Die gemeinsame Zeitschrift nach der Wiedervereinigung

Redaktionsalltag 1994: Gudrun Vogel beim Sichten <br/> und Auswählen von Fotos

Redaktionsalltag 1994: Gudrun Vogel beim Sichten
und Auswählen von Fotos

Dann kam die Wiedervereinigung. Auch die der beiden ZEISS Werke im Osten und Westen Deutschlands. Bereiche, die es sowohl in Oberkochen als auch in Jena gab, standen auf dem Prüfstand. Auch die Redaktion der „Jenaer Rundschau“ war davon betroffen. Vogel blieb allein übrig. Sie kämpfte um die „Jenaer Rundschau“, schrieb Briefe. Schließlich traf sie sich mit Pfeiffer. Anfangs begegnete man sich noch etwas skeptisch, aber schnell stand fest, dass das Unternehmen die Titel weiterführen wollte. Es entstand die „ZEISS Information mit Jenaer Rundschau“ – mit dem ersten gemeinsamen Logo. Chefredakteur wurde Pfeiffer, Vogel arbeitete die Themen aus Jena zu.

 

Nachdem Pfeiffer 1993 in den Ruhestand ging, war Vogel für die Kundenzeitschrift verantwortlich; in Oberkochen kam Dr. Hansjoachim Hinkelmann neu in die Redaktion. Gemeinsam erarbeiteten sie das Konzept für eine neue Publikation mit Magazincharakter und neuem Namen. Die erste Ausgabe kam pünktlich zum 150. Firmengeburtstag von Carl Zeiss im Jahr 1996 – die „Innovation“ war geboren und ein voller Erfolg. Das Heft 1, das in Englisch und Deutsch erschien, war schnell vergriffen.

Etliche Ausgaben folgten, bevor Hinkelmann 2001 seine Aufgabe an Dr. Dieter Brocksch weitergab. Brocksch, der für die Mikroskopie von Carl Zeiss als Produktmanager tätig war, wurde 2003 leitender Redakteur der „Innovation“. „Ich spreche dieselbe Sprache wie die Wissenschaftler, die wir fürs Heft als Autoren gewinnen wollten“, erklärt Brocksch. „Außerdem habe ich zu den wissenschaftlichen Themen einen einfacheren Zugang.“ Gemeinsam mit Vogel veränderte er die „Innovation“ nach und nach. „Alle Unternehmensbereiche sollten pro Ausgabe vertreten sein“, sagt Brocksch. „Außerdem hatten wir immer ein zentrales Thema.“

„magaziniger“ – die Kundenzeitschrift heute


Die Redaktion der „Innovation“ beim Besprechen der Ausgaben:
Gudrun Vogel, Silke Schmid und Dr. Dieter Brocksch (von links)

Die Redaktion der „Innovation“ beim Besprechen der Ausgaben: Gudrun Vogel, Silke Schmid und Dr. Dieter Brocksch (von links)

2007 entstand dann in der Konzernfunktion Kommunikation von Carl Zeiss der Bereich Innovationskommunikation, für den Silke Schmid zuständig ist. Zugeordnet wurden alle Konzernangelegenheiten, die sich mit Forschung und Entwicklung sowie Innovationen beschäftigten. Die gleichnamige Kundenzeitschrift gehörte ebenfalls dazu.

 

Schmid, ursprünglich Journalistin, leitete zuvor die Redaktion der Mitarbeiterzeitschrift von Carl Zeiss – sie ist nun für die „Innovation“ verantwortlich. Das Heft wurde im selben Jahr erneut in Aufbau und Aussehen überarbeitet. „Die ‚Innovation’ sollte noch ‚magaziniger’ werden“, erklärt Schmid. „Produktneuheiten und spannende Anwendungen sollten in unterhaltsamer Weise vermittelt werden.“

 

Dass das Konzept bei den Abonnenten gut ankommt, bewies die Leserumfrage mit der Medienforschungsagentur TNS Emnid im Jahr 2008. Darin gaben 80 Prozent der Leser an, dass sie die „Innovation“ vermissen würden, wenn es sie nicht mehr gäbe. Darüber freute sich die gesamte Redaktion, zu der nach wie vor Vogel und Brocksch gehören.

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