Eine weltweite Strategie gegen eine weltweite Pandemie

Der Weg von ZEISS während der COVID-19-Pandemie

Das Coronavirus verändert vieles in der Welt. Mit Verantwortungsbewusstsein, Weitsicht und vielfältigen Aktivitäten begegnet die ZEISS Gruppe der COVID-19-Pandemie. Und schützt damit nicht nur Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Kundinnen und Kunden, sondern sichert auch die Stabilität des Geschäfts und engagiert sich mit den eigenen Kompetenzen für die Gesellschaft.

Die vier Ziele der Taskforce

Sehr früh, im Januar 2020, hat ZEISS eine zentrale Taskforce eingerichtet. Die ZEISS Gruppe verfolgt mit ihren Maßnahmen vier Ziele, um die Auswirkungen der Krise abzufangen.

Safety

Die Gesundheit und Sicherheit von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern schützen

Continuity

Den Geschäftsbetrieb bestmöglich weiterführen und Kundinnen und Kunden weltweit unterstützen

Stability

Wirtschaftlichen Auswirkungen auf das Unternehmen gezielt entgegenwirken

Recovery

Marktchancen und strategische Optionen nutzen, die sich durch die neue Situation ergeben

Schnell, pragmatisch und verantwortungsvoll

Wie Krisenmanagement in hochdynamischen Zeiten gelingt

Von Heiko Winkler, Leiter der ZEISS Taskforce

Heiko Winkler ist Head of Corporate Security bei ZEISS. Seit fast zehn Jahren verantwortet er alle sicherheitsrelevanten Themen bei ZEISS. Zunächst allein, führt er heute ein internationales Team. Zu Beginn der COVID-19-Pandemie bestellte ihn der Vorstand der Carl Zeiss AG zum Leiter der zentralen Taskforce, die um Mitglieder, wie zum Beispiel vom Arbeitsmedizinischen Dienst, von der Personal- und Kommunikationsabteilung sowie von dem Bereich Business Services & Infrastructure, ergänzt wurde.

Für uns als globales Unternehmen begann mit dem Ausbruch des Coronavirus eine herausfordernde Zeit der Unsicherheit und der Unwägbarkeiten, durch die wir unsere Kolleginnen und Kollegen auf der ganzen Welt möglichst sicher begleiten wollten. Als umgehend ins Leben gerufene zentrale Taskforce spürten wir sofort die Verantwortung, den bestmöglichen Schutz für die mehr als 32.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewährleisten. 

Unsere Vier-Säulen-Strategie hat uns geholfen, die Gesundheit und Sicherheit aller im Unternehmen zu schützen und gleichzeitig das Geschäft und damit Arbeitsplätze zu sichern. Schnelligkeit, Flexibilität und Agilität waren oberste Prämisse. Jeder Tag brachte Neues. Wir haben die Entwicklung der Pandemie fortwährend genau beobachtet, deren Auswirkungen bewertet und sofort entsprechende Maßnahmen ergriffen – bis in die letzten Verästelungen der ZEISS Gruppe. In enger Abstimmung mit lokalen und bereichsspezifischen Einheiten konnten wir Maßnahmen für die gesamte Gruppe koordinieren und etablieren. Dafür standen wir im engen Austausch mit dem Vorstand der Carl Zeiss AG, der uns bei jedem Schritt den Rücken freihielt. Wichtig war zudem, dass die Länder und Sparten ganz individuell auf die jeweilige Situation reagieren konnten.

Es war eine unternehmensweite Teamleistung und die Herausforderung ist noch nicht bewältigt. Uns macht es durchaus nicht nur stolz, dass ZEISS souverän die bisherige Zeit gemeistert hat, sondern auch, dass wir uns mit dem Know-how, der Expertise und den Technologien unserer Sparten in den weltweiten Kampf gegen das Coronavirus einbringen können.

