Wegbegleiter Ernst Abbe

1866 bis 1878

Porträt von Ernst Abbe im Jahr 1888.

Ernst Abbe im Jahr 1888
(Carl Bräunlich, ZEISS Archiv).

Carl Zeiss hatte schon mehrfach versucht, die Herstellung von Mikroskopobjektiven auf eine wissenschaftliche Basis zu stellen. Die Versuche von Friedrich Wilhelm Barfuß hatten zu keinem brauchbaren Ergebnis geführt.

1866 begann er eine Zusammenarbeit mit Ernst Abbe. Zunächst widmete sich Abbe der Entwicklung verschiedener Messgeräte zur genaueren Bestimmung der optischen Eigenschaften von Linsen – eine wichtige Voraussetzung für die rationelle Fertigung. Die Arbeitsteilung zwischen Mechanik und Optik wurde intensiviert. Zugleich konstruierte Abbe einen neuartigen Beleuchtungsapparat. 1869 begann er mit der Berechnung von Objektiven. Diese Aufgabe stellte sich aber als schwierig heraus. Erst nach langwierigen Berechnungen und Versuchen gelang es, den Erfahrungsrückstand der Zeiss’schen Werkstatt gegenüber den seit langem etablierten Wettbewerbern auszugleichen und diese schließlich zu überflügeln.

Am 12. September 1871 konnte Abbe den Konstruktionsplan für ein starkes Wasser-Immersionsobjektiv präsentieren. Seit 1872 wurden alle Mikroskopobjektive nach den Berechnungen von Abbe hergestellt.

Reisemikroskop nach Strasburger IIIc

aus dem Jahr 1876 (Sammlung Mappes)
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Homogenen Immersion (Foto: ZEISS Archiv) Immersionsobjektiv K von 1881 (Foto: Timo Mappes).

Schnittbild der Homogenen Immersion (Foto: ZEISS Archiv) und Immersionsobjektiv K von 1881 (Foto: Timo Mappes).

Immersionsobjektive

Ein durchschlagender Erfolg

Das erste homogene Öl-Immersionsobjektiv, dessen Entwicklung auf die Anregung von John Ware Stephenson zurückging, wurde seit Frühjahr 1877 gefertigt. Hierbei nutze man zwischen Untersuchungsobjekt und Objektiv eine Immersionsflüssigkeit, etwa Zedernholzöl, mit einem deutlich höheren Brechungsindex als Luft. Damit verbesserte sich – neben anderen Vorteilen wie der Reduzierung von Reflexionen – die Auflösung des Mikroskops spürbar.

Am 8. Januar 1879 konnte Abbe seinem Freund Anton Dohrn vom Erfolg des neuen Produkts berichten:

,,Bei Zeiss geht es in letzter Zeit sehr gut. Wir sind mit einem Vierteljahr stets im Gedränge, um den Bestellungen entsprechen zu können. Namentlich haben die neuen Objektive (Oel-Immersion) – von welchen Sie schändlicherweise noch immer kein Exemplar erhalten haben, weil die fertig werdenden abgehen wie die warmen Semmeln – das Prestige der Werkstatt in Deutschland und außerhalb stark gehoben. Im letzten halben Jahr haben wohl alle Berliner Institute, bei denen wir bisher noch gar keinen Fuss gefasst hatten, grosse Mikroskope hier bestellt.“ 

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Unternehmensgröße

1 – 33 Mitarbeiter

Mikroskop-Entwicklung

2.000. Mikroskop

Urkunden

Vertrag mit Abbe

Zeitgeschehen

Deutsche Reichsgründung
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