Geschichte der Tochterunternehmen von ZEISS

Das Unternehmen ZEISS umfasst zahlreiche Tochterunternehmen, die alle ihre eigenen Geschichten schreiben. Die größten Tochterunternehmen der Carl Zeiss AG sind heute: Carl Zeiss Meditec AG, Carl Zeiss Vision GmbH, Carl Zeiss SMT GmbH, Carl Zeiss IMT GmbH, Carl Zeiss Microscopy GmbH.

Unternehmensgeschichte

Erkunden Sie die Unternehmensgeschichte von 1846 bis heute.
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Geschichte der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH

Wie alles begann

Der Geschäftsbereich Feinmess bei Carl Zeiss wurde 1919 gegründet. Im selben Jahr stellte Carl Zeiss zum ersten Mal Geräte für die Produktions-Messtechnik auf der Leipziger Frühjahrsmesse vor. Nach dem Zweiten Weltkrieg und der darauffolgenden Teilung Deutschlands, wurde in Oberkochen ein neues Werk gegründet. Auch die Abteilung Feinmess wurde neu aufgebaut.

Der Geschäftsbereich firmiert seit 1976 unter dem Namen Industrielle Messtechnik. In den Jahren zwischen 1989 und 1998 wuchs das Unternehmen in beträchtlichem Maße: Mit den Firmen Stiefelmeyer und TSK wurden strategische Partnerschaften geschlossen. Der amerikanische Hersteller von Portalmessgeräten Numerex in Minneapolis wurde 1989 übernommen. Die Fabrik in Minneapolis wurde nun zum zweiten Produktionsstandort. Sie verdoppelte 2002 durch den Umzug in ein neues Gebäude die Montagefläche. Zwei Jahre später wurde mit dem Werk in Shanghai bereits der dritte Montagestandort für Koordinatenmessmaschinen eröffnet.

Heute arbeiten mehr als 1800 Menschen bei der Carl Zeiss Industrielle Messtechnik GmbH. Die Produktbandbreite erstreckt sich von Portal- und Horizontal-Arm-Messgeräten über Messgeräte zur Erfassung von Form, Kontur und Oberflächen bis zu den dazu gehörenden umfassenden Serviceleistungen.

1919 bis 1989

1919

Gründung der Feinmessabteilung, erste Präsentation industrieller Produktions-Messtechnik von Carl Zeiss auf der Leipziger Frühjahrsmesse; Schuchardt & Schütte vertreibt die Geräte.

1945

Jena wird zunächst von amerikanischen Truppen besetzt, die die führenden Mitarbeiter in ihre Zone mitnehmen. Diese Mitarbeiter bauen in Oberkochen ein neues Unternehmen auf, das später ebenfalls den Namen Carl Zeiss trägt. Jena wird Teil der sowjetischen Besatzungszone.

1976

Namensänderung: Feinmess wird zu Industrielle Messtechnik.

1989

Übernahme von Numerex, einem amerikanischen Hersteller von Portalmessgeräten in Minneapolis. Heute Fertigungsstandort der Messgeräte für die Märkte in Amerika und Asien.

1990 bis heute

Unterzeichnung der Bibelrieder Absichtserklärung.

1991

Nach dem Fall der Mauer übernimmt Carl Zeiss Oberkochen Teile des vormaligen Kombinates VEB Carl Zeiss Jena.

1994

Carl Zeiss fusioniert mit Stiefelmeyer, um seine Horizontal-Arm-Messgeräte-Reihe zu komplettieren.

1998

Carl Zeiss geht mit TSK eine strategische Allianz für Oberflächenmessgeräte ein.

2001

Gründung der Carl Zeiss 3D Metrology Services GmbH zusammen mit 3D Control, um gemeinsam messtechnische Dienstleistungen anzubieten.

2002

Das Werk in Minneapolis verdoppelt seine Montagefläche mit dem Umzug in ein neues Gebäude.

2004

In Shanghai wird der dritte Montagestandort, nach Oberkochen und Minneapolis, für Koordinatenmessgeräte eröffnet.

