Mitarbeiter

ZEISS positioniert sich im Wettbewerb um Talente als attraktiver Arbeitgeber und profitiert dabei von seiner Reputation als global tätiges und innovatives Stiftungsunternehmen sowie seiner ausgeprägten Werteorientierung. Sie ist seit der Unternehmensgründung fest in der Unternehmenskultur verankert.

Präzision, Innovation und höchste Qualität lassen sich nur mit motivierten und qualifizierten Mitarbeitern verwirklichen. Im Hinblick auf den demografischen Wandel und den zunehmenden Fachkräftemangel sind eine vielfältige Belegschaft und gelebte Chancengleichheit entscheidende Wettbewerbsvorteile. ZEISS begegnet den Herausforderungen mit einer globalen Rekrutierungsstrategie, die – ganz im Sinne der ZEISS Agenda 2020 – das Unternehmen noch kundenorientierter, wettbewerbsfähiger und digitaler machen soll, und stärkt die weltweite Zusammenarbeit als Team.

Einbindung der Mitarbeiter

Je besser sich die Mitarbeiter in das Unternehmen eingebunden fühlen, desto motivierter gehen sie an die Arbeit. In Deutschland sorgt dafür auch das Instrument der Mitbestimmung. Doch als global tätigem Unternehmen ist es ZEISS wichtig, zentrale Werte und Konzepte weltweit an allen Standorten zu leben.

Die betriebliche Mitbestimmung ist bei ZEISS etabliert und darüber hinaus sind die Prinzipien des Stiftungsstatuts an den deutschen Standorten verankert. Gesetzlich oder tarifvertraglich verankerte Themen werden mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretungen verhandelt. Daneben pflegt ZEISS den regelmäßigen Austausch mit den Gremien der Arbeitnehmervertretungen, um geplante Veränderungen und Initiativen zu erörtern.

Eine regelmäßige Mitarbeiterbefragung, der „Pulse Check“, gibt den Beschäftigten weltweit die Möglichkeit, Feedback zu unternehmenskulturrelevanten Themen zu geben. Mit diesem Instrument misst das Unternehmen den aktuellen Status der Unternehmenskultur und ermittelt, welcher Fortschritt bereits erzielt wurde und welche Prioritäten künftig zu setzen sind. Darüber hinaus werden konkrete Handlungsempfehlungen für die Kulturentwicklung im Unternehmen definiert. Der Pulse Check wurde zuletzt von Ende Januar bis Mitte Februar 2018 durchgeführt. Die Ergebnisse wurden dem Vorstand berichtet und mit der Belegschaft besprochen. So hat der Pulse Check beispielsweise ergeben, dass mehr als 80 Prozent aller Mitarbeiter gerne bei ZEISS arbeiten und 75 Prozent ZEISS als Arbeitgeber empfehlen würden. Beide Werte sind im Vergleich zur letzten Befragung gestiegen. Dennoch hat sich ZEISS das Ziel gesetzt, durch entsprechende Maßnahmen sowohl auf Konzernebene als auch auf Bereichsebene die positive Tendenz weiter auszubauen.
 

Maßnahmen und Ergebnisse
Mit der ZEISS Agenda 2020 hat sich das Unternehmen eine klare Strategie gegeben. Um diese erfolgreich umzusetzen, muss sie Hand in Hand mit der Entwicklung der Unternehmenskultur gehen. Ein bewährtes Instrument ist die im Jahr 2008 gestartete Cultural Journey, die Mitarbeiter in die Gestaltung von Veränderungsprozessen einbindet. Im Geschäftsjahr 2017/18 haben die Vorstände in zahlreichen Dialogtouren an den Standorten weltweit die ZEISS Agenda 2020 als aktualisierte Strategie vorgestellt und mit den Mitarbeitern diskutiert. Auch in mehreren Team Summits, die ebenfalls Teil der Cultural Journey sind, haben sich Mitarbeiter mit notwendigen Aktivitäten auseinandergesetzt und beispielsweise darüber diskutiert, wie die globale Zusammenarbeit verbessert und das Unternehmen auf die digitale Zukunft vorbereitet werden kann.

Erfolgsbeteiligung
ZEISS beteiligte die Mitarbeiter am Erfolg des Geschäftsjahrs 2017/18. Mitarbeiter in Deutschland erhielten eine Prämie von 2.400 Euro brutto, die nach Abschluss des Berichtsjahrs im Oktober 2018 ausgezahlt wurde. In den meisten Auslandsgesellschaften wurden die Mitarbeiter gemäß den länderspezifischen Regelungen ebenfalls am Erfolg des Geschäftsjahrs 2017/18 beteiligt. 

