellt.

      So ist beispielsweise das Herstellverfahren der Leuchtabsehen für Zielfernrohre vergleichbar mit der Produktion von Mikrochips. Die eigentliche Zielmarke wird im Hochvakuum aufgedampft. Es erfordert Reinraumbedingungen und ein Höchstmaß an Sorgfalt, um Genauigkeiten von 0,001 mm zu erreichen.

      Bei den mechanischen Absehen für Zielfernrohre - die Zielmarken sind hier nicht auf Glas aufgebracht, sondern freistehende, feinste Metallstrukturen - wird die hochgenaue Zielmarke (z. B. Fadenkreuz) durch ein spezielles, bei der Carl Zeiss Sports Optics GmbH entwickeltes Verfahren hergestellt. Für diese Absehen konnte bisher weltweit noch kein Hersteller gefunden werden, der in dieser Genauigkeit und Ausführung fertigen kann.

      In der Gravierung werden mit Lasermaschinen Teilungen, Beschriftungen und Kennzeichnungen auf Geräte oder Einzelteile aufgebracht. Auch hier ist höchste Präzision gefordert.

      Die Lasermaschinen "brennen" Strukturen, deren Linienstärken zum Teil unter 0,05 mm betragen. Diese Strukturen werden auch für Transmissionsmessungen an sehr hochwertigen Optikteilen für die Halbleitertechnik verwendet.

    • Fertigungskompetenz der Montage

      Modernste Arbeitsbedingungen und Techniken sowie qualifizierte Mitarbeiter sind der Garant für gleichbleibend hohe Qualität.

      Beispielsweise wird in allen Montagebereichen der Carl Zeiss Sports Optics GmbH unter Reinraumbedingungen gearbeitet. Sauberkeit hat hier ebenso wie Präzision höchsten Stellenwert. Die Montagebereiche können nur durch Überdruckschleusen betreten werden. In diesen Schleusen wird staubfreie Arbeitskleidung angelegt, die auch Kopfbedeckung und Überschuhe einschließt. Klimatisierungs- und Filtersysteme sorgen nicht nur für die Luftreinhaltung sondern auch für optimale Arbeitsbedingungen.

      Die Montage für Ferngläser und Zielfernrohre ist z.B. in mehrere Montagelinien eingeteilt, die die Vor- und Endmontage  sowie die Prüfung durch die Qualitätssicherung umfassen. Die Flexibilisierung der Arbeitsplätze innerhalb der Montagelinie erfordert hohe Fachkompetenz der Mitarbeiter.

      Die Materialsteuerung erfolgt im Kanban-System.

  • Location Wetzlar

    Location Wetzlar

    Die Stadt Wetzlar ist wirtschaftliches und kulturelles Zentrum von Mittelhessen. Optik und Feinmechanik brachten es zur Weltgeltung, und als „Stadt der Optik“ beherbergt Wetzlar zahlreiche bekannte Unternehmungen.

    Die wohl bekannteste Persönlichkeit in der Wetzlarer Geschichte ist Johann Wolfgang von Goethe. Das Erstlingswerk „Die Leiden des jungen Werther“ gehen auf Erlebnisse während seiner Praktikantentätigkeit am Reichskammergericht zurück.
    Der Dom ist eines der Wahrzeichen von Wetzlar. Baubeginn des - unvollendeten - Domes, war 1230. Er bietet trotz seiner über die Jahrhunderte dauernden Bauzeit und trotz eines nicht fertig gestellten Turms heute ein einzigartiges Bild.

    Wetzlar ist auch Standort der Technischen Hochschule Mittelhessen. Sie bietet in Zusammenarbeit mit regionalen Unternehmen das sehr praxisorientierte, duale Hochschulstudium „StudiumPlus“ an.
    Verkehrstechnisch ist Wetzlar gut zu erreichen. Neben zahlreichen Zugverbindungen und direkter Autobahnanbindung beträgt die Entfernung zum Flughafen Frankfurt etwa 70 km.
    Der durch Wetzlar führende Lahntalradweg gehört zu den Top 10 der deutschen Radfernwanderwege. Die Lahn ist für Wasserwanderer mit Kanu oder Ruderboot gut geeignet.
    Das Theater- und Konzertangebot in Wetzlar ist breit gefächert. Überregional beliebt sind die Kultur- und Musikevents der größten Multifunktionshalle der Region, der Rittal Arena Wetzlar. Ebenso bedeutsam sind die alljährlich im Sommer stattfindenden Wetzlarer Festspiele mit Opern, Musicals, Schauspiel und Konzerten.

    Neben der Carl Zeiss Sports Optics GmbH befinden sich am Standort Wetzlar Teile des Geschäftsbereiches:

    Carl Zeiss SMT GmbH
    Produktion von Beleuchtungssystemen für die Halbleiter-Industrie
    http://www.zeiss.de/smt

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