ZEISS Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik
CNC-Koordinatenmessmaschinen und Komplettlösungen der mehrdimensionalen Messtechnik
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ZEISS Unternehmensbereich Industrielle Messtechnik

Geschichte der Carl Zeiss Meditec AG

Wie alles begann

Die Geschichte der Medizintechnik bei Carl Zeiss beginnt im Jahr 1893, als Carl Zeiss nach Vorgaben des Dresdner Augenarztes Fritz Schanz ein monokulares Hornhautmikroskop baute. Nach und nach kamen neue und bessere Geräte hinzu, allesamt in enger Kooperation mit herausragenden Medizinern entwickelt. Von großer Bedeutung war insbesondere die Zusammenarbeit mit dem schwedischem Augenarzt und späterem Nobelpreisträger Allvar Gullstrand. Auf seine Anregung gehen auch die ersten wissenschaftlich berechneten Brillengläser zurück. Augenoptik und ophthalmologischer Gerätebau beflügelten sich. 1912 wurden die beiden Geschäftsbereiche gegründet.

Während der ophthalmologische Gerätebau bei Carl Zeiss bereits Ende des 19. Jahrhunderts in Jena entstand, wurden die chirurgischen Disziplinen als Anwendungsfeld für die medizinische Optik in Oberkochen entdeckt, nachdem Carl Zeiss infolge des Kalten Krieges geteilt worden war. Das von Hans Littmann 1953 entwickelte Operationsmikroskop OPMI 1 steht am Anfang einer neuen Geräteklasse und wurde als Standard in der Mikrochirurgie zur festen Größe im klinischen Alltag.

Im Dezember 1990, noch vor der offiziellen Wiedervereinigung von Carl Zeiss, verständigten sich die Führungen der Medizintechnik-Sparten in Ost und West darauf, den Bereich Operationsmikroskope in Oberkochen zu konzentrieren, während Jena sich der augenärztlichen Gerätetechnik widmen sollte. Als im Konzern 1995 eine grundlegende Restrukturierung eingeleitet wurde, war der Umbauprozess in der Medizintechnik schon weitgehend abgeschlossen. Dennoch blieb ein Grundproblem: Oberkochen, Jena und die im kalifornischen Dublin beheimatete Carl Zeiss Tochter Humphrey Instruments arbeiten jeweils unabhängig voneinander an den eigenen Projekten. Synergien gab es kaum, und die Geräte aus den einzelnen Standorten erweckten eher den Eindruck, von unterschiedlichen Herstellern zu stammen.

Der Weg von einzelnen Produkten zu komplexen Lösungen begann um die Jahrtausendwende. 2002 wurde die Gründung der Carl Zeiss Meditec AG auf den Weg gebracht. In dem neuen Unternehmen gingen zunächst das Medizintechnikgeschäft der Carl Zeiss Standorte in Jena und Dublin (Kalifornien) sowie die in Jena ansässige Asclepion Meditec AG auf. Die als Reverse IPO (Übernahme einer bereits börsennotierten Gesellschaft) durchgeführte Gründung löste gleich mehrere Probleme: Sie brachte Carl Zeiss den Einstieg in das bisher von Asclepion betriebene Geschäft mit refraktiven Lasern, stärkte den Standort Jena, ermöglichte die Aufnahme zusätzlichen Kapitals am Aktienmarkt und bot erstmals ein Dach für die auf verschiedene Standorte verteilten Medizintechnik-Aktivitäten. Mit der Stiftungsreform des Jahres 2004 und der nun möglichen Übernahme des Oberkochener OPMI-Geschäft durch die Carl Zeiss Meditec AG wurde der Prozess abgeschlossen.

Dies war jedoch nur der Startpunkt für die Umsetzung der eigentlichen, auf komplette Diagnose- und Behandlungslösungen ausgerichteten Strategie. Durch Übernahme von IOLTECH (2005) und Acri.Tec (2007) erweiterte die Carl Zeiss Meditec AG ihr Portfolio beispielsweise um Intraokularlinsen und Verbrauchsmaterialien für die Augenchirurgie. Damit bewegte sich Carl Zeiss über die traditionellen Bereiche der Optik und Feinmechanik hinaus in Richtung „schnell drehender“ Verbrauchsgüter. Dies hat sicher dazu beigetragen, dass sich die Carl Zeiss Meditec AG in der globalen Finanz- und Wirtschaftskrise des Jahres 2009 als stabile Säule für das gesamte Konzerngeschäft erwiesen hat. Da der Gesundheitssektor im globalen Maßstab weiter wächst, bleibt die Prognose für die Carl Zeiss Meditec AG erfreulich positiv.

