Wussten Sie schon, ...

... dass Katharina die Große bewegliche Haarnadeln aus China mit nur 30 Mikrometer dünnen Drähten besaß?

Katharina die Große, die als Prinzessin Sophie Auguste Friederike von Anhalt-Zerbst am 2. Mai 1729 in Stettin geboren wurde, heiratete 1745 den späteren Zar Peter III. Nach einem Staatstreich übernahm sie als Katharina II. den Thron und regierte als Repräsentantin des aufgeklärten Absolutismus. Sie war eine Förderin der Schönen Künste und der Musik und setzte sich für Bildung ein. Die Eremitage in Sankt Petersburg basiert ursprünglich auf ihren persönlichen Sammlungen. Unter anderem besaß sie eine einzigartige Sammlung von rund 250 goldenen Haarnadeln, die von chinesischen Meistern hergestellt wurden. Die einzelnen Elemente sind sehr fragil, zum Beispiel besitzen sie teils nur 30 Mikrometer dünne Drähte. Zudem haben die Haarnadeln bewegliche Teile wie die Flügel von Schmetterlingen und Vögeln oder den Kopf eines Phönix.


Dies stellt große Herausforderungen für die Restauratoren in der Eremitage in Sankt Petersburg dar, denn ohne entsprechende Vorbereitung könnten die Elemente völlig falsch verschweißt werden. Dies würde nicht nur den Wert der Stücke schmälern, sondern sie auch für Historiker nutzlos machen.


Entsprechend müssen nicht nur die verwendeten Metalle, Lötlegierungen und Pigmente untersucht werden, sondern auch die Herstellungstechnik und die Art der beweglichen Teile. Dazu dürfen die Haarnadeln aber kaum angefasst werden, da sie aufgrund des eigenen Gewichts brechen könnten. Auch Erhitzung oder Feuchtigkeit kommen durch die fragile Struktur und die wasserlöslichen Farbstoffe nicht in Frage. Daher untersuchen die Forscher diese Haarnadeln mit speziellen Mikroskopen von ZEISS, um die Elemente detailliert zu analysieren und davon Fotos oder Videos aufzunehmen. Nur so können sie die wertvolle Haarnadel-Sammlung von Katharina der Großen der Nachwelt originalgetreu erhalten.

18. August 2015

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