Aus- und Weiterbildung

Insgesamt haben 158 junge Menschen im Jahr 2018 an den deutschen Standorten Göttingen, Jena, Oberkochen und Wetzlar eine Ausbildung oder ein Duales Studium begonnen. Sie werden zu Industriemechanikern, Feinoptikern, Mechatronikern oder Industriekaufleuten ausgebildet oder absolvieren ein Duales Studium, das Theorie und Praxis verknüpft, wofür ZEISS mit verschiedenen Hochschulen kooperiert. Mit dem ausgefeilten dualen Ausbildungssystem leistet ZEISS vor allem an seinen deutschen Standorten auch einen Beitrag zur gesellschaftlichen Entwicklung.

Ein Schwerpunkt der Weiterbildung ist die Entwicklung von Führungskräften. Neben einem Pflichtprogramm, das auf die erste Führungserfahrung vorbereitet, setzt ZEISS auf Arbeitsplatzrotationen der Mitarbeiter. Auslandsentsendungen im Unternehmen werden bei Bedarf über unterschiedliche Programme ermöglicht. Zahlreiche Angebote zur Identifikation und Weiterentwicklung von Talenten unterstützen die Mitarbeiter in ihrem beruflichen Werdegang. Dabei wird auf die individuellen Fähigkeiten große Rücksicht genommen. So ermöglicht ZEISS nicht nur Führungskräftekarrieren, sondern auch attraktive Laufbahnen für Fachexperten.

Nachwuchskräfte und Senior Professionals können ihre Führungsfähigkeiten in speziellen Entwicklungsprogrammen vertiefen und bei internationalen Netzwerkveranstaltungen Kontakte knüpfen. Das bereitet sie auf neue Herausforderungen vor und steigert nicht zuletzt auch die Arbeitgeberattraktivität von ZEISS – ein wichtiger Beitrag, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Mit einem vielfältigen Weiterbildungsangebot, zum Beispiel in Form webbasierter Schulungen, schafft ZEISS auch in anderen Ländern Angebote für Mitarbeiter.

Für die Weiterbildung aller Mitarbeiter wurde die Lernplattform eCademy etabliert, die den Zugriff auf unterschiedlichste Lernformate bietet – von Präsenzveranstaltungen bis zu reinen E-Learning-Kursen. Das sogenannte Group Learning Program mit über 150 Trainings steht seit dem Geschäftsjahr 2016/17 für den deutschsprachigen Raum zur Verfügung. Weltweit wird das Programm durch zahlreiche E-Books ergänzt, die auf der Lernplattform zum Download zur Verfügung stehen.

Kennzahlen

zur Nutzung der ZEISS Lernplattform im Geschäftsjahr 2017/18
27.394 aktive Nutzer

in Deutschland, die mindestens einen Online-Kurs abgeschlossen haben

83.307 Online Kurse

weltweit abgeschlossen

18.100 Downloads

von E-Books

Vielfalt und Chancengleichheit

Mit rund 30.000 Mitarbeitern in fast 50 Ländern wird Vielfalt bei ZEISS täglich gelebt. Das Unternehmen ist geprägt von verschiedenen Kompetenzen, Denkweisen, Erfahrungen, Führungs- und Arbeitsstilen, kulturellen Hintergründen, Nationalitäten und Lebensentwürfen. Das ist ein großer Vorteil. Denn vielfältig zusammengesetzte Teams sind kreativer und lösungsorientierter. So stärkt Vielfalt die Innovationskraft des Unternehmens und leistet einen wesentlichen Beitrag zur Umsetzung der ZEISS Agenda 2020.

Zugleich ist Vielfalt in ihren unterschiedlichen Ausprägungen bei einem internationalen Unternehmen wie ZEISS auch Schlüssel zum weltweiten Erfolg – weil Mitarbeiter die Märkte kennen, die unterschiedlichen Kundenbedürfnisse verstehen und mit den kulturellen Gepflogenheiten ihrer Geschäftspartner umgehen können. Dies trägt in hohem Maße zur Akzeptanz vor Ort und zum Vertrauen in das Unternehmen bei.

Vielfalt erleben

Damit der Einstieg in ein neues kulturelles Umfeld leichter fällt, gibt es bei ZEISS seit 2012 den International Club mit etwas mehr als 200 Mitgliedern. Er hilft internationalen Mitarbeitern bei der Integration an den Standorten in Oberkochen und Aalen. Regelmäßige Veranstaltungen unterstützen die Neuankömmlinge dabei, sich ein soziales Netzwerk aufzubauen und die neue Umgebung kennenzulernen. Bei Language Lunches pflegen die Teilnehmer ihre Muttersprache und lernen dabei Kollegen aus anderen Bereichen kennen. Die Language Lunches finden inzwischen in sechs Sprachen am Standort Oberkochen statt: Französisch, Italienisch, Niederländisch, Portugiesisch, Russisch und Spanisch.  

