peripherer Nerv einer Ratte

Wussten Sie, dass...

...ein neues Mikroskop fast Unsichtbares sichtbar macht?


Dazu hat ZEISS ein Elektronenmikroskop mit Phasenkontrast entwickelt. Bereits im Jahre 1934 hat der Nobelpreisträger Frits Zernike mit der Erfindung des Phasenkontrasts in der Lichtmikroskopie die biologisch-medizinische Grundlagenforschung revolutioniert, da fast durchsichtige Zellstrukturen damit besser untersucht werden konnten. ZEISS hat schon im Jahre 1936 den ersten Prototyp eines Phasenkontrastmikroskopes gebaut.

Der Phasenkontrast dient der Betrachtung biologischer Präparate mit geringem Kontrast, wie Zellmembranen. Dabei wird durch spezielle transparente Blenden im Strahlengang eine Phasenverschiebung des Lichts erreicht. Nun haben die Entwickler bei ZEISS einen Weg gefunden, das Phasenkontrastverfahren zum ersten Mal auch in der Elektronenmikroskopie nutzbar zu machen. Die Elektronenmikroskopie ermöglicht durch kurzwellige Strahlung eine viel feinere Darstellung. Die größte Herausforderung bestand dabei darin, zu verhindern, dass die elektronenoptische Phasenkontrastplatte, die den Strahl der Elektronen durch ein winziges Loch leitet, durch Kontamination „verstopft“ wird. Dieses Problem wurde durch den Einsatz von elektronenoptischer Vergrößerung gelöst.

Das erste kommerzielle Elektronenmikroskop mit Phasenkontrast von ZEISS wird vor allem in der biologischen und medizinischen Forschung eingesetzt. Mit diesem Mikroskop können Bestandteile von Zellen und deren Funktionsweise viel genauer beobachtet und analysiert werden. Somit erhält der Phasenkontrast mehr als 75 Jahre nach Frits Zernikes Entwicklung völlig neue Anwendungsmöglichkeiten.

10. August 2011

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