Standards and Directives

Normen und Richtlinien

Das Erarbeiten von nationalen Normen geschieht zum allgemeinen Nutzen und unter Beteiligung aller interessierten Kreise aus Wirtschaft, Technik, Wissenschaft, Verwaltung und Öffentlichkeit. Nationale Institute vertreten die Normung im In- und Ausland und beteiligt sich wesentlich bei der Erstellung und Veröffentlichung von nationalen und internationalen Normen.

1. Normen

Normen – ein notwendiger Rahmen für die Augenoptik

Für die Schaffung grundlegender technischer Standards und die Festlegung von Verfahren und Begriffen in der Augenoptik sind nationale Institute (wie DIN, ANSI, AFNOR,…), das Europäische Komitee für Normung (CEN; Comité Européen de Normalisation) und die Internationale Organisation für Normung (ISO; International Organisation for Standardization) verantwortlich. Diese Institutionen erarbeiten und aktualisieren ständig die Parameter, die für Qualität und internationale Einheitlichkeit in der Augenoptik wesentlich sind.

2. EU-Richtlinien

EU-Richtlinien und nationale Gesetzgebung

EU-Richtlinien und nationale Gesetzgebung

In der Europäischen Union
Innerhalb der Europäischen Union sollen Waren ungehindert verkehren können und Grundanforderungen an Sicherheit, Eignung und Leistung erfüllen. Hierfür gibt es EG-Richtlinien, die nach Umsetzung in das nationale Recht der einzelnen Mitgliedstaaten Rechtsgültigkeit haben.

Normen für die Augenoptik

So sind für die Augenoptik, neben den Normen
DIN 5361 für Brillenfassungen,
DIN EN ISO 14889 über grundlegende Anforderungen an Brillengläser,
DIN EN ISO 8980/1-3 über die Anforderungen an spezielle Glastypen,
DIN EN ISO 13666 mit der Festlegung augenoptischer Begriffe,
die Richtlinien 89/686/EWG für Sonnenschutzgläser und 93/42/EWG für Medizinprodukte wesentlich.

Letztere ist im Medizinproduktegesetz in Deutschland umgesetzt worden und behandelt unter anderem Brillengläser, Brillenfassungen, Kontaktlinsen und ophthalmologische Geräte.

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3. Das CE-Zeichen

CE-Zeichen

Kennzeichnungspflicht
Produkte, für die EG-Richtlinien und entsprechende Normen verabschiedet worden sind, unterliegen seit dem 14. Juni 1998 der Kennzeichnungspflicht durch das CE-Zeichen (CE: Communité Européen).


Das CE-Zeichen garantiert dem Verbraucher, dass die Mindestanforderung an Leistung und Sicherheit des Produkts in vorgeschriebenem Umfang erfüllt sind.


Das CE-Zeichen

Das CE-Zeichen wird vom Hersteller gut sichtbar und dauerhaft auf dem Produkt angebracht, sofern nicht, wie bei Brillengläsern, aus funktionellen Gründen darauf verzichtet werden muss. In solchen Fällen ist die Verpackung und Gebrauchsanweisung entsprechend gekennzeichnet.

4. ZEISS Qualität

6 Kriterien, die ZEISS Qualität ausmachen

6 Kriterien, die ZEISS Qualität ausmachen

Das ZEISS Brillenglaszertifikat, das Ihnen Ihr Augenoptiker mit den neuen Brillengläsern überreicht, gibt Ihnen die Sicherheit ein Markenprodukt erworben zu haben.