1901 bis 1945

Nobelpreisträger Allvar Gullstrand

1901

Beginn der Zusammenarbeit mit dem schwedischen Augenarzt und späteren Nobelpreisträger Allvar Gullstrand.

1912

Gründung der Abteilungen für medizinisch-optische Geräte (Med) und Brillengläser und Brillen (Opto).

1945

Jena wird zunächst von amerikanischen Truppen besetzt, die die führenden Mitarbeiter in ihre Zone mitnehmen. Diese Mitarbeiter bauen in Oberkochen ein neues Unternehmen auf, das später ebenfalls mit dem Namen Carl Zeiss auftrat. Jena wird Teil der sowjetischen Besatzungszone.

1946 bis heute

1991

Nach dem Fall der Mauer übernimmt Carl Zeiss Oberkochen Teile des vormaligen Kombinates VEB Carl Zeiss Jena, darunter auch den Geschäftsbereich Medizinische Geräte. Die sich überlappenden Produktprogramme an beiden Standorten werden entflochten:

  • Oberkochen: OPMI und Lasergeräte,
  • Jena: Ophthalmologische Diagnosegeräte.

1991

Kauf der Firma Humphrey Instruments, Dublin (Kalifornien) - Hersteller von ophthalmologischen Geräten für die Glaukomdiagnose und Refraktionsbestimmung.

Carl Zeiss Meditec AG

2002

Die Carl Zeiss Meditec AG entsteht aus dem Bereich Ophthalmologische Geräte von Carl Zeiss und der Asclepion-Meditec AG.

2004

Übernahme der Laser Diagnostic Technologies, Inc. (LDT) aus San Diego (Kalifornien).

2004

Übernahme des französischen Intraokularlinsenhersteller IOLTECH SA in La Rochelle.

Carl Zeiss Meditec Hennigsdorf

2007

Kauf des Augenchirurgie-Spezialisten Acri.Tec GmbH in Hennigsdorf.

ZEISS Unternehmensbereich Medizintechnik
Innovative Technologien und anwendungsorientierte Lösungen für die Ophthalmologie und Mikrochirurgie, die Ärzten dabei helfen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern
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ZEISS Unternehmensbereich Medizintechnik

Geschichte der Carl Zeiss Microscopy GmbH

Wie alles begann

Die Carl Zeiss Microscopy GmbH ist der Mikroskophersteller unter dem Dach der Carl Zeiss AG. Von den bescheidenen Anfängen der Mikroskopie bei Carl Zeiss in Form der 1846 gegründeten Werkstatt bis zur Carl Zeiss Microscopy GmbH war es ein weiter Weg: Die Entwicklung der Mikroskope bei Carl Zeiss begann mit der Fertigung von einfachen aber sehr präzisen monokularen Lichtmikroskopen und lief weiter zu komplexeren Formen wie dem Zusammengesetzten Mikroskop. Die Arbeit von Ernst Abbe, Otto Schott und August Köhler war ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses.

Die Entwicklung und Produktion von Mikroskopen im 20. Jahrhundert war stark geprägt vom 2. Weltkrieg und der Teilung Deutschlands. 1947 wurde der größte Teil des Unternehmens in Jena demontiert. Im westdeutschen Oberkochen wurde ein neues Unternehmen mit dem gleichen Namen aufgebaut. Die beiden Carl Zeiss Unternehmen in West- und Ostdeutschland operierten bis 1991 unabhängig voneinander. 2006 wurden die Bereiche, die Mikroskope herstellten, zur Carl Zeiss MicroImaging GmbH mit Hauptsitz in Jena zusammengeführt. 2011 wurde die Abteilung für Elektronenmikroskopie mit den Fertigungsstandorten in Oberkochen, Peabody and Cambridge integriert. Das Unternehmen wurde in Carl Zeiss Microscopy umbenannt und hat seinen Sitz in Jena, wo alles anfing.

Neben Jena bieten auch die Standorte Göttingen und München perfekte Lösungen für die biologische Forschung, den öffentlichen Gesundheitssektor und die Industrie an. Die Produktpalette umfasst Lichtmikroskope, konfokale Systeme für Laser-Scanning-Mikroskope, die ganze Bandbreite an Elektronenmikroskopen und maßgeschneiderter Software für Bildauswertung und Bilddokumentation. All diese Produkte haben die Carl Zeiss Microscopy GmbH zu einem der führenden Hersteller von Mikroskopsystemen gemacht.

