Ametropic Eye

Das fehlsichtige Auge

Hier können Sie mehr über den Aufbau des Auges, die verschiedenen Sehanomalien und die Sehveränderungen, die mit zusnehmendem Alter auftreten, erfahren.

1. Das menschliche Auge

Horizontalschnitt durch ein menschliches Auge

Horizontalschnitt durch ein menschliches Auge

Horizontalschnitt durch ein menschliches Auge

Horizontalschnitt durch ein menschliches Auge
2. Emmetropie

2. Emmetropie

2. Emmetropie

Ein emmetropes Auge bildet bei Fernakkommodation einen unendlich fernen Objektpunkt scharf auf die Netzhaut ab, d.h. der Brennpunkt liegt genau auf der Netzhaut.

Baulänge (ca. 24 mm) und Brechwert (D Auge = +59 dpt) des fernakkommodierten Auges sind exakt aufeinander abgestimmt. Der Fernpunkt liegt im Unendlichen.

Interaktive Animation: Das normalsichtige Auge

Der Fernpunkt R
Das Auge kann sich durch Änderung des Brechwertes der Augenlinse (Akkommodation) auf verschiedene Entfernungen einstellen. Hat die Augenlinse den geringstmöglichen Brechwert, also die weitest mögliche Ferneinstellung, spricht man von Fernakkommodation. Der Fernpunkt R ist der Objektpunkt, der bei Fernakkommodation scharf auf die Netzhaut abgebildet wird.

Ein Brillenglas ist dann vollkorrigierend, wenn sein bildseitiger Brennpunkt F’ mit dem Fernpunkt R zusammenfällt.

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3. Ametropie

Ametropie

3. Ametropie

Liegt ein Missverhältnis zwischen dem Brechwert und der Baulänge des fernakkommodierten Auges vor, ist das Auge ametrop. Der Fernpunkt liegt dann nicht im Unendlichen, sondern im Endlichen vor oder hinter dem Auge.

Man unterscheidet Myopie (Kurzsichtigkeit) und Hyperopie (Übersichtigkeit). In beiden Fällen kann eine sphärische oder astigmatische Ametropie (Astigmatismus) vorliegen.

Interaktive Animation: Das stabsichtige Auge

Auge mit astigmatischer Ametropie

Auge mit astigmatischer Ametropie

Sphärische Ametropie
Eine Ametropie wird als sphärisch bezeichnet, wenn der Brechwert des Auges in allen Meridianen gleich ist. Der Brennpunkt des fernakkommodierten ametropen Auges liegt entweder vor oder hinter der Netzhaut.


Zur Korrektion wird ein Brillenglas mit sphärischer Wirkung benötigt.


Astigmatische Ametropie

Eine Ametropie wird als astigmatisch bezeichnet, wenn das Auge in zwei senkrecht zueinander stehenden Ebenen (Hauptschnitten) unterschiedliche Brechwerte hat.


Die Brennlinien mit dem dazwischen liegenden Kreis kleinster Verwirrung können entweder beide vor oder beide hinter der Netzhaut liegen. Es kann auch eine Brennlinie vor der Netzhaut und eine hinter der Netzhaut entstehen. Möglich ist auch, dass eine der beiden Brennlinien genau auf der Netzhaut liegt.


Zur Korrektion wird ein Brillenglas mit astigmatischer Wirkung benötigt. Auge und Brillenglas ergeben dann ein optisches System, dessen Brennpunkt auf der Netzhaut liegt.

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4. Myopie (Kurzsichtigkeit)

oben: Myopes Auge
unten: Myopes Auge mit korrigierendem Brillenglas

4. Myopie (Kurzsichtigkeit)

Beim fernakkommodierten myopen Auge liegt der Brennpunkt im Innern des Auges vor der Netzhaut, so dass die Sehschärfe für die Ferne reduziert ist.

Damit wieder scharfes Sehen in die Ferne möglich ist, muss der zu hohe Brechwert durch ein Minusglas so ergänzt werden, dass der Brennpunkt des Systems Brillenglas-Auge wieder auf der Netzhaut liegt. Der Fernpunkt R liegt bei Myopie im Endlichen vor dem Auge.

 

Interaktive Animation: Das kurzsichtige Auge

Längen- und Brechwertametropie

Entspricht der Brechwert des fehlsichtigen Auges dem Brechwert des Normalauges, die Baulänge jedoch weicht vom schematischen Normalauge ab, spricht man von Längenametropie.

