Umwelt

Aktive und vorausschauende Umweltpolitik ist ein Teil der gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung des Unternehmens. Der Umweltschutz wird jedoch nicht nur als Verantwortung gegenüber Menschen und Umwelt gesehen. Durch optimierten Ressourceneinsatz und Innovationen liegen hier auch wirtschaftliche Chancen für neue Produkte und Geschäftsfelder.

  • Ansatz und Kennzahlen

    Umweltmanagement bei ZEISS zielt auf die Vermeidung von Umweltbelastungen ab. Genauso wie im Zuge der Prozessoptimierung jeder einzelne Arbeitsschritt und seine Abhängigkeit zu anderen untersucht und verbessert wird, sieht ZEISS auch die Schonung der Umwelt als ganzheitliches Thema.

    Das Umweltmanagementsystem (UMS) ist in der ZEISS Gruppe vielschichtig verankert:

    • Vorstand: Gesamtverantwortung für das UMS der ZEISS Gruppe
    • Umweltbeauftragter auf Konzernebene: Unterstützung bei Einführung, Aufbau und Umsetzung
    • Standortverantwortliche: Verantwortung für die Umsetzung der Umweltpolitik und der Umweltrichtlinien

    Organisation des Umweltmanagements

    Die internationale Umweltmanagementnorm ISO 14001 legt weltweit anerkannte Anforderungen an ein Umweltmanagementsystem fest. Mit der beschriebenen Organisationsstruktur ist ZEISS in der Lage, den Wirkungskreis eines UMS in allen vier Phasen Plan, Do, Check und Act mit Leben zu füllen und die Umweltleistung kontinuierlich zu verbessern.

    Gesamtaufwand für Umweltschutz

    Über die vergangenen zehn Geschäftsjahre hat ZEISS jährlich mehr als acht Millionen Euro für weltweite Umweltschutzmaßnahmen aufgewendet. Neben Investitionen in die Anlagentechnik wird der produktintegrierte Umweltschutz zu einem zunehmend wichtigen Faktor. Dabei versucht ZEISS, Umweltbelastungen erst gar nicht entstehen zu lassen, indem integrierte Umweltschutzmaßnahmen möglichst am Beginn von Prozessketten mit berücksichtigt werden.

    Umweltkennzahlen

    Die Produktionsstandorte erheben jährlich ihre Umweltkennzahlen. Diese werden zentral konsolidiert.

    • seit 1993 – Datenerhebung in Deutschland
    • seit 2003 – Datenerhebung weltweit

    Das Umweltkennzahlensystem der ZEISS Gruppe umfasst weltweit 40 Produktionsstandorte (Stand: Geschäftsjahr 2014/15). Die weltweiten Vertriebsgesellschaften sowie die Standorte des Unternehmensbereichs Vision Care sind nicht berücksichtigt.

    Die Umweltkennzahlen beinhalten den Verbrauch an Ressourcen wie Energie und Wasser, Abwasser sowie Abfälle und Umweltschutzinvestitionen. Diese Auswahl bildet die wesentlichen Umweltbelastungen an den ZEISS Produktionsstandorten umfassend ab.

  • Zertifizierungen

    ZEISS setzt bei der Überprüfung seines Umweltmanagementsystems auf interne und externe Audits. Zum Beispiel werden seit über zehn Jahren interne Audits bei der Unternehmenszentrale und den Tochtergesellschaften durchgeführt, um verantwortungsbewusstes Verhalten sicherzustellen. Akkreditierte Zertifizierungsgesellschaften oder unabhängige Umweltgutachter führen die externen Audits durch.

    Umweltmanagement-Zertifizierung

    Bei externen Audits ist die Umweltmanagement-Zertifizierung nach ISO 14001 von grundlegender Bedeutung. Bis Ende 2015 wurden weltweit 16 Produktionsstandorte und insgesamt 30 Tochtergesellschaften der ZEISS Gruppe nach ISO 14001 zertifiziert. Diese Zertifizierungen unterstreichen, dass ZEISS Verantwortung im Bereich Umweltmanagement übernimmt. 

    Energiemanagement-Zertifizierung

    ZEISS hat seine Aktivitäten zum effizienten Umgang mit Energie bereits vor mehreren Jahren gestartet. Seit Dezember 2015 sind alle Geschäftseinheiten der ZEISS Gruppe in der Europäischen Union nach dem internationalen anerkannten Energiemanagement-Standard ISO 50001 zertifiziert. Hierzu wurde ein Energiemanagementsystem entsprechend den festgeschriebenen Normanforderungen erfolgreich eingeführt und angewendet. Damit unterstreicht ZEISS die Bedeutung dieses Themas.  

    Ein Verzeichnis der gültigen ISO 14001 Zertifikate der Unternehmen der ZEISS Gruppe steht in der Online-Datenbank der Deutschen Gesellschaft zur Zertifizierung von Managementsystemen (DQS) zur Verfügung. Die ISO 50001 Zertifikate sind auf Anfrage bei ZEISS erhältlich.  

