Historisches ZEISS Mikroskop

Historisches Mikroskop für ZEISS Archiv

Stativ vermutlich von Carl Zeiss selbst gefertigt

JENA, 9. August 2016.


Das Unternehmen hat anlässlich des 200. Geburtstages von Carl Zeiss am 11. September 2016 ein historisches Mikroskop für das Unternehmensarchiv erworben. Das Einfache Mikroskop, das aus dem Jahr 1850 stammt, wurde mit höchster Wahrscheinlichkeit von Carl Zeiss selbst gefertigt.

Manfred Eichel aus der hessischen Stadt Lahntal hatte das Mikroskop schon als Jugendlicher bei einer Apothekenauflösung erworben. Er bot es ZEISS exklusiv an. Da es im Unternehmensarchiv in Jena kein vergleichbares Instrument gab, hat ZEISS das sehr gut erhaltene Mikroskop gekauft. Es hat noch keine Seriennummer, ist auf einen Holzfuß geschraubt und besitzt Handstützen und Lochblendenscheibe. „Wir freuen uns über dieses seltene Exemplar, das vermutlich noch aus den Händen unseres Firmengründers selbst stammt“, erklärte Dr. Wolfgang Wimmer, Leiter des ZEISS Archivs bei der Übergabe. „Es ist eine sehr gute Ergänzung unserer historischen Sammlung.“

Das Mikroskop soll zunächst die Wanderausstellung „Carl Zeiss (1816-1888) – Ein visionärer Unternehmer“ begleiten, die ab dem 5. September in der Goethe Galerie zu sehen sein wird. Später wird die Rarität im Kundenzentrum der Mikroskopie neben anderen historischen Mikroskopen ausgestellt werden. „Unsere Kunden im In- und Ausland sind immer wieder fasziniert von unserer Firmengeschichte“, bestätigt Dr. Markus Weber, Geschäftsführer der Carl Zeiss Microscopy GmbH. „Nur wenige Unternehmen können auf eine so lange Tradition zurückblicken“.

Carl Zeiss wurde am 11. September 1816 in Weimar geboren. Am 17. November 1846 eröffnete er in Jena eine kleine Werkstatt für Feinmechanik und Optik und legte damit den Grundstein für den heute weltweit tätigen Technologiekonzern ZEISS. Zunächst konstruierte, baute und reparierte Zeiss physikalische Instrumente. Im Jahre 1847 fing er an, einfache Mikroskope zu fertigen, seit 1857 baute er auch zusammengesetzte Mikroskope. Von 1866 an arbeitete er mit Ernst Abbe zusammen mit dem Ziel, Objektive auf rechnerischer Grundlage herzustellen. Seit 1872 wurden nur noch Objektive verkauft, die nach Abbes Berechnungen gefertigt waren. Die hohe Nachfrage führte zum Wachstum des Unternehmens. 1879 begann die Zusammenarbeit mit Otto Schott, der mit neuen optischen Gläsern wesentlich zum weiteren wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens beigetragen hat.

Dr. Wolfgang Wimmer (links), Leiter des ZEISS-Archivs nimmt ein historisches Mikroskop aus dem Jahr 1850 von Manfred Eichel entgegen. Foto: Jürgen Scheere/ZEISS
Bild-Download







Ansprechpartner für die Presse

Gudrun Vogel
Carl Zeiss Jena GmbH
Tel.: +49 3641 64-2770
Fax: +49 3641 64-2941
gudrun .vogel @zeiss .com





Über ZEISS:

ZEISS ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern der optischen und optoelektronischen Industrie. Die ZEISS Gruppe entwickelt und vertreibt Lithographieoptik, Messtechnik, Mikroskope, Medizintechnik, Brillengläser sowie Foto- und Filmobjektive, Ferngläser und Planetariumstechnik. Mit seinen Lösungen bringt der Konzern die Welt der Optik weiter voran und gestaltet den technologischen Fortschritt mit. ZEISS ist in die vier Sparten Semiconductor Manufacturing Technology, Research & Quality Technology, Medical Technology, Vision Care/Consumer Optics gegliedert. ZEISS ist in mehr als 40 Ländern vertreten und verfügt über mehr als 30 Produktionsstandorte, über 50 Vertriebs- und Servicestandorte sowie rund 25 Forschungs- und Entwicklungsstandorte.

Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte der Konzern mit rund 25.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Sitz des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen. Die Carl Zeiss AG führt die ZEISS Gruppe als strategische Management-Holding. Alleinige Eigentümerin der Gesellschaft ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de






Weitere Informationen