Planar 0,7/50

Wussten Sie, dass …

… Kameras mit ZEISS erst zum Mond und dann nach Hollywood kommen?


Als der irische Abenteurer Barry Lyndon im 18. Jahrhundert nach England kommt, gibt es noch keine Glühbirnen. Kerzen sorgen für helle Räume. Im gleichnamigen Film über den Draufgänger beschloss Regisseur Stanley Kubrick 1975 kurzerhand, die Lichtverhältnisse authentisch nachzustellen. Aufnahmen im Kerzenlicht waren ein Novum in der damaligen Filmbranche. Doch Kubrick hat es geschafft: Beim Dreh von Barry Lyndon gab es ausschließlich Kerzenschein am Set – und anschließend den Oscar für die beste Kamera.

Für den Film nutzte Kubrick Spezialoptik aus Oberkochen: Das Objektiv Planar 0,7/50 hatte ZEISS ursprünglich im Auftrag der NASA entwickelt. Es ist extrem lichtstark und so empfindlich, dass die NASA damit die „dunkle“ Rückseite des Mondes ablichten konnte.

Das Planar 0,7/50 hat also eine lange Reise hinter sich: Von Oberkochen bis zum Mond und dann nach Hollywood. Und wissen Sie wo es sich jetzt befindet? Nach erfolgreichem Einsatz ist es zurück in Oberkochen und wird demnächst im Frankfurter Filmmuseum aus- gestellt. Dort können Sie das Objektiv bewundern, das mit „Barry Lyndon“ die Filmtechnik revolutionierte. Es gilt bis heute, also auch 33 Jahre nach seinem Filmeinsatz, als Maßstab für Produktionen mit ungünstigen Lichtverhältnissen. Und so hat das Objektiv nicht nur eine erfolgreiche Reise auf den Mond hinter sich: Auch im Filmgeschäft hat sich die innovative Spezialoptik von ZEISS einen Namen gemacht.

3. November 2008

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