Sternenfädlerin bei der Arbeit

©Anna Schroll

Wussten Sie schon, dass …

… bei ZEISS Sterne von Hand gemacht werden?


So gibt es in dem Hightech-Unternehmen tatsächlich den Beruf des Sternenfädlers. Trotz der romantischen Assoziationen, die dieser Titel hervorruft, basiert die Profession auf einer höchst soliden Ausbildung: der des Feinoptikers. Wie und wozu aber werden Sterne eigentlich gefädelt?

Eingesetzt wird der Sternenfädler im Bereich Planetarien. Denn was viele Menschen gerne verwechseln: In einem Planetarium bekommen sie einen künstlichen Sternenhimmel zu sehen – im Gegensatz zur Sternwarte, wo Besucher echte Himmelsobjekte beobachten können.

Kern eines Planetariums ist ein spezieller Projektor, der den Sternenhimmel auf die Innenfläche einer halbkugelförmigen Kuppel projiziert. Tatsächlich stellte Walther Bauersfeld im Jahr 1923 das erste Projektionsplanetarium von ZEISS vor. Heute steht das weltgrößte Planetarium im japanischen Nagoya – es hat einen Kuppeldurchmesser von 35 Metern.

Ohne die Handarbeit des Sternenfädlers gäbe es bei aller Technologie jedoch kein modernes Projektionsplanetarium. Ein Planetariumsprojektor von ZEISS ist ein opto-mechanisches Gerät, das je nach Modell 12 oder 32 Fixsternprojektoren enthält. Darin befinden sich runde Scheiben mit Löchern, die dem Sternenhimmel astronomisch bis ins Detail genau entsprechen, wobei jedes Loch mit einer einzelnen Glasfaser beleuchtet wird. Für 9100 Sterne in einem Planetariumsprojektor – das ist die Zahl der Sterne, die das menschliche Auge unter besten Beobachtungsbedingungen sehen kann – sind somit 9100 Glasfasern unter einem Mikroskop zu fädeln. Diese Arbeit verlangt Geduld, gute Nerven und viel Fingerspitzengefühl. Denn auf eine dieser runden Scheiben mit einem Durchmesser von fünf Zentimetern müssen bis zu 900 Sterne passen.

Im Anschluss ans Fädeln werden die handgearbeiteten Fixsternprojektoren in den Planetariumsprojektor eingebaut und dort justiert. Millionen Planetarienbesucher auf der ganzen Welt staunen dann über den brillanten und natürlich erscheinenden Sternenhimmel auf der Kuppel über ihren Köpfen. Ohne zu ahnen, dass sie diesen Genuss hauptsächlich der Handarbeit des Sternenfädlers von ZEISS in Jena zu verdanken haben.

27. November 2012

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