Zebrafink

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Wussten Sie, …

… wie Zebrafinken singen lernen?


Die kleinen Vögel, die zwar nur bis zu elf Zentimeter lang und gerade mal rund zwanzig Gramm schwer werden, sind am knallroten Schnabel zu erkennen – die Männchen haben das typische Zebramuster auf der Brust, das für den Namen verantwortlich ist. Während Zebrafinken hierzulande nur im Vogelkäfig zu finden sind, leben ihre wilden Artgenossen in Australien. Die wohl bekannteste Eigenschaft haben sie gemeinsam: Sie sind talentierte Sänger und lernen ihren Gesang von den älteren Tieren. Richtig, sie müssen das Singen lernen – deshalb untersuchen Forscher am Institut für Neuroinformatik (Universität Zürich und ETH Zürich) spezielle Hirnareale der kleinen Federtiere mit Mikroskopen von ZEISS.

Die Wissenschaftler in der Arbeitsgruppe von Prof. Richard Hahnloser erforschen bei diesen Singvögeln Nervenzellen, die für das Erlernen des Gesangs eine Schlüsselrolle spielen. Die Vögel haben, genau wie der Mensch beim Spracherwerb, eine sensible Phase für den Lernvorgang. Und das geht ganz einfach, aber nicht ohne fremde Hilfe: Junge Zebrafinken lernen singen, indem sie ihren Vater oder einen anderen Tutor imitieren.

Was ZEISS mit dieser Forschung zu tun hat? Zebrafinken sind das einfachste Tiermodell zur Erforschung des vokalen Lernens und sind von höchstem Interesse für die Hirnforschung. Verbesserte mikroskopische Untersuchungen der kleinen und filigranen Vogelhirne sind jetzt mit der Lösung "Shuttle & Find" von ZEISS problemlos möglich. "Shuttle & Find" erlaubt den Forschern erstmalig im Lichtmikroskop identifizierte Strukturen von biologischen Proben im Rasterelektronenmikroskop schnell und sicher wieder zu finden. Außerdem ermöglicht die Lösung Untersuchungen in höchstaufgelöster Detailgenauigkeit. Zusätzlich kann man die licht- und rasterelektronischen Bilder ortsgenau überlagern, wodurch funktionelle und strukturelle Informationen zusammengeführt werden. So können Wissenschaftler die gesuchten Nervenzellen ganz genau analysieren und dadurch von den beliebten Luftbewohnern lernen.


19. Oktober 2010

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