1846 bis 1879

1. Werkstätte (Neugasse) 1846-1847

1846

Gründung einer Werkstatt für Feinmechanik und Optik in Jena durch Carl Zeiss.

Einfaches Mikroskop, 1847/48 (Photo: Dr. Timo Mappes: www.musoptin.com).

1847

Einfaches Mikroskop mit Dublet und Triplet. Beginn der Fertigung einfacher Mikroskope.

Stativ ||| b, 1871 (Photo: Dr. Timo Mappes: www.musoptin.com)

1857

Carl Zeiss verkauft sein erstes zusammengesetztes Mikroskop.

3. Zeiss-Werkstätte, Johannisplatz, um 1865

1866

Beginn der Zusammenarbeit mit Ernst Abbe.

1880 bis 1945

Jenaer Glaswerk, 1884.

1884

Die Zusammenarbeit von Zeiss, Abbe und Schott. Optische Gläser von Otto Schott (1851-1935) ermöglichen besser korrigierte Mikroskopsysteme.

Beobachtungsmikroskop, Sonderanfertigung für AEG-Elektronenmikroskop, 1941.

1931

Beginn der TEM-Entwicklung bei AEG. Carl Zeiss lieferte für die ersten TEM die passenden Beobachtungsmikroskope.

Firmenlogo "AEG ZEISS".

1941

Zusammenarbeit zwischen AEG und Zeiss auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie.

Bombenschaden am Hauptwerk, Jena 1945.

1945

Jena wird zunächst von amerikanischen Truppen besetzt, die die führenden Mitarbeiter in ihre Zone mitnehmen. Diese Mitarbeiter bauen in Oberkochen ein neues Unternehmen mit dem Namen Carl Zeiss auf.

1946 bis 1999

Elektronenmikroskop, 1961.

1947

Prof. Ernst Brüche gründet die Süddeutschen Laboratorien in Mosbach (SDL) und beginnt mit der Produktion von Elektronenmikroskopen mit elektrostatischen Linsen.

1975

Zusammenarbeit mit SEMCO bei der Entwicklung von SEMs (NovaSCAN).

Unterzeichnung der Absichtserklärung zur Carl-Zeiss-Stiftung Ost/West, "Biebelrieder Erklärung", von links: Dr.Wolfgang Adolphs (Schott Mainz), Dr. Klaus Gattnar, Dr. Horst Skoludek und Dr. Dieter Altmann (Jenaer Glaswerk), Mai 1990.

1991

Nach dem Fall der Mauer übernimmt Carl Zeiss Oberkochen Teile des vormaligen Kombinates VEB Carl Zeiss Jena. Darunter auch den Bereich Mikroskopie. Die Aktivitäten auf diesem Gebiet in Oberkochen und in Jena werden zusammengefasst.

LEO (Zeiss) 1530 Gemini FESEM, 2000

1995

Die Aktivitäten von Carl Zeiss und Leica auf dem Gebiet der Elektronenmikroskopie-Technologie werden in einem 50/50 Joint Venture gebündelt: LEO Electron Microscopy entsteht.

2000 bis heute

Das hochauflösende Rasterelektronen Mikroskop Supra VP 55 der Carl Zeiss NTS.

2004

Namensänderung: LEO Electron Microscopy wird zur Carl Zeiss Nano Technology Systems GmbH (NTS), ein Unternehmen von Carl Zeiss SMT.

Fotograf: Jan-Peter Kasper

2006

Der Unternehmensbereich Mikroskopie von Carl Zeiss wird in der Carl Zeiss MicroImaging GmbH mit Sitz in Jena zusammengeführt.

Das Mikroskop ZEISS ORION® PLUS basiert auf die revolutionäre ALIS Helium-Ionen-Technologie, 2008

2007

Übernahme von ALIS Technology.

2011

Die Carl Zeiss NTS GmbH und die MicroImaging GmbH bilden zusammen die Unternehmensgruppe Carl Zeiss Microscopy.

