Deutsches Optisches Museum in Jena

Deutsches Optisches Museum wird mit Stiftung und Finanzierung von insgesamt 25 Millionen Euro auf den Weg gebracht


  • Anlässlich des 200. Geburtstags von Carl Zeiss ist wichtiger Meilenstein für Deutsches Optisches Museum in Jena erreicht
  • Fünf Träger der Stiftung Deutsches Optisches Museum (D.O.M): Carl Zeiss AG, Carl-Zeiss-Stiftung, Ernst-Abbe-Stiftung, Friedrich-Schiller-Universität und Stadt Jena
  • 10 Millionen für Investitionen und Finanzierung einer Professur, weitere 15 Millionen für laufenden Betrieb zugesagt
  • D.O.M. soll als forschendes Museum und moderne Bildungsstätte ein Leitmuseum für Optik und Photonik werden – damit entsteht ein attraktiver Anziehungspunkt für Stadt und Region

JENA, 9. September 2016.




Anlässlich der Feierlichkeiten zum 200. Geburtstag von Carl Zeiss wurde die Gründung der Stiftung Deutsches Optisches Museum in Jena beschlossen. Damit einhergehend ist eine nachhaltige Finanzierung für das zukünftige Deutsche Optische Museum gesichert. So ist ein wichtiger Schritt erreicht, um durch Neukonzeption und Umbau das traditionsreiche Optische Museum in Jena zu einem forschenden Museum und Referenzort für die Darstellung der Geschichte von Optik und Photonik in der nationalen und internationalen Museumslandschaft zu entwickeln. Zugleich soll das Deutsche Optische Museum eine Begegnungsstätte für die Öffentlichkeit und Experten mit vielfältigen Bildungsangeboten sowie ein attraktiver, touristischer Anziehungspunkt für Stadt und Region werden.


Eine wesentliche Rolle spielt die forschende Ausrichtung des Deutschen Optischen Museums. Dies spiegelt sich in der Struktur der Stiftung wider und wird die Neukonzeption entscheidend mitbestimmen. Dabei sollen auch wesentliche Aspekte einer modernen Wissenschaftskommunikation berücksichtigt werden. Neben der modernen museologischen Aufbereitung der Sammlungen und interaktiven Bildungsmöglichkeiten speziell für MINT-Fächer, sollen beispielsweise auch neue Themen zur Wissenschaftsgeschichte der Optik und Photonik zur Profilierung des neuen Museums beitragen – ebenso die Vernetzung mit internationalen Museen und Sammlern sowie zahlreiche Sonderausstellungen. Dazu wird die bisherige Ausstellungsfläche nach modernen Maßgaben der Museumgestaltung neu konzipiert und in ihrer Nutzung erweitert.


Fünf Träger der Gründungsstiftung

Die neue Stiftung Deutsches Optisches Museum will Wissenschaft, Forschung, Bildung und Ausbildung im Bereich der Optik und Photonik und des optischen Gerätebaus fördern. Sie fungiert als Trägerinstitution des Deutschen Optischen Museums in Jena und verantwortet die Neugestaltung sowie den Betrieb des Museums.


Gründungsstifter sind die Ernst-Abbe-Stiftung als Eigentümer des heutigen Optischen Museums, die Carl Zeiss AG, die Carl-Zeiss-Stiftung, die Friedrich-Schiller-Universität und die Stadt Jena.


10 Millionen Euro für Investitionen und Einrichtung einer Professur

Gemeinsam werden die Gründungsstifter das Investitionsvolumen aufbringen und auch die Finanzierung der laufenden Kosten für 20 Jahre sicherstellen. Für die Neukonzeption und Umsetzung des Museumsprojektes sind Anfangsinvestitionen sowie für die Einrichtung der Professur 10 Millionen Euro eingeplant. Weitere 15 Millionen Euro sind für den laufenden Betrieb vorgesehen. Die Stiftung Deutsches Optisches Museum will darüber hinaus weitere Mittel einwerben und ist offen für Zustiftungen.


Ein wichtiger Beitrag der Friedrich-Schiller-Universität ergibt sich aus der Verzahnung der Museumsleitung mit einer Professur und der damit einhergehenden engen wissenschaftlichen Vernetzung von Museum, Forschung und Lehre.


Struktur der Stiftung Deutsches Optisches Museum

Die Stiftung wird von einem Kuratorium, dem Vertreter der fünf Gründungsstifter als Mitglieder angehören, sowie dem Museumsdirektor geleitet. Der Museumsdirektor wird in Personalunion eine Professur an der Friedrich-Schiller-Universität innehaben. Ein wissenschaftlicher Beirat wird fachlich beratend zur Seite stehen.


2017 sollen Planungen abgeschlossen sein

Nach Zustimmung der Gremien der beteiligten Stiftungspartner soll die Stiftung noch im Herbst 2016 formal rechtlich eingetragen werden und ihre Aktivitäten aufnehmen.


Anfang 2017 sollen die Bestellung des Museumsdirektors sowie unter seiner Federführung die detailliertere Neukonzeption, Planung und Vergabe für das Projekt erfolgen, so dass dann zügig die Umbaumaßnahmen erfolgen können. Die Wiedereröffnung des Museums ist für ca. zwei Jahre nach Beginn der Umbaumaßnahmen geplant.


