Wussten Sie, dass ...

... vor den Azoren neue Tierarten entdeckt werden?

Eigentlich sollten in Europa schon alle Tier- und Pflanzenarten bekannt sein, möchte man meinen. Doch weit gefehlt. Zumindest an entlegenen Orten wie in der Tiefsee rund um die Azoren geht die Suche nach neuen Arten erfolgreich weiter. Zum Beispiel taucht das deutsche Ehepaar Kirsten und Joachim Jakobsen dort mit seinem U-Boot LULA 1000 bis zu einen Kilometer in den Atlantischen Ozean hinab. Es ist übrigens eines von nur zehn Unterwasserbooten weltweit, das dem dortigen Druck von 100 bar standhält.

Als Hartmut Arndt, Ökologie-Professor an der Universität Köln, in einer Radiosendung von den Unterwasserfilmern hörte, kontaktierte er die Jakobsens, um seine Forschungen auf dem Gebiet der Nanofauna voranzubringen. Er möchte die Bedeutung der mikroskopisch kleinen, meist ein- oder wenigzelligen Lebewesen für den Kohlenstoffhaushalt der Tiefsee untersuchen. Im ersten Schritt werden hierzu die verschiedenen Arten quantifiziert und deren vertikale Verteilung abgebildet, zum Beispiel in einem 3D-Modell.

Um die nur wenige Mikrometer kleinen Tierchen zu bestimmen, fangen die Jakobsens über eine Wasserhahn-ähnliche Vorrichtung Proben des Meerwassers direkt im Inneren des U-Boots auf. Noch vor Ort untersuchen sie oder Studenten von Professor Arndt mit Hilfe des ZEISS Routinemikroskops Primovert die Einzeller. Das Filmen und Fotografieren größerer Tiere wie Fische, Quallen, Garnelen oder Kalmare hat das Ehepaar natürlich nicht aufgegeben. Schließlich gibt es auch hier noch viele neue Arten zu entdecken.

23. Februar 2016

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