An der Seite der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Die Gesundheit der Belegschaft hatte für ZEISS oberste Priorität. Doch ständig neue Erkenntnisse über die Pandemie und das Coronavirus sorgten für Unsicherheit – genauso wie die neuen Hygiene- und Abstandsregeln. Die Taskforce machte strenge Vorgaben, legte verbindliche Regeln für den Arbeitsplatz fest und gab Empfehlungen für das Verhalten im privaten Umfeld. Gemeinsam mit den Betriebsärztinnen und -ärzten des Arbeitsmedizinischen Diensts wurden umfangreiche Informationsangebote gestartet und Ansprechpersonen benannt.

Gleichzeitig investierte ZEISS in die Qualifizierung der Mitarbeitenden. Über die Lernplattform ZEISS CurioZ konnten während der COVID-19-Pandemie freiwillig kostenlose Weiterbildungsangebote genutzt werden – von Sprachtrainings über Lerninhalte aus den Bereichen Vertrieb, Projektmanagement, Design und Innovation bis hin zu Problemlösungstechniken und Führungsgrundlagen. Das Credo von ZEISS in dieser Zeit: Mit zusätzlichen Kompetenzen und Fähigkeiten gehen sowohl die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter als auch das Unternehmen gestärkt aus der COVID-19-Krise hervor.

Digitalisierung als Fundament

Schon lange vor der COVID-19-Pandemie konnte ZEISS einen sehr hohen Digitalisierungsgrad vorweisen. Die Corporate IT hatte die Digitalisierung in den vergangenen Jahren konsequent vorangetrieben und folgte damit der strategischen Richtung, die die ZEISS Agenda für die Entwicklung der ZEISS Gruppe vorgab. Die Möglichkeiten von Mobile Working und den digitalen Kollaborationsplattformen
wurden zu diesem Zeitpunkt noch nicht voll ausgeschöpft, doch das änderte sich mit dem Corona-Lockdown. Fast 90 Prozent der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Bürobereichen wechselten Mitte März von einem Tag auf den anderen ins Homeoffice. Dank der guten IT-Infrastruktur gelang das ohne Probleme.

Die Büros blieben leer, doch das Geschäft lief weiter. Hatten Kolleginnen oder Kollegen technische Schwierigkeiten im Homeoffice, half die IT per Remote Service. Ein Modell, von dem zunehmend auch die Kundinnen und Kunden von ZEISS profitieren: Die Sparten ZEISS Medical Technology und ZEISS Industrial Quality & Research konnten über Remote Services ihren Kundensupport auch während der COVID-19-Pandemie aufrechterhalten – viele Mess-, Medizintechnik- und Mikroskopiesysteme von ZEISS wurden aus der Ferne gewartet.

Der Beitrag von ZEISS

Das Coronavirus stellt Gesundheitssysteme und medizinische Einrichtungen vor große Herausforderungen. ZEISS unterstützt – mit Know-how, Materialien, technischen Geräten und viel ehrenamtlichem Engagement.

COVID-19-Virus. Künstlich eingefärbt. Aufgenommen mit einem ZEISS GeminiSEM 560, aSTEM Detektor.
COVID-19-Virus. Künstlich eingefärbt. Aufgenommen mit einem ZEISS GeminiSEM 560, aSTEM Detektor. Mit freundlicher Genehmigung von Matthew Hannah, Virus Reference Department, Public Health England, Vereinigtes Königreich

Das Virus besser verstehen

Eine schnelle Diagnose und ein wirkungsvoller Therapieansatz sind essenziell, um COVID-19-Patientinnen und -Patienten zu helfen und die Pandemie einzudämmen. Als Unternehmen, das seit jeher die enge Partnerschaft mit der Forschung lebt, steht ZEISS in gemeinsamen Forschungsprojekten im Wissensaustausch und stellt die optimale technische Laborausstattung wie beispielsweise den ZEISS Celldiscoverer 7 zur Verfügung.
 

Unterstützung bei der Intubation von COVID-19-Erkrankten

Seit Beginn der Pandemie arbeitet ZEISS Medical Technology an Lösungen, die das medizinische Personal vor Infektionen schützen. So ermöglicht beispielsweise das Videolaryngoskop ZEISS NURA bei Intubationen einen größeren Abstand zwischen Anwenderinnen und Anwendern sowie Patientinnen und Patienten und verringert dadurch die Ansteckungsgefahr.

ZEISS NURA
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