Wussten Sie, dass ...

... es einen Zoo für Mikroorganismen gibt?

Ob in Hamburg, Berlin oder München: Der Tierpark ist in vielen Städten eine echte Attraktion für Touristen und Einheimische. Doch lassen sich bisher im Zoo nur Tiere betrachten und im Botanischen Garten Pflanzen. Es fehlt eine wichtige Gruppe an Lebewesen: die Mikroorganismen. Diese lassen sich mit bloßem Auge nicht erkennen und werden daher auch nicht gezeigt – bis jetzt.

Denn genau aus dieser Erkenntnis heraus hat sich Haig Balian, der Direktor des Zoologischen Gartens in Amsterdam, des Natura Artis Magistra, dazu entschlossen, auch Mikroorganismen aufzunehmen. Schließlich war Artis schon immer mehr als nur ein Zoo. Es ist ein Platz, an dem Tiere, Pflanzen, Sterne, Kulturerbe, Kunst und Bildung zusammenkommen. Mikroorganismen wurden nun zu dieser Liste hinzugefügt.

Die winzigen Lebewesen werden im Museum Micropia präsentiert, das sich im denkmalgeschützten Gebäude „De Ledenlokalen“ an der südwestlichen Ecke des Artis befindet. In die Ausstellung wurden auch Mikroskope von ZEISS integriert. Micropia dient aber nicht nur zum Betrachten der Mikroorganismen, sondern ist ein weltweit einzigartiges Institut zur Erforschung und Veranschaulichung von Mikroorganismen. Denn Mikrobiologie kann dabei helfen, aktuelle Herausforderungen in Medizin, Umweltschutz oder Versorgung mit Trinkwasser und Nahrungsmittel zu lösen. „Micropia erfüllt aber auch den ökologischen Traum meiner Jugend“, sagt Haig Balian. „Es zeigt das volle Ausmaß der Vernetzung der Natur.“

22. März 2016

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