Führungen, Gewinnspiel und Fotoaktion am Carl Zeiss Geburtstag im Optischen Museum Jena

Am 11. September steht in Jena alles im Zeichen des 200. Geburtstags des Unternehmensgründers Carl Zeiss. Im Optischen Museum in Jena finden während des Tages neben kostenlosen Führungen zwei besondere Aktionen statt: Bei einer Blitzumfrage zu den Wünschen der Besucher für das neue Museum gewinnen drei Teilnehmer jeweils eine ZEISS VR ONE Plus (Virtual Reality Brille). Zudem können sich Besucher an diesem Tag im Museum fotografieren lassen. Nach dem Umbau in den neuen Räumen wird das Motiv nochmal aufgenommen, um einen Vorher-Nachher-Effekt zu erzielen.




Zitate der jeweiligen Stiftungsträger

„Das Deutsche Optisches Museum ist ein Glücksfall für Jena. Vor allem wird die touristische Attraktivität gesteigert. Aber auch unter städtebaulichen Gesichtspunkten profitiert Jena, da es den Carl-Zeiss-Platz aufwerten wird. Also eine geniale Verbindung aus touristischer und historischer Sicht.“
Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena


„Der 200. Geburtstag von Carl Zeiss ist für uns genau der richtige Zeitpunkt, um für Jena als Wiege der modernen, wissenschaftlichen Optik ein Deutsches Optisches Museum zu realisieren. Wir freuen uns, dass die ursprüngliche Initiative von ZEISS und der Ernst-Abbe-Stiftung nun zu einem für Jena charakteristischen gemeinsamen Engagement von Wirtschaft, Stadt, Universität und öffentlich-rechtlichen Stiftungen geführt hat. So kann ein wichtiger Impuls für die Stadt, Bildung und Wissenschaft gesetzt werden.“
Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG


„Das Optische Museum ist ein traditionsreicher und in Jena beliebter Bildungsort, der für die enge Verbindung der Stadt mit ihrer optischen Industrie und Forschung steht. Die Ernst-Abbe-Stiftung als bisherige Eigentümerin des Optischen Museums in Jena freut sich, dass durch diese Initiative das Museum in eine neue Dimension von Forschung und Vermittlung von Optik und Photonik entwickelt werden kann und so weit über Jena hinaus sichtbar wird.“
Prof. Dr. Thomas Deufel, Vorstandsvorsitzender der Ernst-Abbe-Stiftung


„Als forschendes Museum wird das Deutsche Optische Museum eng mit der Friedrich-Schiller-Universität Jena verbunden sein. Schüler und Studierende werden vom D.O.M. als einen attraktiven Ort der Ausbildung profitieren.“
Prof. Dr. Walther Rosenthal, Präsident der Friedrich-Schiller-Universität


„Als Wissenschaftsförderstiftung beteiligen wir uns insbesondere an der Finanzierung der Professur des künftigen Direktors des Deutschen Optischen Museums an der Friedrich-Schiller-Universität. Museum und Universität werden so personell miteinander verzahnt. Dadurch und durch die von den erfolgreichen Leibniz-Forschungsmuseen übernommene Organstruktur mit enger Einbindung eines wissenschaftlichen Beirats sichern wir die Wissenschaftlichkeit und damit zugleich die Zukunftsfähigkeit des Museums.“
Dennys Klein, Stellvertretender Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung

Prof. Dr. Thorsten Heinzel, Universität Jena, Dennys Klein, stellvertretender Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung, Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, Prof. Dr. Thomas Deufel, Vorstandsvorsitzender der Ernst-Abbe-Stiftung und Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena (v.l.n.r.) bringen das Deutsche Optische Museum in Jena auf den Weg. Foto: Jürgen Scheere/ZEISS
Bild-Download


Die Verhüllung des Optischen Museums in Jena kündigt es an: Mit der Gründung einer Stiftung ist ein wichtiger Schritt und eine nachhaltige Finanzierung für die Neukonzeption und den Umbau zum Deutschen Optischen Museum gesichert. Die Vertreter der Gründungsstiftung: Prof. Dr. Thomas Deufel, Vorstandsvorsitzender der Ernst-Abbe-Stiftung, Prof. Dr. Thorsten Heinzel, Vizepräsident für Forschung der Friedrich-Schiller-Universität, Prof. Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG, Dr. Albrecht Schröter, Oberbürgermeister der Stadt Jena, und Dennys Klein, Stellvertretender Geschäftsführer der Carl-Zeiss-Stiftung (v.l.n.r.).
Bild-Download






Ansprechpartner für die Presse

Jörg Nitschke
Pressesprecher
ZEISS Gruppe
Tel.: +49 7364 20-3242
joerg .nitschke @zeiss .com





Über ZEISS:

ZEISS ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern der optischen und optoelektronischen Industrie. Die ZEISS Gruppe entwickelt und vertreibt Lithographieoptik, Messtechnik, Mikroskope, Medizintechnik, Brillengläser sowie Foto- und Filmobjektive, Ferngläser und Planetariumstechnik. Mit seinen Lösungen bringt der Konzern die Welt der Optik weiter voran und gestaltet den technologischen Fortschritt mit. ZEISS ist in die vier Sparten Semiconductor Manufacturing Technology, Research & Quality Technology, Medical Technology, Vision Care/Consumer Optics gegliedert. ZEISS ist in mehr als 40 Ländern vertreten und verfügt über mehr als 30 Produktionsstandorte, über 50 Vertriebs- und Servicestandorte sowie rund 25 Forschungs- und Entwicklungsstandorte.

Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte der Konzern mit rund 25.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Sitz des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen. Die Carl Zeiss AG führt die ZEISS Gruppe als strategische Management-Holding. Alleinige Eigentümerin der Gesellschaft ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de






Weitere Informationen