ZEISS Symposium 2021: Optische Technologien als Innovationstreiber in der Medizin

Beim diesjährigen ZEISS Symposium „Optics in the Medical World" tauschten sich Wissenschaftler und Fachexperten über innovative Technologien im Medizinbereich aus.

  • Rund 300 internationale Experten diskutierten beim virtuellen Symposium die Rolle und das Potenzial optischer Technologien in den Bereichen Medizin und Health Care
  • Vom Labor zum Patienten: Die enge Zusammenarbeit von Wissenschaft und Unternehmen ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor für die Übertragung medizinischer Forschung in die Praxis
  • Feierlicher Höhepunkt: die Verleihung des ZEISS Research Award und des Carl Zeiss Award for Young Researchers

Oberkochen | 10. Juni 2021 | ZEISS Gruppe

Der Zugang einer wachsenden Weltbevölkerung mit steigender Lebenserwartung zu moderner medizinischer Versorgung stellt die weltweiten Gesundheitssysteme vor große Aufgaben. Bei ihrer Lösung spielen zukunftsfähige, innovative und effiziente Technologien eine entscheidende Rolle.

Optische Technologien haben schon immer Innovationen in der Medizin vorangetrieben. In Kombination mit digitalen Technologien werden sie noch relevanter, um die steigenden und komplexen Anforderungen der Medizin und des Gesundheitswesens zu erfüllen. Das dritte ZEISS Symposium „Optik und Medizin" widmete sich daher auch dem Thema, wie Innovationen der Optik und Photonik die Lebensqualität von Patienten verbessern und den medizinischen Fortschritt vorantreiben können.

„Es sind spannende Zeiten in der Medizintechnik. Wissenschaftliche Durchbrüche, zum Beispiel in der Bildgebung, der optischen Sensorik oder den lichtbasierten Therapien, eröffnen neue Möglichkeiten in der medizinischen Versorgung. Insbesondere in Kombination mit der Digitalisierung sind moderne Anwendungen - über das bisher Machbare hinaus - nicht nur in vielen Bereichen unseres Lebens, sondern auch in der Medizin möglich.“ Mit diesem Statement eröffnete Dr. Ludwin Monz, Mitglied des Konzernvorstands und Vorstand der Carl Zeiss Meditec AG, das zweitägige Symposium, das in diesem Jahr rein virtuell stattfand.

ZEISS hatte zum dritten Mal zu dem hochkarätigen Symposium für den Austausch zwischen internationalen Forschern und Unternehmensvertretern eingeladen.

ZEISS Research Award und Carl Zeiss Award for Young Researchers
ZEISS Research Award und Carl Zeiss Award for Young Researchers

Spitzenforschung zu optischen Technologien im Bereich Health Care

Als fachlichen Auftakt des Symposiums stellten dann die Hauptreferenten Prof. Dr. Eva M. Sevick-Muraca (University of Texas Health Science Center at Houston, Houston, Texas), Dr. Jonathan Sorger (Intuitive Surgical Inc., Sunnyvale, Kalifornien) und Prof. Dr. Vasilis Ntziachristos, (Helmholtz Zentrum München/Technische Universität München) aktuelle Forschungsschwerpunkte vor. Themen waren neben der Nah-Infrarot-Fluoreszenz-Bildgebung für medizinische Diagnostik (Eva M. Sevick-Muraca), Fortschritte in der Visualisierung für intelligente (robotergestützte) Chirurgie (Jonathan Sorger) und die markierungsfreie, optoakustische Bildgebung von Biomolekülen (Vasilis Ntziachristos). In den wissenschaftlichen Workshops vertieften die Teilnehmenden anschließend Forschungsansätze und deren Herausforderungen, unter anderem bei der Überführung in die klinische Praxis.

Am zweiten Tag hatten die Teilnehmenden die Möglichkeit, an einer von drei wissenschaftlichen Sitzungen teilzunehmen, auf denen ein breites Spektrum an Fortschritten im Bereich der photonischen Technologien für die Medizin vorgestellt und diskutiert wurde. Auf dem abschließenden Panel des Symposiums mit den drei Keynote-Rednern des Vortags und Vertretern aus Medizin, der Medizintechnik und den Gesundheitskassen wurde über gemeinsame Herausforderungen und Lösungen einer besseren medizinischen Versorgung diskutiert.

Feierliche Verleihung des ZEISS Research Awards und Carl Zeiss Award for Young Researchers

Einer der Höhepunkte des Symposiums war die Verleihung des ZEISS Forschungspreises 2020 und des Carl-Zeiss-Preises für den wissenschaftlichen Nachwuchs.
Dr. Karl Lamprecht, Vorstandsvorsitzender von ZEISS, begrüßte dazu Gäste aus der internationalen Spitzenforschung. „Der Preis würdigt herausragende Forschungsleistungen im Bereich Optik oder Photonik. Wichtige Entscheidungsfaktoren für die hochkarätige Jury sind die Übertragbarkeit der Forschungsergebnisse in die Praxis und darüber hinaus auch ihr Potenzial, zur Entwicklung innovativer Technologien beitragen zu können.“