ZEISS Unternehmensbereich Mikroskopie
Inspirierende Lösungen und Dienstleistungen für die Bio- und Materialwissenschaften
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ZEISS Unternehmensbereich Mikroskopie

Geschichte der Carl Zeiss SMT GmbH

Semiconductor Manufacturing Technology

Wie alles begann

Fortschritte im Bereich der Fotoobjektive ermöglichten es Carl Zeiss in Oberkochen im Jahr 1968 für die Firma Telefunken neuartige Optiken für die Lithografie herzustellen. Im Jahr 1977 wurde das S-Planar 10/0,28 vorgestellt, das erste Objektiv, das die Fertigung von 1-µm-Strukturen mit opto-lithografischen Verfahren ermöglichte. Dies legte den Grundstein für den ersten Waferstepper.

Die heute bestehende Partnerschaft mit der Philips-Tochter Advanced Semiconductor Materials Lithography (ASML) begann ebenfalls 1983 mit der Auslieferung der ersten Projektions- und Beleuchtungsoptik von ZEISS. Diese Geschäftsbeziehung wurde zu einer strategischen Partnerschaft im Geschäftsjahr 1992/93. Das neue Jahrtausend markierte für ZEISS den Beginn einer neuen Ära in der Halbleiterindustrie – vor allem mit der 193-nm-Technologie, die seit 1998 den nächsten Technologiesprung im Bereich der Lithografie-Optiken gebracht hatte. Als Folge des zunehmenden Erfolgs der ZEISS Gruppe wurde die Entscheidung getroffen, die Technologien der Licht-, Elektronen- und Ionen-Optik in einem unabhängig arbeitenden Unternehmensbereich zu bündeln.

Im Oktober 2001 wurde die Carl Zeiss SMT GmbH mit ihren Tochterunternehmen Carl Zeiss Laser Optics GmbH, Carl Zeiss SMS GmbH und Carl Zeiss NTS GmbH gegründet (im Jahr 2010 wechselte die Carl Zeiss NTS in den Unternehmensbereich Mikroskopie). Diese brachte in den darauffolgenden Jahren zahlreiche Innovationen auf dem Gebiet der Lithografie-Optiken für die Mikrochip-Herstellung auf den Markt, u. a. das Starlith 1700i. Diese Starlith-Optik verwendet die Immersions-Methode – ein Verfahren, bei dem zwischen der letzten Linse und der Wafer-Oberfläche die Luft durch eine Flüssigkeit ersetzt wird – unter der gleichzeitigen Anwendung von Linsen- und Spiegel-Systemen. Im Jahr 2006 wurde ein neues Werk in Oberkochen offiziell eingeweiht. Es ist das weltweit modernste Entwicklungs- und Produktionszentrum für Lithografie-Optik. Das Starlith 19xxi, ab dem Jahr 2007 produziert, wurde zum größten Erfolg nicht nur in der Geschichte des Unternehmensbereichs Halbleitertechnik, sondern auch bei ZEISS als das umsatzstärkste Produkt des Unternehmens. Das Jahr 2012 läutete den Übergang der EUV-Optiken (Extrem Ultraviolette Strahlung) in die Serienproduktion ein, eine neue Ära der optischen Lithografie.

1896 bis 1989

Planar® lens

1896

Von Paul Rudolph wird das Objektiv Planar mit einer Öffnung von etwa 1:4 bei guter anastigmatischer Bildebnung und Korrektion der sphärischen und der chromatischen Aberration gerechnet.

First Printer (Telefunken)

1968

ZEISS liefert erstmals ein Objektiv für einen Schaltkreisdrucker (Vorgänger der heutigen Waferstepper und -scanner) der Firma AEG-Telefunken. Es bildet Strukturen von 1,25 Mikrometern ab.

1983

ZEISS liefert die erste Projektions- und Beleuchtungsoptik an die niederländische Firma Philips (später wird ASML, heute strategischer Partner von ZEISS, aus dem Unternehmen ausgegliedert).

1990 bis 2002

1992

Beginn der strategischen Partnerschaft mit den niederländischen Hersteller von Wafersteppern und -scannern ASM Lithography (ASML).

1994

Der Unternehmensbereich Halbleitertechnik von ZEISS wird gegründet.

Carl Zeiss SMT

2001

Der Unternehmensbereich Halbleitertechnik wird in vier selbstständige Unternehmen aufgegeliedert: Carl Zeiss SMT (Lithografieoptiken und Mirrorblocks), Carl Zeiss Laser Optics (Komponenten für Lithografie-Laser), Carl Zeiss SMS (Lieferant für Systeme zur Qualitätssicherung von Photomasken) und Carl Zeiss NTS (Elektronenmikroskopie-Hersteller, heute Unternehmensbereich Mikroskopie).

