ZEISS schließt Geschäftsjahr 2014/15 erfolgreich ab

Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit bleibt im Fokus

  • Umsatz auf 4,5 Milliarden Euro gewachsen, EBIT erreichte 369 Millionen Euro 
  • Starkes Wachstum in den Direktgeschäften, auch unterstützt durch die Währungsentwicklung, besonders bei Medical Technology und Industrial Metrology
  • Rückgang im Halbleitergeschäft und weitere Verzögerung bei Zukunftstechnologie EUV
  • Verhaltener Ausblick für Geschäftsjahr 2015/16
     

Stuttgart | 15. Dezember 2015 | ZEISS Gruppe

Pressekontakt

Jörg Nitschke
Pressesprecher
ZEISS Gruppe
Telefon: +49 7364 20-3242
joerg .nitschke @zeiss .com

Die ZEISS Gruppe steigerte im abgeschlossenen Geschäftsjahr 2014/15 (Bilanzstichtag: 30. September 2015) erneut Umsatz und Gewinn: Der Umsatz erreichte 4,511 Milliarden Euro (Vorjahr: 4,287 Milliarden Euro). Das entspricht einem Plus von fünf Prozent. Das EBIT stieg mit 369 Millionen Euro leicht über den Vorjahreswert (360 Millionen). Die EBIT-Rendite lag bereinigt um Währungs- und Sondereffekte bei acht Prozent.

„Das Geschäftsjahr 2014/15 war für die ZEISS Gruppe in einigen Märkten und Sparten sehr herausfordernd. Dank unseres breit aufgestellten Portfolios haben wir den Wachstumskurs der gesamten Gruppe dennoch fortsetzen können und waren in Summe erfolgreich“, sagte Dr. Michael Kaschke, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss AG. „Zwei Faktoren prägten die Geschäftsentwicklung in besonderem Maße – zusätzlicher Rückenwind durch positive Währungseffekte in den dynamischen Geschäften wie Industrial Metrology, Medical Technology und Microscopy, aber auch Gegenwind auf dem Halbleitermarkt“, so Kaschke weiter.

Entwicklung der Sparten unterschiedlich

Umsatz (in Mio. Euro)

 

2014/15

2013/14

Veränderung

Semiconductor
Manufacturing Technology

893

1.047

-15 %

Research & Quality Technology

1.356

1.217

+11 %

Medical Technology

1.211

1.047

+16 %

Vision Care / Consumer Optics

1.007

946

+7 %

* Nicht identisch mit Carl Zeiss Meditec AG

Die Umsatzentwicklung von Semiconductor Manufacturing Technology (SMT) war stark vom Nachfragerückgang auf dem Halbleitermarkt gezeichnet. Durch die Verzögerung bei der Zukunftstechnologie EUV für die Massenfertigung von Mikrochips fehlen hier weiterhin Impulse. Kompensiert wurden die Umsatzrückgänge bei SMT jedoch durch eine gute Entwicklung der Direktgeschäfte. Die Sparte Research & Quality Technology – sie umfasst die Unternehmensbereiche Industrial Metrology und Microscopy – konnte in Summe wachsen: Während Microscopy noch unter den Wachstumserwartungen blieb, profitierte Industrial Metrology von der positiven Entwicklung des Automobilmarkts, insbesondere dank seiner international breiten Aufstellung. Medical Technology konnte ihre Position im sich dynamisch entwickelnden Gesundheitsmarkt ausbauen. Die Sparte Vision Care / Consumer Optics verbucht insbesondere durch erfolgreiche Produkteinführungen einen Umsatzzuwachs und leistet gleichzeitig durch Profitabilitätssteigerungen einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung von ZEISS.

„Die guten Umsatzzahlen der meisten Sparten lassen uns aber nicht vergessen, dass wir weiter konsequent daran arbeiten müssen, unsere Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, um so unsere vielfach führende Position halten zu können“, relativierte Kaschke die Ertragsentwicklung der Sparten. Dies sei eine Aufgabe für alle Bereiche der ZEISS Gruppe. Daher wurden im Geschäftsjahr 2014/15 in weiten Teilen des Unternehmens breit angelegte Programme zur Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit fortgeführt und beschleunigt.

Kennzahlen

Knapp 90 Prozent des Umsatzes erzielt ZEISS außerhalb Deutschlands. Besonders erfolgreich war ZEISS im Geschäftsjahr 2014/15 in der Region Asien/Pazifik (APAC) mit einem Umsatz von 953 Millionen Euro. Das entspricht einem währungsbereinigten Plus von 6 Prozent gegenüber dem Vorjahr (830 Millionen). Allein in China lag der Umsatz bei 390 Millionen Euro (303 Millionen).