Weicht der Brechwert des optischen Systems vom Normalauge ab, während die Baulänge dem Normalwert entspricht, spricht man von Brechwertametropie.

Die meisten Ametropien sind keine reinen Längen-oder Brechwertametropien, sondern Mischformen. Bei der Brillenglasbestimmung kann nicht ermittelt werden, welche Ametropie vorliegt. Von Bedeutung ist hier allein das Ausmaß der Ametropie, nicht ihre Ursache.

  Hyperopie
Myopie
Längenametropie Auge zu kurz
Auge zu lang
Brechwertametropie Brechtwert zu gering
Brechwert zu groß
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5. Hyperopie (Übersichtigkeit)

oben: Hyperopes Auge
unten: Hyperopes Auge mit korrigierendem Brillenglas

5. Hyperopie (Übersichtigkeit)

Beim fernakkommodierten hyperopen Auge liegt der Brennpunkt hinter der Netzhaut. Durch Erhöhung des Brechwertes der Augenlinse (Akkommodation) kann die Hyperopie ganz oder zum Teil ausgeglichen werden. Die Sehschärfe für ferne Objekte ist also nicht unbedingt reduziert, die notwendige Akkommodation bedeutet jedoch eine permanente Anstrengung für das Auge.

Damit auch im fernakkommodierten Zustand scharfes Sehen in die Ferne möglich ist, muss der zu geringe Brechwert durch ein Plusglas so ergänzt werden, dass der Brennpunkt des Systems Brillenglas-Auge auf der Netzhaut liegt. Der Fernpunkt R liegt bei Hyperopie hinter dem Auge.

Interaktive Animation: Das weitsichtige Auge

Längen- und Brechwertametropie

Entspricht der Brechwert des fehlsichtigen Auges dem Brechwert des Normalauges, die Baulänge jedoch weicht vom schematischen Normalauge ab, spricht man von Längenametropie.

Weicht der Brechwert des optischen Systems vom Normalauge ab, während die Baulänge dem Normalwert entspricht, spricht man von Brechwertametropie.

Die meisten Ametropien sind keine reinen Längen-oder Brechwertametropien, sondern Mischformen. Bei der Brillenglasbestimmung kann nicht ermittelt werden, welche Ametropie vorliegt. Von Bedeutung ist hier allein das Ausmaß der Ametropie, nicht ihre Ursache.

  Hyperopie
Myopie
Längenametropie Auge zu kurz
Auge zu lang
Brechwertametropie Brechtwert zu gering
Brechwert zu groß
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6. Presbyopie (Alterssichtigkeit)

oben: Presbyopes Auge beim Blick in die Nähe
unten: Presbyopes Auge mit korrigierendem Plusglas beim Blick in die Nähe

6. Presbyopie (Alterssichtigkeit)

Um nahe gelegene Objektpunkte scharf sehen zu können, muss der Brechwert des Auges, verglichen mit dem Brechwert für die Ferne, erhöht werden. Dies erfolgt durch die Akkommodation, bei der sich in erster Linie die Vorderfläche der Augenlinse stärker krümmt.
Mit zunehmendem Alter verringert sich jedoch die Elastizität der Augenlinse und somit das Akkommodationsvermögen.

Dieser Prozess beginnt zwar schon im jugendlichen Auge, er macht sich aber erst ab einem Alter von ca. 40 Jahren bemerkbar, und zwar dann, wenn das Akkommodationsvermögen so gering ist, dass scharfes Sehen in der Nähe nicht mehr möglich ist. Der Betreffende muss bei einer beginnenden Presbyopie ein Buch oder die Zeitung immer weiter weg halten, um noch scharf sehen zu können. Allmählich reicht die Länge der Arme nicht mehr aus.

Interaktive Animation: Sehen ab 40 Jahren

Korrigierte Presbyopie

Um beim Blick in die Nähe wieder scharf sehen zu können, muss das fehlende Akkommodationsvermögen des presbyopen Auges durch ein Brillenglas ersetzt werden. Für den emmetropen Presbyopen ist dies immer ein Plusbrillenglas.

Allgemein gilt: Das für die Nähe notwendige Brillenglas hat, verglichen mit der für die Ferne notwendigen Korrektion, eine höhere Wirkung in Richtung Plus.Die Presbyopie ist genau genommen keine Fehlsichtigkeit, sondern die Folge einer normalen physiologischen Entwicklung, die sich in jedem Auge vollzieht. Mit zunehmendem Alter nimmt die Presbyopie zu.

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