Unter anderem finden Sie hier die 6 Kriterien, die Carl Zeiss Qualität ausmachen:

  1. ZEISS ist nach DIN EN ISO 9001/2008 zertifiziert. Wir garantieren, dass die Qualität der optischen Abbildung Priorität vor allen anderen Produktkriterien hat.
  2.  Die internen Prüfspezifikationen von ZEISS gehen über die Vorgaben der Normen hinaus.
  3. Wir stellen sicher, dass ZEISS Brillengläser ausschließlich von qualifizierten Augenoptikern angepasst werden.
  4. Sie erhalten ZEISS Brillengläser auch für spezielle Brillenglasverordnungen. Auch für diese sind unsere vielfältigen Ausstattungen erhältlich.
  5. Das Brillenglasprogramm von ZEISS ist vielfältig und ausgewogen, damit Sie auch in Zukunft das für Sie optimale Brillenglas erhalten.


Sanft ist das Stichwort!

Brillengläser reinigen Sie am besten unter fließendem kaltem Wasser mit pH-neutralen Reinigungsmitteln. Schmutzpartikel werden einfach abgespült und können so beim Abtrocknen mit einem sauberen, weichen Tuch die Oberfläche nicht mehr beschädigen.
Für die Reinigung unterwegs empfehlen wir die Mikrofasertücher und das spezielle Reinigungsmittel von ZEISS. Andere Textilien (z.B. Kleidungsstücke, Krawatten, Taschentücher) können Ihr Brillenglas verkratzen.

Wichtig: Bitte setzen Sie Ihre Brillengläser nicht hohen Temperaturen von über 80 Grad Celsius aus (z.B. in der Sauna oder im Sommer auf dem Armaturenbrett des Autos).

5. DIN EN ISO 14889 und DIN EN ISO 8980-3

Grundlegende Anforderungen

Grundlegende Anforderungen
Diese Normen, die unter Beteiligung deutscher Experten ausgearbeitet worden sind, benennt die grundlegenden Anforderungen an rohkantige fertige Brillengläser. Diese Anforderungen betreffen neben Vorgaben über die physiologische Verträglichkeit, Entflammbarkeit und mechanische Festigkeit mit anzuwendenden Prüfverfahren den Transmissionsgrad von rohkantigen fertigen Brillengläsern.

Anforderungen an Brillengläser zur Verwendung im Straßenverkehr
Der Transmissionsgrad, vor allem die „Zusatzanforderungen für Brillengläser für den Gebrauch durch Fahrzeuglenker“, ist nicht nur für ZEISS als Brillenglashersteller, sondern auch für den Augenoptiker in seiner beratenden Tätigkeit von großer Bedeutung.

Sollte aufgrund kosmetischer oder medizinischer Indikation der Kunde nicht verkehrs- oder nicht nachtfahrtaugliche Brillengläser wünschen, so obliegt dem Augenoptiker eine Aufklärungspflicht. Vor allem sollte mit dem Kunden darüber gesprochen werden, dass nicht allein der Grad der Tönung auf die Verkehrstauglichkeit eines Brillenglases Einfluss hat, sondern auch die Transmission für bestimmte Wellenlängen.

So kann ein Glas bestimmter Filterwirkung zwar subjektiv zum Fahren in der Dämmerung oder bei Nacht "hell" genug erscheinen, die Farbwahrnehmung für eine bestimmte Signalfarbe jedoch so verfälschen, dass es zum Autofahren nicht geeignet ist. Das eindeutige Erkennen von Signalfarben ist, ebenso wie eine „ungetrübte“ Sicht, im Straßenverkehr lebenswichtig.

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6. Brillengläser zur Verwendung im Straßenverkehr

Zusatzanforderungen an Brillengläser zur Verwendung im Straßenverkehr

Transmissionskurven für F 451, F 452. Diese Spezialfiltergläser erfüllen die „Zusatzanforderungen (τ 475-650, Q rot, Q gelb) für Brillengläser für den Gebrauch durch Fahrzeuglenker“ nicht.

