Sandrine Tea

Hier habe ich das Gefühl, dass ich mit meiner Arbeit wirklich etwas bewegen kann!

Sie hätte nicht gedacht, dass sie einmal im Bereich Augenoptik arbeiten würde: Sandrine studierte Chemie in Paris und Lyon und promovierte an der Universität Bayreuth. Bei der anschließenden Jobsuche stieß sie auf eine Stellenanzeige von ZEISS, die genau ihrem Profil entsprach. Im Interview erzählt sie, was sie an ZEISS und ihrer Arbeit im Unternehmensbereich Vision Care schätzt.

Sandrine, was macht ZEISS für Dich als Arbeitgeber attraktiv?
Das ist zum einen, dass das Unternehmen nicht börsennotiert ist, sondern Eigentum der Carl-Zeiss-Stiftung. Das gefällt mir einfach persönlich. Zum anderen schätze ich die Entwicklungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten: Mir ist es wichtig, dass ich mich weiterentwickeln kann. Deshalb habe ich zum Beispiel gleich im Vorstellungsgespräch danach gefragt. Als Antwort erhielt ich eine ziemlich umfangreiche Auflistung mit Weiterbildungsmöglichkeiten – das hat mich sehr beeindruckt. Auch die Tatsache, dass ich als Chemikerin von der Forschung und Entwicklung ins Produktmanagement wechseln konnte, spricht für sich. Und als drittes finde ich es schön, dass ich während meiner ganzen Zeit bei ZEISS keine Kompromisse zwischen Arbeit und Privatleben machen muss: Das Unternehmen ermöglicht eine gute Balance.

Wie bist Du als promovierte Chemikerin zu ZEISS ins Produktmanagement gekommen?
Ich kannte ZEISS aus der Wissenschaft eher als Hersteller von Mikroskopen. Deshalb war ich zunächst überrascht, als ich die Stellenanzeige gelesen habe: Gesucht wurden Materialwissenschaftler und Entwicklungsingenieure, sodass mein Profil wunderbar gepasst hat. Und so habe ich 2012 im Unternehmensbereich Vision Care bei ZEISS angefangen. Zunächst habe ich in der Forschung und Entwicklung von Kunststoffgläsern gearbeitet. Insbesondere bei der Entwicklung und Herstellung der Gläser spielt die Chemie eine tragende Rolle. Allerdings habe ich gemerkt, dass mich die wirtschaftlichen Aspekte auch interessieren: Ich wollte wissen, warum bestimmte Produkte entwickelt werden. In welchen Märkten werden sie verkauft und mit welchen Konzepten vermarktet? Aus diesem Grund bin ich im Februar 2015 zum Produktmanagement gewechselt.

Welche Produkte betreust Du momentan?
Dazu kurz vorab zur Erklärung: Ein Brillenglas besteht aus einem Grundmaterial, das ein bestimmtes Design und eine Beschichtung hat. Manchmal erhält es ein so genanntes „Treatment“, das heißt, es ist gefärbt oder polarisiert. Ich betreue momentan die Kategorien „Grundmaterial“ und „Beschichtung“. Außerdem wird unser Portfolio gerade mit einem neuem Material ergänzt. In diesem Rahmen arbeite ich an verschiedenen Beschichtungen, inklusive der nächsten Generation unserer Premium-Entspiegelung.

Was sind dabei konkret Deine Aufgaben?
Ich begleite alle diese Projekte in den verschiedenen Phasen des Produktlebenszyklus: Das heißt, ich kümmere mich um das Aufnehmen der Anforderungen der verschiedenen Märkte und die Potenzialanalyse. Ich bin beteiligt, wenn die Machbarkeit geprüft und das Produkt entwickelt wird. Dabei arbeite ich eng mit der Forschung und Entwicklung zusammen – da sind meine Kenntnisse aus der Chemie sowie der Forschung und Entwicklung unglaublich hilfreich. Anschließend folgen der Produktlaunch und die Implementierung in den verschiedenen Ländern: Die verschiedenen Märkte müssen über die Vorteile des neuen Produktes informiert werden. Nach dem Launch beobachten wir, wie sich das Produkt verkauft. Dabei arbeite ich ganz eng mit den lokalen Produktmanagern zusammen und unterstütze sie bei Fragen.

Was schätzt Du an Deiner Arbeit ganz besonders?
Zum einen begeistert es mich, den gesamten Produktzyklus zu begleiten. Zum anderen mag ich das internationale Arbeiten. Ich finde es einfach spannend, die verschiedenen Anforderungen aufzunehmen und zu konsolidieren, um ein Produkt zu entwickeln, das in möglichst vielen Märkten funktioniert. Und außerdem sind Brillengläser ein Produkt, mit dem wir einen direkten Einfluss auf die Lebensqualität von Menschen haben – und ich arbeite daran mit. Hier habe ich das Gefühl, dass ich mit meiner Arbeit wirklich etwas bewegen kann.

Dr. Sandrine Tea

Position
Produkt Manager,
Unternehmensbereich Vision Care

Ausbildung
Doktor der Naturwissenschaft (Dr. rer. nat.)

Mein wichtigster Karriereschritt
Das war mein Wechsel zum Produktmanagement – einfach, weil ich seitdem so viel gelernt habe und immer noch weiter dazulerne.