Gesundheitsproblem: tränende Augen

Wenn Augen ständig tränen, kann eine Krankheit dahinter stecken

Beim Lachen oder Weinen ist es ganz normal: Die Tränenkanäle öffnen sich, und das Wasser fließt in Strömen. Doch wenn die Augen aus vermeintlich unerfindlichen Gründen anfangen zu tränen, kann das auch krankhafte Ursachen haben. Sorgen muss sich trotzdem niemand machen. Das Problem lässt sich meist schnell beheben.

Gesundheitsproblem: tränende Augen

Weinen vor Freude oder Rührung, Weinen vor Kummer, Wut oder Zorn – das sind ganz normale menschliche Reaktionen. Tränen wirken aber auch reinigend. Denn in ihrer Flüssigkeit ist ein Enzym enthalten, das Bakterien hemmen kann und Infektionen stoppt. Auch bei bestimmten Dämpfen, wie sie etwa beim Schneiden von Zwiebeln entstehen, laufen uns die Tränen. Doch wenn es ohne erfindlichen Grund zu tränenden Augen kommt, kann das auch andere Ursachen haben.

Die Ursachen tränender Augen sind vielseitig

Einer der häufigsten Gründe für tränende Augen ist eine Bindehautentzündung, Konjunktivitis genannt. Dabei kommt es zu einer Irritation oder Entzündung der Bindehaut eines Auges. Typische Anzeichen sind neben einem tränenden Auge vor allem eine deutlich sichtbare Rotfärbung. Ärzte unterscheiden die ansteckende und die nicht ansteckende Variante. Die ansteckende Konjunktivitis wird durch Viren oder Bakterien ausgelöst. Ursachen der nicht ansteckenden Konjunktivitis sind Allergien oder Reizungen durch helles Licht, Fremdkörper oder Chemikalien. In beiden Fällen lautet der dringende Rat, sich mit einem Augenarzt in Verbindung zu setzen und die Probleme zu schildern. Da die Krankheit ansteckend ist, bekommt man sicher schnell einen Termin.

Bei bakterieller Infektion helfen Antibiotika. Ansonsten reicht es meist aus, den Auslöser zu meiden. Extra-Tipp: Um die tränenden Augen zu trocknen, unbedingt Einwegtaschentücher benutzen. Auch regelmäßiges Händewaschen ist ratsam. So kann eine Übertragung ausgeschlossen werden. Außerdem müssen Betroffene auf Kontaktlinsen verzichten, sie sollten lieber eine Brille tragen.

Relativ häufig kommt es zu tränenden Augen durch eine schlecht korrigierte Fehlsichtigkeit. Denn das Auge muss sich viel mehr anstrengen, um gut sehen zu können. Optimal und individuell angepasste Brillengläser können Abhilfe schaffen.

Weniger häufig kommt es zu tränenden Augen aufgrund einer schlechten Zusammensetzung der Tränenflüssigkeit. Denn neben einem großen Wasseranteil bestehen unsere Tränen auch aus Eiweißstoffen und einer schützenden Lipidschicht an der Oberschicht des Tränenfilms. Die Folge: Der Tränenfilm haftet nicht mehr richtig auf der Augenoberfläche und läuft nach unten ab. Hier kann der Augenarzt mit speziellen Tropfen helfen.

Weitere mögliche Ursachen für tränende Augen sind Verletzungen der Hornhautoberfläche durch Fremdkörper oder Kratzer. Reflexartig kommt es so zu einer deutlichen Steigerung der Tränenproduktion. Bei manchen Menschen liegt auch eine Fehlstellung der Lider vor. Experten sprechen dann von Entropium – dem einwärts gedrehten Augenlid – oder dem  Ektropium – dem auswärts gedrehten Augenlid. Je nach Ausmaß des Problems sollte man über eine operative Korrektur nachdenken.

Trockene Augen können an tränenden Augen schuld sein

Es klingt zwar paradox, aber auch zu trockene Augen können schuld an tränenden Augen sein. Der Grund: Nach einer längeren Phase mit zu trockenen Augen kommt es häufig zu einer überschießenden Tränenproduktion. Medikamente beheben das Problem.

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