Zusatzanforderungen an Brillengläser zur Verwendung im Straßenverkehr

  • Brillengläser für Fahrten bei Tageslicht müssen im Bezugspunkt einen Lichttransmissionsgrad τν von > 8 % bei Verwendung einer Strahlungsquelle für Normlicht D 65 aufweisen.
  • Brillengläser für Fahrten in der Dämmerung oder bei Nacht müssen im Bezugspunkt einen Lichttransmissionsgrad τν von ≥75 % bei Verwendung einer Strahlungsquelle für Normlicht D 65 aufweisen.
  • Der spektrale Transmissionsgrad τ (λ) des Brillenglases darf bei keiner Wellenlänge im Bereich von 475 nm bis 650 nm geringer als das 0,2fache des Lichttransmissionsgrades τν sein.
  • Der relative visuelle Schwächungsquotient Q darf für Rot, Gelb nicht kleiner als 0,8 und für Grün nicht kleiner als 0,6, und für Blau nicht kleiner als 0,4 sein.

Selbstverständlich sind alle von ZEISS angebotenen Brillengläser entsprechend den Richtlinien dieser Normen geprüft und gekennzeichnet (Dämmerungs-und Nachtfahrtauglichkeit/Verkehrstauglichkeit nach DIN EN ISO 8980-3).

Ebenso genügen alle ZEISS Brillengläser den Mindestanforderungen nach der mechanischen Festigkeit, Entflammbarkeit und physiologischen Verträglichkeit.

 

Definitionen zu Transmissionseigenschaften von Brillengläsern

Relative spektrale Strahlendichte der Normlichtart D 65 in Abhängigkeit zur Wellenlänge

Definitionen zu Transmissionseigenschaften von Brillengläsern

  • Lichttransmissionsgrad τν
    Unter dem Lichttransmissionsgrad τν versteht man das Verhältnis des von dem Brillenglas durchgelassenen Lichtstromes zum auftreffenden Lichtstrom unter Berücksichtigung des spektralen Hellempfindlichkeitsgrades V(λ).
  • Spektraler Transmissionsgrad τ(λ)
    Der spektrale Transmissionsgrad τ(λ) ist das Verhältnis des spektralen Strahlungsstromes, der von dem Brillenglas durchgelassen wird, zum auftreffenden Strahlungsstrom für eine bestimmte Wellenlänge λ.
  • Normlicht D 65
    Die Normlichtart D 65 repräsentiert mittleres Tageslicht mit der Farbtemperatur 6500 K und wird meist durch Xenonlampen mit Filtern realisiert.
  • Schwächungsquotient Q
    Der relative visuelle Schwächungsquotient Q gibt das Verhältnis des Lichttransmissions- grades eines getönten Brillenglases für die spektrale Strahlungsverteilung des Lichtes tsign , das von einem Signallicht im Straßenverkehr ausgeht, zum Lichttrans- missionsgrad desselben Brillenglases für die Normlichtart D 65 an. Q sagt also nichts über die Farbwahrnehmung durch das Brillenglas aus, sondern gibt an, ob die Leuchtdichte eines Signallichts gegenüber der Umge- bungsleuchtdichte stärker oder weniger stark geschwächt wird (Q größer oder kleiner 1).
  • Hellempfindlichkeit τ(λ)
    Der spektrale Hellempfindlichkeitsgrad τ(λ) ist die festgelegte, relative spektrale Empfindlichkeit des helladaptierten photopischen Normalauges, deren Maximum auf λ = 555 nm in Luft bezogen ist.
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7. Weitere Normen

Weitere Normen für die Augenoptik

Weitere Normen für die Augenoptik

Neben der DIN EN ISO 14889 und 8980-3 gibt es noch weitere Normen, die für den Augenoptiker wesentlich sind bzw. noch detaillierter auf die einzelnen Anforderungen an die unterschiedlichen Brillengläser eingehen:

  • DIN EN ISO 8980-1 Anforderungen an Einstärken-und Mehrstärken-Brillengläser
  • DIN EN ISO 8980-2 Anforderungen an Gleitsicht-Brillengläser
  • DIN EN ISO 13666 Augenoptische Begriffe und Definitionen
  • DIN EN ISO 21987 augenoptische Produkte und Brillengläser
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