Bestandsgeschichte

Forschungszentrum (W-Betrieb)

Mit der Bildung des Kombinates 1965 wurde ein erster Versuch unternommen, Betriebe zu vollstufigen Unternehmen auszubauen. Dementsprechend wurden Forschung und Entwicklung organisatorisch den einzelnen Betrieben zugeordnet. Eine zentrale Direktion für Forschung und Entwicklung blieb jedoch erhalten, die vor allem für die Vorlaufforschung und die Grundlagenforschung zuständig war.

Die innere Organisation der Laboratorien und Entwicklungsbüros betraf diese neu Zuordnung kaum. Die Laboratorien behielten ihre Namen und ihre Funktion, wenn sich auch die Strukturkürzel änderten. Die Laboratorien blieben im 1959 errichteten Forschungshochhaus. Das heißt, auch die informellen Prozesse änderten sich wenig. Diese Kontinuität zeigt sich auch in den Akten: Sie wurden einfach fortgeführt. Die Zuordnung zu den Betrieben blieb Episode. Nach eingehender Analyse dieser Akten ergab sich, dass die Aktenstruktur zu keinem tektonischen Schnitt berechtigt. Außerdem würde dies zu einer Zunahme der Unübersichtlichkeit führen. Daher wurden diese Akten in der Provenienzklassifikation weiterhin den alten Forschungseinrichtungen des VEB zugeordnet. Das führt also zu einer schiefen Anordnung: Während die anderen Akten des VEB nur bis 1964 reichen, sind die Akten der Forschung und Entwicklung bis 1970 noch dem VEB zugeordnet. Erst am 1.1.1971 mit der Gründung des Forschungszentrums ändert sich dies. Hier wurden nicht nur Forschung und Entwicklung sondern auch die Technologieentwicklung der Direktion "Technik" zusammengeführt.

Nach einigen Experimenten in der Organisation bildete sich 1976 eine Struktur heraus, die im wesentlichen in der ganzen Zeit der Existenz des Forschungszentrums erhalten blieb.
Die Experimente der Zwischenzeit betrafen weniger die Laboratorien und Entwicklungsbüros als vielmehr die Zwischenebene zwischen ihnen und der Forschungsdirektion. So waren die Laboratorien zeitweise in zwei Gruppen WL und WS aufgespalten.

1968 wurde ein eigenes Forschungszentrum für die Automatisierung der Technischen Vorbereitung AUTEVO gegründet. Das Forschungsleitzentrum FLZ AUTEVO wurde aus dem Staatshaushalt finanziert und hatte die Aufgabe, in internationaler Zusammenarbeit und mit den anderen Industriezweigen Forschungen für die computergestützte Produktionsvorbereitung voranzutreiben. Dafür standen Fördermittel zur Verfügung, die auch vom Maschinenbau, dem Anlagenbau, der Elektroindustrie und dem Bauwesen genutzt wurden. 1979 wurde das inzwischen auf eine Koordinierungsstelle AUTEVO reduzierte Forschungszentrum geschlossen. Die Themen und ein Teil des Personals gingen zunächst in die Abteilung X, dann in WEH, und später in WEK über.

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