James-Webb-Weltraum-Teleskop (NASA)

Bild: NASA

Wussten Sie, dass...

... man die ersten Sterne erst 2018 sehen kann?


Stellen Sie sich vor, Sie könnten die Anfänge unseres Universums, die ersten Galaxien und Sterne betrachten. Im Jahr 2018 wird das möglich sein. Dann startet eine Ariane- Rakete mit dem James-Webb-Weltraum-Teleskop ihre Erkundungstour in das Weltall.

Die ersten Sterne entwickelten sich aus dem langsam abkühlenden Feuerball des Urknalls vor über 10 Milliarden Jahren. Diese sind meist sehr weit von der Erde entfernt und in den roten Bereich des Lichtspektrums verschoben. Je höher die Rotverschiebung eines astronomischen Objekts, desto länger war das von ihm ausgesandte Licht unterwegs und desto weiter zurück in der Vergangenheit sehen wir es. Das Licht der Sterne für das menschliche Auge wahrnehmbar zu machen, ist also technisch sehr anspruchsvoll. ZEISS, EADS Astrium und das Max-Planck-Institut für Astronomie entwickeln deshalb die Instrumente NIRSpec und MIRI für den nahen und mittleren Infrarotbereich und machen somit die Sterne sichtbar. ZEISS liefert mit so genannten Filter- und Gitterwechsel-Mechanismen die Herzstücke beider Instrumente für das James-Webb-Weltraum-Teleskop. Durch sie können Wellenlängen gezielt gefiltert und das Licht in kleinste Spektralbereiche zerlegt werden.

Darüber hinaus müssen die Instrumente im Weltall einer enormen Belastung standhalten. Während sie beim Start hohen Vibrationen und einer extremen Beschleunigung ausgesetzt sind, werden sie an ihrem Einsatzort auf beinahe den absoluten Nullpunkt von -273 °C heruntergekühlt, damit die Wärmestrahlung des Teleskops nicht die schwache Infrarotstrahlung der ersten Sterne überblendet. 2018 stehen dann sicherlich einige erhellende Erkenntnisse zu den ersten Sternen zur Verfügung.


3. Mai 2011

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