Leitlinien, Strukturen und Prozesse
Sowohl das Stiftungsstatut als auch der ZEISS Verhaltenskodex verbieten jegliche Form der Diskriminierung, sei es aufgrund der „ethnischen oder sozialen Herkunft, Hautfarbe, Geschlecht, Alter, Familienstand, Behinderung, Religion, Nationalität, sexueller Identität oder sonstiger Merkmale“ (ZEISS Verhaltenskodex). Dieses Bekenntnis hat ZEISS mit der Unterzeichnung der Charta der Vielfalt im Juli 2017 unterstrichen. Die Unternehmensinitiative unter Schirmherrschaft von Bundeskanzlerin Angela Merkel will Anerkennung, Wertschätzung und Einbeziehung von Vielfalt in der Arbeitswelt Deutschlands voranbringen.

Bei der Strategie zur Förderung von Vielfalt hat ZEISS fünf Dimensionen besonders im Blick.

  1. Beruflicher Hintergrund: offen sein für unterschiedliche berufliche Werdegänge sowie Ausbildungshintergründe.
  2. Internationalität: Mitarbeiter unterschiedlichster Kulturen und Nationalitäten sollen in einem Klima gegenseitigen Respekts und gegenseitiger Wertschätzung zusammenarbeiten.
  3. Generationen: Das Arbeitsumfeld muss so gestaltet sein, dass verschiedene Generationen erfolgreich zusammenarbeiten können.
  4. Geschlecht: Alle sollen dieselben Chancen bekommen, unabhängig vom Geschlecht.
  5. Arbeitskultur: Eine offene und flexible Arbeitskultur soll allen Arbeitnehmern die Vereinbarung von Beruf und Familie ermöglichen.


Ziele und Ergebnisse
Zentrale Ziele sind die Integration internationaler Mitarbeiter an den deutschen Standorten und die Förderung von Frauen. Im Geschäftsjahr 2017/18 lag ein Schwerpunkt auf dem Onboarding und der besseren Integration internationaler Mitarbeiter. Die Arbeitsgruppe zur Begleitung der Umsetzung setzt sich aus Vertretern unterschiedlicher strategischer Geschäftsbereiche und Regionen zusammen und trifft sich alle sechs Wochen. Um Probleme und Verbesserungsvorschläge offen zu besprechen, fand zudem ein Austausch zwischen dem Vorstandsvorsitzenden und 25 internationalen Mitarbeitern statt.

Um eine Unternehmenskultur zu schaffen, die Vielfalt fördert, anerkennt und wertschätzt, wurden im Berichtsjahr in Deutschland folgende Initiativen gestartet, weitergeführt oder ausgebaut:

  • Ausbau des Kooperationsnetzwerks für internationale Mitarbeiter und deren Angehörige
  • Women Business Lunch als erste Networking-Möglichkeit für Frauen in Führungspositionen außer in Oberkochen auch in Jena und Berlin
  • Mentoring-Programm für Frauen in Oberkochen und Jena zur Förderung der Chancengleichheit
  • Kooperationsnetzwerk im Bereich Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie

Im Geschäftsjahr 2017/18 wurde ZEISS vom Unternehmensnetzwerk „Erfolgsfaktor Familie“ wie schon im Vorjahr als familienfreundliches Unternehmen ausgezeichnet.

Arbeits- und Gesundheitsschutz

Ein gesundes Arbeitsumfeld und sichere Arbeitsplätze zu gewährleisten, gilt ZEISS als grundlegende Verpflichtung gegenüber seinen Mitarbeitern. Das gilt auch für Mitarbeiter von Fremdfirmen, die im Auftrag des Unternehmens handeln. ZEISS fördert die Gesundheit und Leistungsfähigkeit seiner Beschäftigten durch umfassende Arbeitsschutzmaßnahmen und arbeitsmedizinische Vorsorgen. Das Unternehmen vermeidet damit Compliance-Risiken und stellt die Produktivität sicher.

Leitlinien, Strukturen und Prozesse
Die Sicherheit am Arbeitsplatz und der Schutz der Gesundheit aller Beschäftigten sind sowohl im Stiftungsstatut als auch im ZEISS Verhaltenskodex als Grundsatz verankert. Verantwortlich für den Arbeits- und Gesundheitsschutz ist der Chief Financial Officer im Konzernvorstand. In allen ZEISS Einheiten tragen die jeweiligen Leiter die Verantwortung für die Arbeitssicherheit und damit für Entwicklung, Umsetzung, Auditierung und kontinuierliche Verbesserung der Arbeitsschutzleistung. Die Verantwortlichkeiten aller Mitarbeiter und Führungskräfte von ZEISS sind in einer Konzernrichtlinie, der sogenannten Corporate Standard Operating Procedure, beschrieben.

