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Die Geschichte der Brille

Vor rund 700 Jahren wurde die erste Sehhilfe erfunden

Für die Menschen von heute ist es ganz selbstverständlich: Wenn die Sehkraft nachlässt und die Augen schwächer werden, geht man zum Optiker oder Augenarzt und lässt sich eine Brille mit den passenden Brillengläsern anpassen. Doch das war nicht immer so: Erst im 13. Jahrhundert war es den Menschen möglich, ihr Augenlicht mit Hilfe einer Sehhilfe zu verbessern.

Die Geschichte der Brille

Die Mayas, die Ägypter, die Chinesen, die Griechen – alles große Kulturen, die vor Tausenden von Jahren unglaubliche Dinge zustande brachten. Doch wenn es um den Erhalt der Sehkraft ging, waren selbst die größten Gelehrten hilflos. Schon damals gab es viele Menschen, die ein Alter erreichten, bei dem die Augen immer schwächer wurden.

 

So klagte der große römische Redner Cicero darüber, wie lästig es sei, sich Texte von Sklaven vorlesen zu lassen. Kaiser Nero hat sich seine geliebten Gladiatorenkämpfe durch einen Smaragd hindurch betrachtet. Zwar waren dem griechischen Philosoph Ptolemäus (um 150 n. Chr.) schon die ersten Gesetzmäßigkeiten der Lichtbrechung bekannt, doch es dauerte noch einmal mehr als 1000 Jahre, bis der arabische Mathematiker und Astronom Alhazen die Gesetzmäßigkeiten der für gute Sehkraft wichtigen Refraktion erkannte.

Mönche entwickelten die erste Sehhilfe

Schließlich waren es italienische Mönche, die im 13. Jahrhundert die erste halbförmig geschliffene Linse anfertigten. Sie wirkte wie ein Vergrößerungsglas. Dafür benutzten sie einen Bergkristall namens Beryll. Nur wenige Jahre später, im Jahre 1267, lieferte der Oxforder Franziskanermönch Roger Bacon den wissenschaftlichen Nachweis, dass sich mit besonders geschliffenen Gläsern kleine Buchstaben vergrößern lassen.

Murano: die Geburtsstätte der Brille

Die heute noch Weltruhm genießenden Glashütten von Murano in Venedig dürfen wohl mit Fug und Recht von sich behaupten, die Geburtsstätte der Brille zu sein. Sie waren im 13. Jahrhundert die Einzigen, die das unbedingt nötige weiße Glas herstellen konnten. Kurze Zeit später wurden dann sogar die ersten Qualitätsvorschriften definiert. Die Brille genannte Lesehilfe hatte ein konvex geschliffenes Glas. Die Umrandung bestand aus Eisen, Horn oder Holz. Als Halterung diente ein Stil. Überhaupt waren die ersten Brillen ausschließlich Sehhilfen für Weitsichtige, damit diese weiterhin lesen konnten.

Die Brille als Statussymbol

Es dauerte noch einmal rund 200 Jahre, bis die erste Brille angefertigt wurde, die zumindest eine gewisse Ähnlichkeit mit den heute verfügbaren Modellen hatte: Die Nietbrille wurde von einer Bügelbrille abgelöst. Die Fassung bestand aus einem Stück. Natürlich konnten sich nur vermögende Menschen die Brillen aus Eisen oder Bronze leisten.

In Spanien galten besonders große Modelle gar als Statussymbol. Erstmals kam auch ein Nasenrücken aus Leder zum Einsatz, um das Tragen der Sehhilfe angenehmer zu machen. Das größte Problem der damaligen Zeit war dennoch die Fixierung. Immer wieder rutschte das Brillengestell von der Nase oder wurde so stark fixiert, dass der Träger dies nicht als besonders angenehm empfand.

Im 18. Jahrhundert kam dann aber die sogenannte Nürnberger Drahtbrille auf den Markt. Das Volk gab ihr zwar den wenig schmeichelnden Namen „Nasenquetsche“ – trotzdem wurde sie ein Riesenerfolg, bot sie doch einen bis dahin nicht für möglich gehaltenen Tragekomfort.

Gegen Ende des 18. Jahrhunderts lag die Einglasbrille, auch Monokel genannt, voll im Trend. Sie wurde vor allem von den feinen Damen und Herren der Gesellschaft in Deutschland und England getragen. Die Franzosen zogen die „Scherenbrille“ vor. Ebenfalls eine Einglasbrille, wurde sie nicht von der Nase selbst getragen, sondern von den Muskeln rund das Auge gehalten. Sie hatte für die Franzosen den Vorteil, dass man sie leicht verschwinden lassen konnte, denn unsere westlichen Nachbarn fanden Brillen damals noch peinlich.

Die Brille heute

Ihr gegenwärtiges Aussehen und ihr anatomisch perfektes Design bekamen die Brillen aber erst in den 20er-Jahren des vorigen Jahrhunderts. Heute sind der Vielfalt an Formen und Materialien kaum mehr Grenzen gesetzt. Brillen sind weltweit die wichtigste Sehhilfe und ein beliebtes modisches Accessoire.

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