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OPTIMA

ZEISS Produkte

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OPTIMA

Mit dem computergestützten Verfahren OPTIMA kann die in der fertigen Brille sichtbare Rand- und Mittendicke der Brillengläser auf ein fertigungstechnisch realisierbares Minimum reduziert werden. Das Brillenglas kann mit OPTIMA häufig noch sehr viel dünner gefertigt werden als es der kleinstmögliche Rohglasdurchmesser gestattet. Die Brillenglasdicke hängt bei Plusgläsern entscheidend vom bestellten Durchmesser ab.

1. Grundlagen

Einfluss auf die Brillenglasdicke

Beim Einarbeiten in die Fassung kann die Randdicke von Minusgläsern stark reduziert werden, selbst wenn ein großer Durchmesser bestellt wurde

Einfluss auf die Brillenglasdicke

Die Wahl des Brillenglasmaterials und der Flächengeometrie (Sphäre, Asphäre oder Atorus) ermöglicht es dem Augenoptiker, die Rand- und Mittendicke eines Brillenglases zu beeinflussen. Darüber hinaus kann er die in der Brillenfassung sichtbare Rand- und Mittendicke entscheidend durch die Wahl einer geeigneten Brillenform und -größe bestimmen.

Grundsätzlich gilt: Je kleiner die ausgewählte Brillenfassung, desto dünner kann das Brillenglas werden. Während bei Minus- gläsern nur die Scheibengröße der Brillen- fassung Einfluss auf die Randdicke hat, hängt bei Plusgläsern die Mittendicke entscheidend vom bestellten Rohglasdurchmesser ab. Je kleiner der bestellte Rohglasdurchmesser, desto dünner wird das Plusglas.


Rückblick auf die Anfänge von OPTIMA

Die Brillenglasdicke hängt bei Plusgläsern entscheidend vom bestellten Durchmesser ab

Rückblick auf die Anfänge von OPTIMA

Seit Mitte der 80er Jahre bietet Carl Zeiss eine neue Technologie an, die in vielen Fällen eine weitere Reduktion der Brillenglasdicke ermöglicht. Mit der OPTIMA Dickenreduktion lassen sich vor allem bei Einstärken-Plusgläsern mit astigmatischer Wirkung, aber auch bei Gleitsichtgläsern und prismatischen Brillengläsern, Dicke und Gewicht, zum Teil über 50%, verringern.


In den letzten Jahren wurden erhebliche Fortschritte hinsichtlich dünner und leichter Brillengläser erzielt. Dadurch konnte der Tragekomfort immer mehr verbessert werden. Die Entwicklung hochbrechender Brillenglasmaterialien hat dazu ebenso beigetragen wie die Berechnung und Fertigung asphärischer und atorischer Brillengläser.

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2. Das Prinzip

Das Prinzip

Sph + 2.00, cyl +2.00, Achse 0°

Bei OPTIMA wird das Brillenglas über die gesamte Rückfläche dünner geschliffen, ohne die dioptrische oder prismatische Wirkung zu verändern. Dadurch ergibt sich eine geringere Dicke, das fertige Brillenglas ist aber auch kleiner. Dabei wird es nicht rohrund gefertigt, sondern der endgültigen Brillenglasform angenähert. Das Brillenglas ist an jeder Stelle gerade so groß wie es für die Verglasung notwendig ist. Es entsteht die typische Rohglasform der OPTIMA Brillengläser.

Haupschnittwirkung in 0°:
+ 2.0 D
Haupschnittwirkung in 90°:
+ 4.0 D

Ein Brillenglasbeispiel für OPTIMA

Das Brillenglas im vorliegenden Beispiel hat - wie jedes Brillenglas mit astigmatischer Wirkung - in Richtung der beiden Hauptschnittwirkungen unterschiedliche Randdicken. Diese ergeben sich aus unterschiedlichen Rückflächenradien, die die astigmatische Wirkung erzeugen (Innentorus). Die maximale Randdicke (RD max) eines vorhandenen Brillenglases liegt immer in Richtung der Pluszylinderachse. Für das Beispiel bedeutet dies, RD max liegt in Richtung 0°.

