ZEISS ZEN Intellesis

ZEISS stellt maschinelles Lernen für die Mikroskopie vor

Erste ZEISS ZEN Intellesis Lösung ermöglicht Segmentierung korrelativer Mikroskopiedaten

JENA, 12. Dezember 2017.


ZEISS stellt erstmals eine neue Funktionalität für maschinelles Lernen vor: ZEISS ZEN Intellesis. Wissenschaftler können damit anspruchsvolle Analysen ihrer Proben für die verschiedensten Mikroskopieverfahren durchführen. Die erste algorithmische Lösung der ZEISS ZEN Intellesis Plattform ermöglicht eine integrierte, einfache und leistungsstarke Segmentierung mikroskopischer 2D- und 3D-Datensätze für den Routineanwender. ZEISS ZEN Intellesis Software ist für alle Licht-, Konfokal-, Röntgen-, Elektronen- und Ionenmikroskope von ZEISS erhältlich.

Dr. Markus Weber, Geschäftsführer der Carl Zeiss Microscopy GmbH, erklärt: „Wir wollen unseren Kunden im Zuge der Digitalisierung rasch neue Lösungen anbieten. ZEISS ZEN Intellesis ist ein wichtiger erster Schritt auf dem Weg zu diesem Ziel. Durch leistungsfähige neue Funktionalitäten für unsere Mikroskopiesysteme, wie zum Beispiel maschinelles Lernen, vollziehen wir einen wichtigen Wandel für unsere Kunden in Industrie und Wissenschaft. Ab sofort können sie große Mengen an Bildgebungsdaten aus verschiedensten bildgebenden Verfahren zentral verwalten und bearbeiten. Damit können sie auf einfache und praktische Weise skalierbare, quantitative Erkenntnisse gewinnen.“

Anwender von ZEISS Mikroskopen können mit ZEISS ZEN Intellesis gezielt maschinelles Lernen für ZEISS Bilddatensätze sowie alle sonstigen Aufnahmen nutzen, die von ZEISS ZEN Software gelesen werden können. Der jeweilige trainierte Klassifikator wird anschließend auf große, multi-dimensionale Datasätze angewendet. Dies ermöglicht es, mehrere räumlich aufgegliederte Datensätze, die im Rahmen der korrelativen Mikroskopie sowie mithilfe klassischer Bildanalysetools gewonnen wurden, während der Klassifizierung parallel zu verwenden. ZEISS ZEN Intellesis kann auch für 6D-Datensätze, einschließlich mehrkanaliger 3D-Bildstapel oder Kachelaufnahmen, verwendet werden.

Beispielsweise könnte ein Geologe das mineralogische Vorkommen von Schwefelwasserstoff mithilfe bildgebender Verfahren untersuchen, die sowohl Koaxiallicht als auch rückgestreute Elektronen nutzen. Diese Verfahren werden zunächst räumlich eingegrenzt, bevor ein Klassifikator trainiert wird, der beide Datensätze gleichzeitig bearbeitet. Der trainierte Klassifikator lässt sich dann rasch für große Bereiche eines geologisch heterogenen Untergrundes anwenden. So können Geologen mit quantitativer, korrelativer Mikroskopie großflächig mineralogisch analysieren.

Neben der geologischen Forschung, die auch die Öl- und Bergbauindustrie beinhaltet, sind derzeit auch Anwendungen für die Bereiche Lebenswissenschaften, Werkstoffkunde, Metallforschung, Fertigung und Montage sowie die Routinemikroskopie im Labor in der Entwicklung. ZEISS ZEN Intellesis eröffnet mit einer Reihe korrelativer Workflows einem größeren Publikum aus Wissenschaftlern ganz neue Imaging-Lösungen.

ZEISS ZEN Intellesis arbeitet datenunabhängig mit allen Bildformaten, die die ZEISS ZEN Softwareplattform einlesen kann – einschließlich CZI, TXM, OME-TIFF, JPG und PNG. Das Tool kann auch in Verbindung mit anderen Softwareplattformen von ZEISS verwendet werden – darunter ZEISS Atlas 5 für die korrelative Mikroskopie sowie weitere 3D-Analyse-Tools, wie zum Beispiel ORS Dragonfly für Imaging und Analyse.

Im ZEISS Microscopy Online Shop besteht die Möglichkeit, ZEISS ZEN Intellesis 30 Tage lang kostenlos zu testen: ZEN Software.

Bestehende Kunden können ZEISS ZEN Intellesis in Kombination mit ihrer ZEISS ZEN Blue oder ZEISS ZEN Lite Software nutzen. Neue Kunden können ZEISS ZEN Lite kostenlos herunterladen, um die Funktionen von ZEISS ZEN Intellesis zu testen: www.zeiss.com/microscopy/int/downloads/zen.html



Mineralogische Körner, aufgenommen mit Auflichtmikroskopie Links: mittels maschinellem Lernen klassifiziert; rechts: unklassifiziert

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Ansprechpartner für die Presse

Kristin Unger
Microscopy
Tel.: +49 3641 64-3402
kristin .unger @zeiss .com





Über ZEISS

ZEISS ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern der optischen und optoelektronischen Industrie. Die ZEISS Gruppe entwickelt, produziert und vertreibt Messtechnik, Mikroskope, Medizintechnik, Brillengläser sowie Foto- und Filmobjektive, Ferngläser und Halbleiterfertigungs-Equipment. Mit seinen Lösungen bringt der Konzern die Welt der Optik weiter voran und gestaltet den technologischen Fortschritt mit. ZEISS ist in die vier Sparten Research & Quality Technology, Medical Technology, Vision Care/Consumer Products und Semiconductor Manufacturing Technology gegliedert. Die ZEISS Gruppe ist in über 40 Ländern vertreten und hat weltweit mehr als 50 Vertriebs- und Servicestandorte, über 30 Produktionsstandorte sowie rund 25 Forschungs- und Entwicklungsstandorte.

Im Geschäftsjahr 2015/16 erzielte der Konzern mit über 25.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,9 Milliarden Euro. Sitz des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen. Die Carl Zeiss AG führt die ZEISS Gruppe als strategische Management-Holding. Alleinige Eigentümerin der Gesellschaft ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de







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Der Unternehmensbereich Microscopy bietet als weltweit einziger Hersteller Licht-, Elektronen-, Röntgen- und Ionenmikroskopsysteme aus einer Hand. Das Portfolio umfasst Lösungen und Services sowohl für Biowissenschaften und Materialforschung als auch für Industrie, Ausbildung und klinische Praxis. Hauptsitz des Bereichs ist Jena. Weitere Produktions- und Entwicklungsstandorte sind in Oberkochen, Göttingen und München sowie in Cambridge, Großbritannien, in Peabody (MA) sowie Pleasanton (CA) in den USA. Der Unternehmensbereich ist in der Sparte Research & Quality Technology angesiedelt. Insgesamt arbeiten rund 6.100 Mitarbeiter für die Sparte, die im Geschäftsjahr 2015/16 einen Umsatz von 1,5 Milliarden Euro erwirtschaftete.







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