Ausbildung und Wanderjahre

1834 bis 1845

Carl Zeiss verließ Ostern 1834 seine Heimatstadt und wählte als erste Station seines weiteren Bildungsweges ein naheliegendes Ziel: Jena, gut 20 Kilometer östlich gelegen und Sitz der Landesuniversität.

In Jena bestimmte die Universität über Wohl und Wehe der Stadt. Die cives academici – Studierende, Professoren und andere Universitätsangehörige, die allesamt einer eigenen Gerichtsbarkeit unterstanden – machten zwar weniger als ein Fünftel der städtischen Bevölkerung aus, aber ihre Wirtschaftskraft ging weit darüber hinaus.

 

Während in Weimar die Herstellung von Luxusgütern florierte, besaß Jena eine größere Bandbreite an technischen Gewerken wie Kupferschmieden, Uhrmacher- und Mechanikerwerkstätten, die zum Teil von Aufträgen mit wissenschaftlichem Bezug lebten.

Ansonsten bot die Stadt gegen Ende des 18. Jahrhunderts ein trübes Bild. Nach einer kurzen Blüte um 1800, die mit Namen wie Friedrich Schiller, Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Friedrich Schelling, Johann Gottlieb Fichte oder Friedrich Schlegel verbunden ist, befand sich die Universität im Niedergang. Erst allmählich stieg die Zahl der Studenten wieder.

Wegmarken seiner Ausbildung

Karte des Deutschen Bundes ab 1830.
Quelle: GEI-Digital: http://gei-digital.gei.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:0220-gd-6313977
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