Wird bei dem vorliegenden Beispiel nun die OPTIMA Dickenreduktion angewandt, so wird das Brillenglas beim Abschleifen der Rückfläche an den dicken Stellen dünner (0° und 180°) und an den dünnen Stellen kleiner (90° und 270°). Auf diese Weise entsteht ein OPTIMA Brillenglas, das seine größte Ausdehnung in Richtung des mathematisch schwächeren Hauptschnittes hat, nicht mehr rohrund und sehr dünn ist.

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3. Wann ist OPTIMA sinnvoll?

Vergleich zwischen einem rohrunden Glas und einem ausgelieferten Glas mit OPTIMA

Vergleich zwischen einem rohrunden Glas und einem ausgelieferten Glas mit OPTIMA

OPTIMA ist dann sinnvoll, wenn bei gegebenen Fassungs- und Zentrierdaten eine Dickenreduktion von mindestens ca. 0,5 mm erreicht wird. Bei jedem OPTIMA Auftrag prüft der OPTIMA Kundenservice, ob sich dieser Wert erreichen läßt.
Folgende Faktoren bestimmen die Größe der Dickeneinsparung:

  • Brillenglasform und -größe
  • Zentrierdaten
  • Brillenglasmaterial
  • Dioptrische und prismatische Wirkung
  • Brillenglastyp (Einstärken-, Bifokal-, Trifokal- oder Gleitsichtglas)

Eine Faustformel, die für alle Brillenglastypen eine Beurteilung ermöglicht, ob OPTIMA sinnvoll ist, gibt es nicht. Nachfolgende Tabelle zeigt jedoch, bei welchen Brillenglastypen eine OPTIMA Dickenreduktion, in Abhängigkeit von dioptrischer und prismatischer Wirkung, sinnvoll sein kann.

Mit OPTIMA kann häufig eine sinnvolle Dickeneinsparung erreicht werden.

Achtung: Bei Minusgläsern mit sphärischer Wirkung ist OPTIMA bei keinem Glastyp sinnvoll!

Glastyp
Plusglas mit sph. Wirkung
Brillenglas mit astigm. Wirkung (1 HS positiv)
Brillenglas mit prismatischer Wirkung
Einstärken
-

Je nach Kombination aus Wirkung und Basislage
Bifokal

Für vordezentrierte Bifokalgläser


Je nach Kombination aus Wirkung und Basislage
Gleitsicht



Je nach Kombination aus Wirkung und Basislage
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4. OPTIMA Berechnung

Die exakte Berechnung

Winfral Maske zur Brillenglasberechnung

Die exakte Berechnung

Da es eine Vielzahl von Wirkungskombinationen, vor allem bei Brillengläsern mit prismatischer Wirkung gibt, ist ohne Angabe der Brillenglaswerte keine wirklich exakte Aussage zur Dickeneinsparung mit OPTIMA möglich.


Eine OPTIMA Berechnung kann der Augenoptiker mit Hilfe des Brillenglasberatungsprogramms Winfral bereits während des Beratungsgesprächs durchführen. Es können sofort genaue Aussagen über das Ausmaß der Dickenreduktion mit OPTIMA gemacht werden. Alle Einflüsse werden direkt berücksichtigt und können in das Beratungsgespräch einfließen.

 

Bestellung von Brillengläsern mit OPTIMA

Bestellung von Brillengläsern mit OPTIMA

Tipps für den Augenoptiker
Angabe der Zentrierdaten (Anpasspunkthöhe und Zentrierpunktabstand):

  • Bei Einstärkengläsern Zentrierpunkte einzeichnen
  • Bei Mehrstärkengläsern Extrempunkte der Nahteilkante einzeichnen 
  • Bei Gleitsichtgläsern Fernzentrierkreuze einzeichnen

 

Angabe der Brillenglasform:

  • Bei Brillenfassungen von ZEISS ist die Angabe der Modellnummer sowie der Fassungsmaße ausreichend.
  • Ansonsten ist die Zeichnung der Glasform mit Zentrierangaben erforderlich. 
  • Soweit technisch möglich, kann eine gewünschte Mindestrand- und Mindest- mittendicke (z.B. bei Nylorfassungen oder Bohrbrillen) berücksichtigt werden.

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