Nanoscribe microscope

©iStockphoto.com

Wussten Sie, dass...

... die Feigenwespe und Feigenbaum seit 34 Millionen Jahren unzertrennlich sind?


Die rund 800 verschiedenen Feigenwespenarten legen ihre Eier mit einem Stachel immer nur in die Blüten einer bestimmten Feigenart ab und bestäuben sie dabei. In den winzigen Blütenständen entwickeln sich dann Larven, die sich von den Bestandteilen des sich entwickelnden Fruchtstandes ernähren.

Nachdem das Museumsexemplar der ersten Feigenwespe im Jahr 1920 noch fälschlicherweise als Ameisenart bestimmt wurde,

haben Forscher des Natural History Museums in London das Fossil vor kurzem genauer unter die Lupe genommen. Bei der Betrachtung der nur 1,5 Millimeter großen Feigenwespe durch ein Elektronenmikroskop mit einer bis zu 1500-fachen Vergrößerung fanden die Wissenschaftler heraus, dass sich dieses 34 Millionen Jahre alte Insekt kaum verändert hat und genauso aussieht wie ein heutiger Vertreter. Die Aufnahmen zeigen, dass schon damals alle anatomischen Spezialisierungen der Wespe, wie etwa jene, um in die Blüte zu gelangen, oder die Pollentaschen, bereits vorhanden waren.

Daraus lässt sich folgern, dass sich auch die Anatomie der Feigenblüte nicht verändert hat und sich auch nicht verändern darf. In einer so hoch spezialisierten Symbiose würde eine Mutation auf einer Seite unweigerlich sofort zum Ende der Wechselseitigkeit führen. Die Symbiose zwischen Wespe und Baum könnte laut dem britischen Biologen Dr. Steve Compton die älteste wechselseitige Verbindung sein, die in der Wissenschaft bekannt ist.


23. August 2011

Wir verwenden Cookies auf dieser Website. Cookies sind kleine Textdateien, die von Websites auf Ihrem Computer gespeichert werden. Cookies sind weit verbreitet und helfen Seiten optimiert darzustellen und zu verbessern. Durch die Nutzung unserer Seiten erklären Sie sich damit einverstanden. mehr