Mein Türöffner zum Durchstarten

Moritz sitzt im Oberkochener Kundenzentrum und ist umringt von schweren Fernsehkameras. Normalerweise werden hier Kunden und Besucher in die Welt der hochpräzisen industriellen Messtechnik von ZEISS eingeführt, jetzt ist auf einer mannshohen LED-Leinwand der Schriftzug „ZEISS Innovation Rocks“ zu lesen. Morgen beginnt die digitale Produkt-Launch-Serie des Messtechnikbereichs. In einem Jahr ohne Live-Messen sind alle Augen auf das Online-Event gerichtet – und damit auch auf Moritz.

„Morgen haben wir hier Tausende Zuschauer im Live-Stream, da muss jeder Kameraschwenk sitzen“, sagt er. Als Live-Messen über den gesamten Globus abgesagt wurden, war der Verantwortliche für die globale Kundenkommunikation des Messtechnikbereichs gemeinsam mit seinem Marketing-Team gefragt. „Produkt-Launches mussten auf einmal komplett online gedacht werden – auch im Bereich der Live-Kommunikation.“ Aber Moritz kann online. Das hat er schon als Trainee bei ZEISS bewiesen. Am Ende leisteten die „ZEISS Innovation Rocks“ ihren Beitrag, dass die Lead-Zahlen aus dem Rekordjahr 2019 sogar noch übertroffen wurden. Die vielen neugierigen Augen auf seinem Projekt waren keine Last für ihn. Wieder einmal.

Jenny Rom
Mit dem Hobby zum Beruf

Moritz merkt früh, dass er sich in verantwortlichen Positionen wohl fühlt. Mit 22 Jahren ruft ihn der Deutsche Skiverband in die Skilehrer-Nationalmannschaft, der deutschlandweit nur 40 Trainer angehören. Mit Anfang 20 unterrichtet Moritz also gestandene Skifahrer, die selbst Skilehrer werden wollen. „Da habe ich wirklich gelernt, Verantwortung für Menschen zu übernehmen – und auch ein Stück weit mich durchzusetzen“, sagt er.

Für das Hobby „opfert“ er gern seine Freizeit, die ihm sein Studium an der European School of Business in Reutlingen gibt. Denn schon damals ist ihm klar: „Das ist eine super Management-Ausbildung neben dem Studium. Ich lerne ständig neue Menschen kennen, die ich persönlich weiterbringen muss.“ So wird sein Hobby zur Persönlichkeitsbildung für den späteren Beruf.

Ich wollte aber ein tiefes Verständnis über ein Unternehmen entwickeln, von den dortigen Technologien und Märkten. Ein Traineeprogramm war für mich dann die logische Konsequenz.

Verantwortung als Trainee

Mit menschlicher Führung kennt sich Moritz also aus. Fachlich will er aber noch tiefer gehen, als sein Studium das zulässt. Sein Master in International Business mit dem Schwerpunkt Marketing, inklusive eines Auslandsaufenthalts in Tokyo, gibt ihm einen generalistischen Überblick – „ich wollte aber ein tiefes Verständnis über ein Unternehmen entwickeln, von den dortigen Technologien und Märkten. Ein Traineeprogramm war für mich dann die logische Konsequenz.“

Und bei ZEISS sieht der gebürtige Schwabe seine besten Entwicklungschancen. „ZEISS bietet für Leute, die etwas bewegen wollen, sehr gute Voraussetzungen. Es ist ein globales Unternehmen – aber mit ein bisschen mehr als 32.000 Mitarbeitenden hat es die perfekte Größe, um seine eigenen Fußspuren zu hinterlassen.“ Dabei nutzt Moritz eine große Stärke des Traineeprogramms: die Flexibilität. Normalerweise durchlaufen die Trainees drei bis vier globale Assignments mit unterschiedlichen Projekten innerhalb des Konzerns. Moritz war jedoch seine komplette Traineezeit einem Projekt zugeteilt. Und das von Beginn an als Projektleiter. Der individuelle Aufbau des Programms gibt das her. „Dazu muss man sagen, dass es ein Ein-Mann-Projekt war“, sagt er. „Aber ich habe den globalen Roll-Out eines Online-Marketing-Tools im Geschäftsbereich der Messtechnik verantwortet und das hat mich in viele Ecken der ZEISS Welt gebracht.“

Globale Fußspuren

Von Amerika bis China ist Moritz in den 15 Monaten des Traineeprogramms unterwegs – und bringt das Projekt zum Erfolg. „Von den Kontakten, die ich in dieser Zeit geknüpft habe, profitiere ich heute noch“, sagt er. Mit dem wachsenden Netzwerk entwickelt er sein fundiertes und tiefes Verständnis über den Markt der Messtechnik, über die Stärken der ZEISS Produkte sowie die Möglichkeiten, wie er mit seinem Marketingwissen Einfluss auf das Geschäft nehmen kann. Moritz fühlt sich nun auch fachlich bereit, mehr Verantwortung zu übernehmen. „Ich war damals einer von sechs Trainees im Unternehmen. Mir war schon klar, dass wenn ich die Lust nach Verantwortung signalisiere, werde ich auch in diese Richtung gefördert.“

Nach seinem Traineeprogramm wird Moritz immer mehr Projektverantwortung übertragen. Und es dauert nicht lange, bis er zunächst Führungsaufgaben in der digitalen Kundenkommunikation übernimmt. Seit Anfang 2020 führt er das Team, das an der Schaltzentrale zur globalen Kundenkommunikation im Messtechnikbereich sitzt.

„Die Verantwortung, die ich heute trage, ist auch aufs Traineeprogramm zurückzuführen“, sagt er. „Ich wollte schon immer Dinge bewegen, auch in einer verantwortungsvollen Position. Und das Trainee-Programm war dabei letztlich der Türöffner.“ Für eine Position, in der er seine eigenen Fußspuren hinterlassen kann. Zum Beispiel mit den „ZEISS Innovation Rocks“. Und dafür trägt er gern die Verantwortung.

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