Wussten Sie, dass Carl Zeiss einen echten Van Gogh von einem falschen unterscheiden kann?

Wussten Sie, dass …

… ZEISS einen echten Van Gogh von einem falschen unterscheiden kann?


Als der eigenwillige Künstler sich 1888 im südfranzösischen Arles niederlässt, steht der damals 35-Jährige noch immer vor seinem Durchbruch als ernstzunehmender Maler. Nach Aufenthalten in Antwerpen und Paris schuf Vincent van Gogh in dem kleinen Provinzstädtchen in nur 16 Monaten 187 Gemälde. Die charakteristischen blauen und gelben Farben Südfrankreichs spiegeln sich deutlich in den Bildern seiner letzten Schaffensperiode. Doch hat van Gogh die ihm zugeschriebenen Werke wirklich alle selbst gemalt?

Ein Forschungsprojekt soll für Aufklärung sorgen: In Zusammenarbeit mit dem Amsterdamer Van Gogh Museum und dem Unternehmen Shell untersuchen Mitarbeiter von ZEISS die Echtheit fraglicher Werke. Mikrostrukturen, Pigmente und Grundierungen geben Aufschluss über den Urheber der Bilder. Mit einem Transmissionselektronenmikroskop (TEM) von ZEISS analysieren die Forscher hauchdünne Lamellen aus abgelösten Farbpartikeln. Das Ergebnis kann vermeintliche van Goghs im Nu wertlos machen.

Wie das funktioniert? Ein Ionenstrahl schneidet mikroskopisch kleine Lamellen als Querschnitte aus dem Material heraus. Jetzt kommt das TEM zum Einsatz und untersucht die präparierten Lamellen mit Hilfe eines speziellen Analyseverfahrens. Dieses erlaubt die exakte Bestimmung der Materialzusammensetzung einer Probe. Was die Forscher herausfanden? Van Gogh benutzte bevorzugt Bleiweiß, mit Pergamentweiß versetzt: So erkennt man auch 120 Jahre später noch individuelle Materialvorlieben und Maltechniken eines Künstlers.

7. April 2009

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