Prof. Dr. Jürgen Mlynek von der Humboldt-Universität zu Berlin, ehemaliger Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft und Vorsitzender der diesjährigen Jury, überreichte den ZEISS Research Award 2020 an Prof. Dr. Jian-Wei Pan, Professor an der University of Science and Technology of China in Hefei. Pan wurde für seine Forschung im Bereich Quantentechnologie ausgezeichnet. Die Zeremonie wurde aufgrund der Corona-Pandemie mit dem virtuellen Symposium 2021 zusammengelegt.
Mlynek betonte in seiner Laudatio die außerordentlich bemerkenswerten Ergebnisse der Forschung von Jian-Wei Pan und ihr herausragendes Potenzial für weitere Erkenntnisse und praktische Anwendungen. Pans Forschung stelle eine wichtige Grundlage im Bereich der optischen Quanten Kommunikation dar. Die Forschungsarbeiten weisen einen möglichen Weg zur Skalierung solcher Systeme und damit zur praktischen Nutzung ihrer Vorteile, so Mlynek.

Der ZEISS Research Award ist der Nachfolger des im Jahr 1990 ins Leben gerufenen Carl-Zeiss-Forschungspreises. Er wurde 2016 erstmals und seither alle zwei Jahre vergeben. Der Preis würdigt herausragende Leistungen in der internationalen Optikforschung und ist mit einem Preisgeld von 40.000 Euro dotiert. Viele Träger dieser Preise erhielten in der Folge weitere wichtige Preise und Auszeichnungen, vier von ihnen wurden sogar mit dem Nobelpreis geehrt (mehr Informationen zum ZEISS Research Award und den Preisträgern finden Sie hier).

Unabhängig vom ZEISS Research Award vergibt der Ernst-Abbe-Fonds im Stifterverband für die Deutsche Wissenschaft seit 2016 einen Forschungspreis mit dem Fokus auf wissenschaftlichem Nachwuchs: den Carl Zeiss Award for Young Researchers. Auch die feierliche Verleihung dieser Nachwuchspreise an Dr. Christian Haffner (Interuniversity Microelectronics Centre, IMEC), Dr. Stefan Heist (Fraunhofer Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik, IOF) und Dr. Fabian Wolf (Physikalisch-Technische Bundesanstalt, PTB) wurde im Rahmen des Symposiums nachgeholt.

Mehr Informationen zum ZEISS Symposium und zum ZEISS Research Award finden Sie hier:

Pressekontakt

Jörg Nitschke
Pressesprecher
ZEISS Gruppe
Telefon: +49 7364 20-3242
joerg .nitschke @zeiss .com

Über ZEISS

ZEISS ist ein weltweit führendes Technologieunternehmen der optischen und optoelektronischen Industrie. In den vier Sparten Semiconductor Manufacturing Technology, Industrial Quality & Research, Medical Technology und Consumer Markets erwirtschaftete die ZEISS Gruppe zuletzt einen Jahresumsatz von 6,3 Milliarden Euro (Stand: 30.9.2020).

ZEISS entwickelt, produziert und vertreibt für seine Kunden hochinnovative Lösungen für die industrielle Messtechnik und Qualitätssicherung, Mikroskopielösungen für Lebenswissenschaften und Materialforschung sowie Medizintechniklösungen für Diagnostik und Therapie in der Augenheilkunde und der Mikrochirurgie. ZEISS steht auch für die weltweit führende Lithographieoptik, die zur Herstellung von Halbleiterbauelementen von der Chipindustrie verwendet wird. ZEISS Markenprodukte wie Brillengläser, Fotoobjektive und Ferngläser sind weltweit begehrt und Trendsetter.

Mit diesem auf Wachstumsfelder der Zukunft wie Digitalisierung, Gesundheit und Industrie 4.0 ausgerichteten Portfolio und einer starken Marke gestaltet ZEISS den technologischen Fortschritt mit und bringt mit seinen Lösungen die Welt der Optik und angrenzende Bereiche weiter voran. Grundlage für den Erfolg und den weiteren kontinuierlichen Ausbau der Technologie- und Marktführerschaft von ZEISS sind die nachhaltig hohen Aufwendungen für Forschung und Entwicklung. ZEISS investiert 12% seines Umsatzes in Forschungs- und Entwicklungsarbeit – diese hohen Aufwendungen haben bei ZEISS eine lange Tradition und sind gleichermaßen eine Investition in die Zukunft.

Mit über 34.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ist ZEISS in fast 50 Ländern mit rund 30 Produktionsstandorten, 60 Vertriebs- und Servicestandorten sowie 27 Forschungs- und Entwicklungsstandorten weltweit aktiv. Hauptstandort des 1846 in Jena gegründeten Unternehmens ist Oberkochen, Deutschland. Alleinige Eigentümerin der Dachgesellschaft, der Carl Zeiss AG, ist die Carl-Zeiss-Stiftung, eine der größten deutschen Stiftungen zur Förderung der Wissenschaft (Stand: 31.3.2021).

Weitere Informationen unter www.zeiss.de

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