Investitionen in Forschung und Entwicklung bleiben für ZEISS der wichtigste Hebel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit. Der Konzern erhöhte hierfür im Geschäftsjahr 2014/15 seine Aufwendungen um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 466 Millionen Euro (Vorjahr: 448 Millionen).

Im Geschäftsjahr 2014/15 investierte ZEISS 160 Millionen Euro in Sachanlagen (Vorjahr: 188 Millionen). Dem gegenüber standen Abschreibungen in Höhe von 150 Millionen Euro (Vorjahr: 152 Millionen). Die Nettoliquidität lag zum Bilanzstichtag bei 374 Millionen Euro (30.09.2014: 187 Millionen). „Unsere Finanzlage ist auch bei anhaltend hohen Investitionen ausgesprochen solide. Das erlaubt uns auch den notwendigen Spielraum für weitere Investitionen und Akquisitionen“, erklärte Thomas Spitzenpfeil, Finanzvorstand der Carl Zeiss AG.

Der Free Cashflow stieg deutlich auf 477 Millionen Euro (Vorjahr: 275 Millionen). Das Eigenkapital des Konzerns lag bei 1.357 Millionen Euro, was einer Eigenkapitalquote von 25 Prozent entspricht. „Die anhaltende Niedrigzinsphase führte zu einem weiteren Zuwachs der Pensionsrückstellungen, weshalb der gute Jahresüberschuss nicht vollständig dem Eigenkapital zugutekam“, erläuterte Finanzvorstand Thomas Spitzenpfeil.

Mitarbeiter

Durch Akquisitionen und Neueinstellungen stieg die Mitarbeiterzahl im Geschäftsjahr 2014/15 leicht: Zum Bilanzstichtag arbeiteten weltweit 24.946 Mitarbeiter für ZEISS (Vorjahr: 24.817).

Ausblick: anspruchsvolle Ziele für 2015/16

Für das Geschäftsjahr 2015/16 geht ZEISS von einem allenfalls moderaten weltweiten Wirtschaftswachstum aus. „Das Geschäftsjahr 2015/16 wird nicht einfacher werden. Insbesondere die abnehmende Wachstumsdynamik in Schwellenländern und eine weitere Stagnation im Halbleitermarkt wird ZEISS sehr direkt spüren“, kündigte Kaschke an. Dennoch erwartet die ZEISS Gruppe für 2015/16 ein leichtes Umsatzplus und eine gegenüber 2014/15 leicht gesteigerte EBIT-Rendite.

„Chancen resultieren für die Gruppe insbesondere aus dem Bedarf für Lösungen im Bereich Gesundheit und Industrie 4.0“, begründete Kaschke seine Wachstumserwartungen.

Gleichzeitig werde der Konzern weiter gezielt Produktivität und Effizienz optimieren, in Innovationen investieren und keine Anstrengung auslassen, die konsequente Orientierung an den Bedürfnissen der Kunden voranzutreiben.

Über ZEISS

ZEISS ist ein weltweit tätiger Technologiekonzern der optischen und optoelektronischen Industrie. Die ZEISS Gruppe entwickelt und vertreibt Lithographieoptik, Messtechnik, Mikroskope, Medizintechnik, Brillengläser sowie Foto- und Filmobjektive, Ferngläser und Planetariumstechnik. Mit seinen Lösungen bringt der Konzern die Welt der Optik weiter voran und gestaltet den technologischen Fortschritt mit. ZEISS ist in die vier Sparten Semiconductor Manufacturing Technology, Research & Quality Technology, Medical Technology, Vision Care / Consumer Optics gegliedert. ZEISS ist in mehr als 40 Ländern vertreten und verfügt über mehr als 30 Produktionsstandorte, über 50 Vertriebs- und Servicestandorte sowie rund 25 Forschungs- und Entwicklungsstandorte. Im Geschäftsjahr 2014/15 erzielte der Konzern mit rund 25.000 Mitarbeitern einen Umsatz von rund 4,5 Milliarden Euro. Sitz des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen. Die Carl Zeiss AG führt die ZEISS Gruppe als strategische Management-Holding. Alleinige Eigentümerin der Gesellschaft ist die Carl-Zeiss-Stiftung.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de

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