2002

ASML und ZEISS werden gemeinsam zum Weltmarkführer im Bereich Waferstepper und -scanner und bleiben es bis heute.

2003 bis heute

NaWoTec

2005

Übernahme der Firma NaWoTec.

2006

Offizielle Einweihung des neuen Werks der Carl Zeiss SMT AG, dem weltweit modernsten Entwicklungs- und Produktionszentrum für Lithographieoptik.

2008

Übernahmen der Firma Pixer Technology (in Karmiel/Israel).

ZEISS Unternehmensbereich Halbleitertechnik
Bietet ein umfassendes Portfolio von Produkten und Lösungen, die die globale Chipindustrie unterstützen
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ZEISS Unternehmensbereich Halbleitertechnik

Geschichte von Carl Zeiss Vision International GmbH

Wie alles begann

1901 begann die Zusammenarbeit mit dem schwedischen Augenoptiker und späteren Nobelpreisträger Allvar Gullstrand. Im Jahr 1908 berechnet Moritz von Rohr ein punktuell abbildendes Brillenglas, das die Unschärfe, die beim Blick durch die Randbereiche einer Brille auftritt, minimiert und legte so den Grundstein für die berühmten Punktal®-Gläser. Zeitgleich mit dem Start von Punktal® wurde die OPTO-Abteilung, der Vorgänger der aktuellen Carl Zeiss Vision, am 1. April 1912 gegründet. Die Teilung Deutschlands in Ost und West führte zur Neugründung von Carl Zeiss in Oberkochen. Fortlaufende Neuentwicklungen – wie das Brillenglas Gradal® – und kontinuierliche Fortschritte gipfelten in der Entstehung von Carl Zeiss Vision International GmbH im Jahr 2005 und in dessen internationalem Aufstieg. Sie revolutioniert immer noch regelmäßig die Brillengläser, z. B. mit der Erfindung des Individual® FrameFit® oder der nächsten Generation des Sehens: i.Scription®.

1901 bis 1945

Nobelpreisträger Allvar Gullstrand

1901

Beginn der Zusammenarbeit mit dem schwedischen Augenarzt und späteren Nobelpreisträger Allvar Gullstrand.

Moritz von Rohr

1908

Moritz von Rohr gelingt es, ein punktuell abbildendes Brillenglas zu berechnen, bei dem die Unschärfen, die beim Blick durch die Randbereiche auftreten, minimiert sind. Er legt damit den Grundstein für die PUNKTAL® Brillengläser.

1912

Zeitgleich mit der Einführung von PUNKTAL® wird am 1. April die Abteilung OPTO gegründet, der Vorläufer der heutigen Carl Zeiss Vision. Dies war der Start für die Serienproduktion der ZEISS Brillengläser.

Fachschule für Augenoptik Jena.

1917

Mit dauerhafter finanzieller Unterstützung der Carl-Zeiss-Stiftung wird in Jena eine staatliche Fachschule für Optiker gegründet.

1945

Jena wird zunächst von amerikanischen Truppen besetzt, die die führenden Mitarbeiter in ihre Besatzungszone mitnehmen, bevor Thüringen an die Sowjetunion übergeben wurde. Diese Mitarbeiter bauen in Oberkochen ein neues Unternehmen auf, das später ebenfalls den Namen Carl Zeiss trägt.

1946 bis heute

1957

Umzug der Brillenproduktion von Oberkochen nach Aalen.

"Z" Warenzeichen.

1996

Einführung des "Z" Markenzeichens auf allen Brillengläsern.

SOLAOne™

2005

Übernahme der SOLA International Inc. und Zusammenführung mit dem Geschäftsbereich Augenoptik zur Carl Zeiss Vision International GmbH (50 Prozent Carl Zeiss, 50 Prozent Finanzinvestor EQT).

Carl Zeiss Vision

2010

Die Carl Zeiss Vision wird 100%ige Tochter der Carl Zeiss AG.

ZEISS Unternehmensbereich Vision Care
Als weltweit führender Hersteller von Präzisionsoptik kombinieren wir technische Expertise und innovative Ideen zu außergewöhnlichen Seherlebnissen
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ZEISS Unternehmensbereich Vision Care