Wussten Sie, ...

... dass ZEISS Produkte einen Kometen umkreisen?

Meldet er sich oder nicht? Das war die Frage am 12. März 2015, als die Rosetta-Sonde der Europäischen Weltraumorganisation ESA zum ersten Mal nach mehreren Monaten versuchte, Signale der Landeeinheit Philae auf dem 500 Millionen Kilometer von der Erde entfernten Kometen Tschurjumov-Gerasimenko zu empfangen. Aber noch schläft das Minilabor. Es wird nun mit dem Kometen auf seiner Umlaufbahn näher zur Sonne kommen und – so hofft man - mehr Energie tanken. Dann könnte es wieder aktiv werden und weitere Information an die Erde senden.

Die Rosetta-Mission gilt als einzigartiger Erfolg. Denn nach zehnjähriger Reisezeit der europäischen Mutter-Raumsonde gelang die Landung von Philae auf dem Kometen. Genau an diesem Prozess waren maßgeblich zwei hochkomplexe Spektrometersysteme beteiligt, die mit Gittern von ZEISS ausgestattet sind: ein VIRTIS-H mit hoher und ein VIRTIS-M mit mittlerer Auflösung im infraroten und sichtbaren Spektralbereich sind auf Rosetta angebracht. Diese wurden gemeinsam mit Kameras unter anderem dazu verwendet, den optimalen Landeplatz von Philae mit einer Genauigkeit von zwei bis drei Metern zu ermitteln. „Wir haben die optischen Gitter speziell für die spektroskopischen Anforderungen der Rosetta-Mission entwickelt und mit einer sehr aufwendigen Technologie gefertigt“, erinnert sich Dr. Klaus Heidemann, der von 1997 bis 2000 die Entwicklung und Fertigung der Rosetta-Gitter leitete. „Entstanden ist das komplexeste Gitter, das wir jemals ausgeliefert haben.“

Zwei Tage lang arbeiteten die Philae-Instrumente. Das Minilabor konnte wertvolle Daten über die Beschaffenheit des Kometen zur Erde senden. Dann war die Batterie planmäßig erschöpft und die Forscher hoffen nun, dass sich die zweite, solarbetriebene Batterieeinheit auflädt. Unabhängig davon nimmt die Rosetta-Sonde den Kometen weiterhin mit ihren elf Instrumenten genau unter die Lupe. Die Mission soll noch bis Ende 2015 dauern. Dabei werden auch die ZEISS Spektralgitter auf der Muttersonde weiter ihre Kreise um den Kometen ziehen.

 

28. April 2015

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