Alle Unternehmen der ZEISS Gruppe sind dazu verpflichtet, einen Officer für OHS (Occupational Health and Safety) schriftlich zu bestellen. Die Aufgaben des OHS-Officers können entsprechend der lokalen Gesetzgebung unterschiedlich sein, umfassen aber immer die Beratung der Geschäftsführung und die Bewertung der Gefährdungen im Arbeits- und Gesundheitsschutz. Darüber hinaus sind alle ZEISS Mitarbeiter aufgerufen, sich aktiv für Arbeitssicherheit einzusetzen und Gefahren an Vorgesetzte oder an die zuständigen OHS-Officer zu melden. Schulungen zu Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz werden dezentral von den Unternehmenseinheiten organisiert und liegen in der Verantwortung der jeweiligen Führungskräfte.

In Deutschland übernimmt der Leiter der Arbeitssicherheit gemäß dem Arbeitssicherheitsgesetz für alle Standorte eine beratende Funktion. Hierzu steht ein bundesweit verbindlich umzusetzendes Handbuch für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz zur Verfügung, das grundsätzliche Prozesse und Vorgehensweisen regelt. Grundsätzlich umfasst das Arbeitsschutzmanagement von ZEISS in Deutschland alle Standorte einschließlich der von diesen beauftragten Fremdfirmenmitarbeiter. Deren Auftraggeber muss daher vor Auftragsannahme die Fremdfirmenrichtlinie von ZEISS bestätigen. Elf Standorte, darunter zwei in Ungarn und zwei in China, sind zudem nach OHSAS 18001, dem internationalen Managementstandard für Arbeitsschutz, zertifiziert. Bei allen weiteren ZEISS Standorten in Deutschland ist ebenfalls ein Arbeitsschutzmanagementsystem implementiert, das den Anforderungen der OHSAS 18001 entspricht. Das betriebliche Gesundheitsmanagement fördert ZEISS vor allem in Deutschland, doch bestehen auch an internationalen Standorten einzelne Initiativen. Indem das Gesundheitsmanagement zu einem zeitgemäßen Arbeitsumfeld und guten Arbeitsbedingungen beiträgt, ist es auch ein wichtiges Argument bei der Rekrutierung von Nachwuchskräften.

Darüber hinaus bestehen an den deutschen Standorten gesetzlich reglementierte Arbeitsschutzausschüsse (ASA), die vierteljährlich zu Anliegen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung zusammenkommen. Veranstalter ist die Unternehmensleitung in Person des sicherheitsverantwortlichen Vorstands oder Geschäftsführers beziehungsweise des benannten Standortverantwortlichen für Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz. Die Ausschüsse setzen sich weiterhin zusammen aus Betriebsratsmitgliedern, Betriebsarzt, Fachkraft für Arbeitssicherheit, Sicherheitsbeauftragten sowie gegebenenfalls einem Vertreter der Schwerbehindertenvertretung. Da mindestens ein Vertreter der Unternehmensleitung anwesend ist, können die Ausschüsse auch Entscheidungen treffen.

Ziele und Ergebnisse
Zentrales Ziel ist die Reduzierung der Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen. Um diese Daten weltweit zu erfassen und Präventionsmaßnahmen künftig besser steuern zu können, wurden im Geschäftsjahr 2016/17 neue Kennzahlen eingeführt, die erstmals für Juni 2017 erhoben wurden. Der Konzernvorstand hat für alle Produktionseinheiten der ZEISS Gruppe als Ziel bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2022/23 eine Lost Time Injury Frequency Rate (LTIFR) von kleiner als 2,25 vorgegeben. Im Geschäftsjahr 2017/18 lag diese bei 3,96 und es kam zu keinem Arbeitsunfall mit Todesfolge. Zum Oktober 2017 wurde zudem ein globaler OHS-Koordinator benannt. Diese Funktion hat der Leiter der Abteilung Arbeitssicherheit zusätzlich zum funktionalen Management für Deutschland übernommen.
Zur Ermittlung der Kennzahlen melden monatlich 45 Geschäftseinheiten mit insgesamt mehr als 23.000 Beschäftigten die Statistiken zu Häufigkeit und Schwere von Arbeitsunfällen.

Weitere Informationen finden Sie im aktuellen Nachhaltigkeitsbericht.

Bei Fragen oder Anregungen zu Nachhaltigkeit bei ZEISS schreiben Sie uns gern: respons ibility @zeiss .com