Ein Trainee zwischen Theorie und Praxis

Mit den Weihnachtsgeschenken der Eltern ist das oft so eine Sache. Von zu kleinen Klamotten bis zu lang ersehnten Konzertkarten ist die Spanne zwischen unnötig und sehr nützlich recht groß. Lukas freut sich daher eher über kleine Geldgeschenke – die er über die letzten Jahre angespart hat, um sich einen lang gehegten Wunsch selbst zu erfüllen: „Den Traum von einem eigenen 3-D-Drucker hatte ich seit dem Studium. Ich war schon stolz, als er endlich in der Wohnung stand“, sagt er immer noch euphorisch. Sein erstes Projekt: Ein Traktor, mit selbst eingebautem, per App zu steuernden elektrischen Motor. „Das Tüfteln und Integrieren von Mechanik und Elektronik ist ein großes Hobby von mir.“ Wie gut, dass er das auch beruflich macht.

Denn nicht nur Sportler oder Kreative können ihr Hobby zum Beruf verwandeln. Auch Ingenieure schaffen das, Lukas ist ein gutes Beispiel dafür. Das Traineeprogramm bei ZEISS ermöglicht ihm heute, diese Leidenschaft für sein Hobby in verantwortungsvollen Projekten einzubringen. Und gleichzeitig jeden Tag dazulernen zu dürfen. Eigentlich genau das, was er suchte.

Jenny Rom
Theorie und Praxis: die Mischung macht‘s

Während seines Studiums an der TU Ilmenau beschäftigt sich Lukas mit besonderen Aktuatoren und Sensoren. Im Rahmen seiner Mechatronik-Masterarbeit arbeitet er an einem Projekt, in dem er eine automatisierte Steuerung für einen Roboter konzipiert, aufbaut und programmiert. Ein solch komplexes Gerät kann nur funktionieren, wenn Mechanik und Elektronik eine perfekte Symbiose bilden. Das fasziniert Lukas. So sehr, dass er noch mehr Wissen in diesem Feld aufbauen möchte. Mit einer Doktorandenstelle in Aussicht kommen Lukas aber Zweifel an seinen Zukunftsplänen: „Will ich wirklich Literatur recherchieren, Paper schreiben und Bildungsdokumente erstellen?“

Die Kombination aus wissenschaftlicher Forschung und direkter praktischer Umsetzung in Hochtechnologie ist für mich die perfekte Verbindung.

Der Drang, seine Ideen in die Praxis umzusetzen arbeitet in ihm. Aber wie lässt sich das mit dem Wunsch nach einer noch tieferen Ausbildung verbinden? „Das klingt ein bisschen wie im Film – aber als ich meine jetzige Stelle in Verbindung mit dem Traineeprogramm gesehen habe, dachte ich: Genau das ist es!“

Das Besondere am Global Graduate Program (GGP), dem Traineeprogramm bei ZEISS, ist die individuelle Ausrichtung auf die spätere Zielstelle. Für jeden Trainee wird das Programm also auf die eigenen Bedürfnisse und die der späteren Aufgaben ausgerichtet – und die Stelle in der Halbleiterfertigungstechnik überzeugte Lukas. „Die Kombination aus wissenschaftlicher Forschung und direkter praktischer Umsetzung in Hochtechnologie ist für mich die perfekte Verbindung“, sagt er. Auch mit Blick auf seine Weiterentwicklung.

Mit Verantwortung durchs Trainee-Programm

Als Embedded Systems-Ingenieur ist Lukas die Schnittstelle zwischen Elektronik und Mechanik. Er sorgt beispielsweise dafür, dass elektronische Bauteile und Leiterkarten an der richtigen Stelle eingesetzt werden – und zwar in Module, die später in Maschinen zur Mikrochipherstellung verbaut werden. Die Anforderungen sind dabei enorm komplex. Denn um später Mikrochips herzustellen, wird unter anderem Vakuum und extrem ultraviolettes Licht (EUV-Licht) eingesetzt. „Solche herausfordernden Anforderungen findet man höchstens in der Raumfahrt, das ist unglaublich spannend“. Die verantwortungsvollen Projekte lassen sein Fachwissen wachsen.

Gleichzeitig sieht Lukas durch die internationalen und geschäftsbereichsübergreifenden Assignments auch die Welt links und rechts seiner Schaltkreise, lernt neue Technologien kennen und spinnt sein berufliches Netzwerk. „Mir war wichtig, dass ich zu Beginn meiner beruflichen Laufbahn noch viel dazulernen kann. Das ist hier jeden Tag auf mehreren Ebenen der Fall.“

Die Zukunft im Blick

Auch für die Zeit nach dem Trainee-Programm hat Lukas ein paar Optionen ins Auge gefasst. Denn das Global Graduate Program bietet seinen Alumnis die besten Voraussetzungen in absehbarer Zeit Verantwortung zu übernehmen. Und das nicht nur auf Führungsebene. „Die Fach- oder Projektlaufbahn bietet für uns Naturwissenschaftler und Ingenieure eine gute Perspektive“, sagt er. Als Pendant zur Management-Laufbahn können sie hier zu Fachexperten aufsteigen und fachlich oder projektbezogen führen – ohne Verantwortung für ein Team übernehmen zu müssen.

Doch zunächst konzentriert sich Lukas darauf, seine Skills mit der wachsenden Projektverantwortung im Global Graduate Program weiter auszubauen, damit seine Lernkurve steil bleibt. So kann er den nächsten Schritt bei ZEISS gehen und weiter sein Hobby im Beruf finden. Denn genau das war es ja, was er suchte.

Im Video erzählt Lukas unter anderem, warum er sein Traineeprogramm als Embedded System Ingenieur in der ZEISS Halbleiterfertigungssparte so spannend findet.

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