Geschichte der Ferngläser von Carl Zeiss

  • Wie alles begann

    Wie alles begann

    Das Fernglas-Design, wie wir es heute kennen, wurde vor über 100 Jahren erfunden. Mit der Kombination zweier monokularer Teleskope gelang es dem Unternehmen ZEISS, ein Fernglas auf den Markt zu bringen, das ein natürliches Bild mit erhöhter dreidimensionaler Wahrnehmung liefert. Seit 1954 verwendet ZEISS Teleskoplinsen, um eine kompaktere Bauweise zu ermöglichen. Dieses Vorhaben kulminierte 1969 in der Einführung des Taschen-Fernglases, dem ZEISS 8x20, das gefaltet werden konnte, sodass es in einer Tasche Platz findet. Einen weiteren Höhepunkt stellt das 20x60 dar, das 1990 auf den Markt kam und über eine revolutionäre Bildstabilisierungsfunktion verfügt. Mit der Einführung des Victory FL im Jahr 2004 wurden mithilfe fluoridhaltiger Gläser auf neuartige Weise Farbabweichungen reduziert. Mit dem Victory HT aus dem Jahr 2012 konnte zum ersten Mal eine Lichtdurchlässigkeit von mehr als 95% realisiert werden.

  • 1894 - 1914

    1894

    Das Prismenfernglas mit vergrößertem Objektivabstand verbessert die Abbildungsqualität durch eine erhöhte Schärfentiefe.

    1897

    Moritz Carl Hensoldt stellt das weltweit erste Fernglas mit Dachprismen vor – das Penta 7x29 Model A.

    1898

    Dosenfernrohr.

  • 1915 - 1945

    1917

    Einführung von Weitwinkelokularen im Fernglasbau.

    1923

    Hand-Teleskop mit einstellbarer 4- bis 20-facher Vergrößerung.

    1935

    Erfindung des reflexmindernden T-Belages durch Alexander Smakula, der die Lichtdurchlässigkeit der Ferngläser um 50 Prozent steigert.

  • 1946 - 1989

    1954

    Die Verwendung von Teleobjektiven ermöglicht kompaktere Bauweisen.

    1964

    Vorstellung der Dialyt Ferngläser mit geradsichtigem Prismenumkehrsystem nach Schmidt. Der Strahlengang wird stark „aufgewickelt“, das Fernglas wird schlank und klein.

    1969

    Umwälzende Neuerung auf dem Fernglasmarkt durch Einführung des ZEISS Taschenfernglases (8x20). Ein zweiachsiges doppeltes Gelenk ermöglicht ein Zusammenklappen des Fernglases auf Taschenformat, ein glasfaserverstärkter Kunststoff für das Gehäuse macht das Fernglas 135 g leicht.

    1988

    Durch das P-Coating von ZEISS – einer phasenkorrigierenden Beschichtung der Dachflächen bei Dachprismen – werden Interferenzeffekte durch Phasenverschiebungen bei der Bildumkehr beseitigt. So wird die Abbildungsqualität durch Steigerung von Kontrast und Auflösung weiter erhöht.

  • 1990 - 2003

    1990

    ZEISS führt als erster Hersteller der Welt das Fernglas 20x60 S mit mechanischer Bildstabilisierung ein. Durch diese Technologie wird die Handunruhe des Beobachters eliminiert und eine erfolgreiche Freihandbeobachtung mit 20-facher Vergrößerung möglich.

    2000

    Lancierung der Ferngläser Victory 8/10x40 und 8/10x56.

    2001

    Spektive mit unterschiedlichen Okularen eröffnen Vogelbeobachtern gänzlich neue Möglichkeiten.

    2003

    Vorstellung der Ferngläser Conquest 8/10x30 und 12/15x45.

  • 2004 bis heute

    2004

    Mit dem Victory FL kommen erstmals fluoridhaltige Gläser im Fernglas zum Einsatz. So wird eine nie vorher gekannte Schärfe und Farbsaumfreiheit erreicht.

    2006

    Die LotuTec Beschichtung kommt zum Einsatz.

    2008

    Die binokularen und monokularen Victory RF Ferngläser sind mit einem voll integrierten Laser-Entfernungsmesser und einem Ballistikprogramm ausgestattet, das den Geschossabfalls anzeigt.

    2010

    Das PhotoScope ist ein Spektiv der Spitzenklasse mit 15- bis 45-facher Vergrößerung und integrierter 7-Megapixel-Kamera. Mit ihm sind gleichzeitig Beobachtung und Bildaufnahme möglich.

    2012

    CONQUEST HD (High Definition) 8/10x42 Fernglas mit ED-(Extralow Dispersion)-Glas.

    2012

    VICTORY HT (High Transmission) Fernglas mit unerreichter Lichtdurchlässigkeit.

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