Beschaffung und Lieferantenmanagement

Aufgrund des hohen Wertschöpfungsbeitrags in der Lieferkette ist die Beschaffung ein Schlüsselprozess für den langfristigen Erfolg der ZEISS Gruppe. Die weltweit vertretenen lokalen Einkaufsorganisationen beziehen sowohl Produktions- als auch Nichtproduktionsmaterialien von lokalen und internationalen Lieferanten. Die sich konstant entwickelnde Lieferantenbasis umfasst mehr als 5.000 Lieferanten, die sich in verschiedenen Ländern befinden.  

Das Unternehmen arbeitet eng mit seinem weltweiten Lieferantennetzwerk zusammen, um negative Auswirkungen seiner Geschäftstätigkeit zu verringern. Da ein wesentlicher Teil der Wertschöpfung von Vorlieferanten bezogen wird, stellt ZEISS über einen risikoorientierten Ansatz sicher, dass Lieferanten systematisch bezüglich Nachhaltigkeitsaspekten überwacht werden. So spielen bei der Auswahl von und der Zusammenarbeit mit den Lieferanten ökologische wie soziale Aspekte eine wichtige Rolle. Denn in komplexen Lieferketten stellen Umweltverschmutzung, Menschenrechtsverletzungen, Kinder- oder Zwangsarbeit potenzielle Risiken dar, denen ZEISS aktiv begegnen will. Um dem eigenen Anspruch zu genügen und die Erwartungen von Kunden, Mitarbeitern und Gesellschaft zu erfüllen, wirkt ZEISS aktiv auf die Einhaltung von Umwelt- und Sozialstandards bei Lieferanten hin.  

Leitlinien, Strukturen und Prozesse

Als Mindeststandards für Menschenrechte, Gesundheit und Sicherheit, Umweltschutz und Unternehmensethik gelten für ZEISS Lieferanten die Bestimmungen des international anerkannten Verhaltenskodex der Responsible Business Alliance (RBA), ehemals bekannt unter dem Namen Electronic Industry Citizenship Coalition. Der RBA-Verhaltenskodex orientiert sich an den Leitprinzipien für Wirtschaft und Menschenrechte der Vereinten Nationen (UN) und internationalen Menschenrechtsstandards wie jenen der ILO.

ZEISS erwartet von seinen Lieferanten, die in einer direkten geschäftlichen Beziehung zum Unternehmen stehen, die Mindeststandards des Kodex zu erfüllen. Die strategisch wichtigen Lieferanten, die für rund 75 Prozent des Einkaufsvolumens von ZEISS stehen, müssen diesen Kodex anerkennen, befolgen und die Standards an ihre Sublieferanten und Kontraktoren weitergeben. Für Bewertungen, Audits und weitere Maßnahmen werden die strategisch wichtigen Lieferanten betrachtet.

Neben dem RBA-Verhaltenskodex zählt unter anderem auch das ZEISS Statement zum großbritischen Modern Slavery Act zu den beschaffungsrelevanten Richtlinien. Die Umsetzung und das operative Vorgehen werden durch ein Gremium – das Supply-Chain-Expert-Panel – begleitet, das sich aus Vertretern des Lieferantenmanagements der Unternehmensbereiche zusammensetzt. Das ebenfalls auf Konzernebene angesiedelte Supplier-Sustainability-Team bündelt verschiedene Nachhaltigkeitsaspekte zu Supply-Chain-Management, treibt ihre Entwicklung voran und unterstützt die Umsetzung in allen Einheiten und Unternehmensbereichen. Für die Ausführung sind zuständige Personen benannt und durch Bewusstseinsbildungsmaßnahmen und verschiedene Austauschformate für die Aufgabe befähigt.

 

Konfliktmineralien

ZEISS unterstützt die Zielsetzung der Section 1502 des amerikanischen Dodd-Frank Acts, die zum Ziel hat, die Finanzierung und Begünstigung von bewaffneten Gruppen in der Demokratischen Republik Kongo oder den angrenzenden Staaten durch den Handel mit sogenannten Konfliktmaterialien zu unterbinden.  

Zu den Konfliktmineralien zählen

  • Columbit-Tantalit (Rohstoff zur Tantalgewinnung)
  • Kassiterit (Zinnstein)
  • Gold
  • Wolframit (Rohstoff zur Wolframgewinnung)
  • Mischformen dieser Mineralien.

ZEISS hat hierzu einen angemessenen Prozess zur Identifizierung und Überwachung der relevanten Lieferanten etabliert.

ZEISS fordert von seinen Lieferanten die Implementierung von Maßnahmen, um sicher zu stellen, dass den sich aus dem Dodd-Frank Act ergebenden Anforderungen hinsichtlich der Verwendung von Konfliktmineralien entsprochen wird und die an ZEISS gelieferten Materialien keine Konfliktmaterialien enthalten, welche direkt oder indirekt bewaffnete Gruppen in der Demokratischen Republik Kongo oder den angrenzenden Staaten finanzieren oder begünstigen.  

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