Carl Zeiss Förderfonds

Jenaer Grundschüler werden zu Hirnforschern

ZEISS unterstützt Projekt der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung und witelo e.V.

JENA, 26. September 2018.

Ab diesem Schuljahr können Grundschulen in Thüringen das Gehirn entdecken – mit der Hirnforscherbox der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung. ZEISS unterstützt die Unterrichtsreihe „Wir sind Hirnforscher!" mit 2.500 Euro und finanziert damit die Hirnforscherbox für Jena. Die von der gemeinnützigen Stiftung entwickelten Materialien für Schülerinnen und Schüler der dritten und vierten Jahrgangsstufe vermitteln die wichtigsten Funktionen sowie den Aufbau des Gehirns. Die Boxen stehen seit diesem Schuljahr an insgesamt neun Standorten in Thüringen zur Verfügung. Pro Schule wird eine Box für 4 bis 6 Wochen kostenlos verliehen. Am Standort Jena können sich interessierte Schulen an witelo (www.witelo.de), einen Kooperationsverbund zur Förderung der wissenschaftlichen und technischen Bildung, wenden.

„Das Gehirn ist für Kinder im Grundschulalter auf den ersten Blick abstrakt und schwer zu fassen, da es von außen unsichtbar im Inneren des Kopfes liegt“, erklärt Dr. Christina Walther von witelo. „Ziel der Unterrichtsreihe ist es, Kindern das Gehirn, die Schaltzentrale unseres Körpers, begreifbar zu machen“. Die Schüler schlüpfen selbst in die Rolle von Hirnforschern und finden durch eigenes Experimentieren die Antworten auf Fragen zum Gehirn. Dabei erfahren sie, dass das Gehirn ein spannendes Thema ist, das jeder erforschen kann, aber auch, dass es geschützt werden muss.

Dr. Alexander Lehmann, Projektleiter der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, hebt hervor: „Erst durch die Unterstützung unserer Partner vor Ort ist es möglich, den Thüringer Grundschulen die Hirnforscherboxen zur Verfügung zu stellen. Unser Dank gilt daher dem Engagement von witelo und ZEISS in Jena. Wir freuen uns, dass nun auch hier Schülerinnen und Schüler das Gehirn mit dem bereitgestellten Material im Sachunterricht erforschen können.“

Zu den Materialien gehören nicht nur Arbeitsblätter, Experimente und Anleitungen für Lehrkräfte, sondern auch ein Roboter mit dem Namen „Herr Tie“. Angelegt ist das Lernprogramm für fünf bis acht Unterrichtsstunden. Es lässt sich flexibel in den Unterricht einbinden und kann mithilfe der ausführlichen Anleitungen von den Lehrkräften selbst durchgeführt werden.

Für Stephan Kneise, Lehrer an der Gemeinschaftsschule Galileo in Jena Winzerla, ist die Arbeit mit der Hirnforscherbox sehr aufschlussreich: „Die Funktions- und Arbeitsweise des Gehirns ist selbst für Erwachsene nur schwer nachvollziehbar, aber mit den Materialien finden Schüler wie Pädagogen schnell und einfach Zugang zur Thematik. Die beigefügten Versuche sind abwechslungsreich und beantworten die gestellten Fragen eindeutig. Die im Lehrerkommentar ausführlich ausgearbeiteten Sequenzen gewährleisten einen umgehenden Einsatz im Unterricht und benötigen nur eine geringe Einarbeitungszeit“.

Die Unterrichtsreihe, die in Thüringen unter der Schirmherrschaft des Ministers für Bildung, Jugend und Sport Helmut Holter steht, wurde gemeinsam von Didaktikern und Neurowissenschaftlern entwickelt. Sie ermöglicht Schülerinnen und Schülern der Primarstufe altersgerecht und selbstständig einen Zugang zur Thematik. Außerdem bietet sie einen Einstieg in naturwissenschaftliches Arbeiten. Für ZEISS als technologisch führendes Unternehmen ist die Begeisterung junger Menschen für Technik und Naturwissenschaften Erfolgsgrundlage. Die Förderung von Bildung und Wissenschaft hat bei ZEISS Tradition und ist fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie.

Über die Hertie-Stiftung
Die Gemeinnützige Hertie-Stiftung wurde 1974 von den Erben des Kaufhausinhabers Georg Karg ins Leben gerufen und ist heute eine der größten weltanschaulich unabhängigen und unternehmerisch ungebundenen Stiftungen in Deutschland. Die Arbeit der Hertie-Stiftung konzentriert sich auf zwei Leitthemen: Gehirn erforschen und Demokratie stärken. Die Projekte der Stiftung setzen modellhafte Impulse innerhalb dieser Themen. Im Fokus steht dabei immer der Mensch und die konkrete Verbesserung seiner Lebensbedingungen. Die Erforschung des Gehirns und seiner Erkrankungen ist aktueller denn je. 27 Prozent aller EU-Bürger sind von Hirnkrankheiten betroffen, insbesondere Alzheimer wird künftig eine große gesellschaftliche Herausforderung. Die Hertie-Stiftung ist der größte private Förderer der Hirnforschung in Deutschland und der drittgrößte in Europa. www.ghst.de/herr-tie

Dieses Bild ersetzt das Bild vom 26. September 2018

Stephan Kneise, Lehrer an der Gemeinschaftsschule Galileo in Jena Winzerla, hat die Hirnforscherbox der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung gerade in einer vierten Klasse im Einsatz. Bild-Download



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Im Geschäftsjahr 2016/17 erzielte der Konzern mit rund 27.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 5,3 Milliarden Euro. Sitz des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen. Die Carl Zeiss AG führt die ZEISS Gruppe als strategische Management-Holding. Alleinige Eigentümerin der Gesellschaft ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

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