Wussten Sie schon, dass Künstler mit Mikroskopen fotografieren?

Wussten Sie schon, …

… dass Künstler mit Mikroskopen fotografieren?


Ob Kristalle, medizinische Präparate oder kleine Lebewesen: Aus wissenschaftlicher Sicht ist fast jedes mikroskopische Bild interessant, doch ästhetisch lässt es manchmal zu wünschen übrig. Mit dieser Situation gab sich Professor Manfred P. Kage nicht zufrieden. Er erstellt seit Jahrzehnten künstlerische mikroskopische Bilder – stets mit einem wissenschaftlichen Hintergrund.

Damit die Bilder einen künstlerischen Wert erhalten, werden sie in der Regel farblich umgesetzt. Dies realisiert Manfred P. Kage unter anderem über einen selbst konstruierten Polychromator. Dieser Spezialfilter, der das gesamte Spektrum des Lichts räumlich auffächert, sorgt für Schärfe und schillernde Farben. Bereits 1957 veränderte er damit lichtmikroskopische Aufnahmen – lange bevor es digitale Bildbearbeitung gab. Um eine vergleichbare künstlerische Wirkung seiner Bilder auch in der Rasterelektronenmikroskopie zu erreichen, erfand Kage 1977 einen Gammadiskriminator. Dieser ermöglichte es ihm, mithilfe von Farbfiltern farbige Rasterelektronenmikroskopiebilder zu erschaffen.

Die Begeisterung Kages für die Mikroskopie reicht bis in seine Kindheit. Mit dem goldfarbenen Mikroskop seines Onkels beobachtete er den Mikrokosmos des benachbarten Teichs. Schon als Zwölfjähriger schraubte er sein erstes eigenes Mikroskop zusammen: mithilfe eines alten ZEISS Objektivs, eines Märklin-Baukastens und weiteren Bauteilen wie Zahnarztspiegel oder Fahrradlenker.

Bis heute entwickelt er im Familienunternehmen auf Schloss Weißenstein auf der Schwäbischen Alb künstlerische und technische Innovationen. Sein Team arbeitet mit verschiedenen Universitäten zusammen, aber auch für Unternehmen. Auch mit ZEISS besteht eine jahrzehntelange Partnerschaft, so setzt Kage unter anderem die Axio-Serie sowie weitere inverse und Fotomikroskope mit allen optischen Kontrastverfahren ein.

Kages Werke finden sich auf den Titelseiten von Magazinen wie GEO oder Bild der Wissenschaft. Sogar Salvador Dali verwendete Spezialeffekte aus dem Hause Kage. Eine Auswahl seiner Werke ist gerade in den ZEISS Microscopy Labs in München zu erleben.

13. August 2013

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