  • Energie

    Das ZEISS Energiemanagement umfasst mehrere Aspekte. Es geht darum, ein Energiemanagementsystem aufzubauen, die Daten zu überwachen und den Verbrauch dadurch transparent zu machen.

    Beispiele für Energieeffizienz bei ZEISS

    Energiereduktion bei ZEISS

    ZEISS bemüht sich, den Verbrauch von Energie zu reduzieren, daher implementiert das Unternehmen neuartige Anlagen. Auch die Mitarbeiter werden motiviert, ihren eigenen Beitrag zu leisten.

    Beispiele:

    • Im November 2013 startete ZEISS eine interne Roadshow an den deutschen Unternehmensstandorten zum Thema Energie, um den Mitarbeitern das Energiemanagementsystem vorzustellen. Mit einer zweiten Roadshow 2015 setzte ZEISS die Sensibilisierung der Mitarbeiter im Bereich Energie weiter fort. Die Themen in diesem Jahr waren Elektromobilität, Druckluft sowie Wärme und Kälte. 
    • Mehrere ZEISS Standorte haben LED-Beleuchtung in der Produktion installiert. Zum Beispiel La Rochelle in Frankreich, sowie die Standorte in Guangzhou und in Mexico. Der Standort in Maple Grove, Minnesota, hat in allen Büros Neonröhren durch LED-Beleuchtung ersetzt. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden dort 1163 quecksilberhaltige Leuchtstofflampen ausgetauscht. Dadurch konnten rund 114.000 Kilowattstunden pro Jahr eingespart werden. Auch der ZEISS Standort in Thornwood, New York, hat von Leuchtstoffröhren auf LED-Beleuchtung umgestellt, um Energie zu sparen und seine CO2-Emissionen zu reduzieren. Die geschätzte jährliche Einsparung in Thornwood beläuft sich auf mehr als 246.000 Kilowattstunden. 
    • Die Fahrzeugflotte von ZEISS in den Benelux-Ländern hat sich in den vergangenen Jahren aufgrund von erhöhtem Umweltbewusstsein verändert. Es werden nun kleinere Fahrzeuge mit besserer Energieeffizienz eingesetzt. Der Parkplatz bei ZEISS hat eine Ladestation für Mitarbeiter.
    • Von März bis Dezember 2015 konnten Mitarbeiter in Deutschland ihre Verbesserungsvorschläge zu verschiedenen Themen des Energiesparens beim Betrieblichen Vorschlagswesen einreichen. Unter allen brauchbaren Vorschlägen wurden monatlich Gutscheine oder ein Wochenende ZEISS eSmart fahren verlost. Mit dieser Aktion macht ZEISS deutlich, wie wichtig es ist, dass alle Mitarbeiter das Thema Energie ernst nehmen und Optimierungsmöglichkeiten umsetzen. 2016 fand eine ähnliche Aktion, aber mit dem Fokus auf Umweltschutz bei ZEISS statt. Ziel war es, dass Mitarbeiter innovative Ideen zum Umweltschutz einreichen. Diese Ideen tragen mit dazu bei wertvolle Ressourcen einzusparen.

    Energieeffizienz bei ZEISS

    ZEISS verbessert kontinuierlich auf unterschiedliche Weise die Energieeffizienz des Unternehmens: wie zum Beispiel durch den Einsatz von sparsamen Maschinen, umweltbewusstes Bauen sowie das Identifizieren von weiteren Verbesserungsmöglichkeiten.

    Beispiele:

    • Der ZEISS Standort in Marly-le-Roi, nahe Paris, erfüllt moderne Zertifizierungsanforderungen an ökologisch nachhaltiges Bauen. Dank modernster Wärme- und Schalldämmung gehört das Gebäude mit seiner Ökozertifizierung zu einem von nur wenigen derart ausgezeichneten Unternehmensstandorten Frankreichs. Von der Europäischen Kommission wurde der Bau bereits mit Preisen für Nachhaltigkeit in den Bereichen Beleuchtung und Bauinvestition ausgezeichnet. 
    • ZEISS hat für den Neubau des Unternehmensbereichs Medical Technology im Gewerbegebiet zwischen Oberkochen und Königsbronn die Zertifizierung der Deutschen Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen e.V. (DGNB) erhalten. Der Neubau wurde als erstes Gebäude in der Kategorie „Verwaltungs- und Produktionsgebäude“ zertifiziert und mit dem Prädikat Gold ausgezeichnet. In der Rangliste aller in Deutschland erstellten und vom DGNB geprüften Gebäude belegt der Neubau einen der ersten zehn Plätze.
    • Im Geschäftsjahr 2015/16 hat der Unternehmensbereich Industrial Metrology in den USA mit dem Einsatz eines Energie Management Dashboards begonnen, um seine Energieeffizienz zu steigern. Ein Energie Management Dashboard stellt beispielsweise Zahlen, Metriken oder Bewertungssysteme wie Ampel- oder Skalensysteme auf einem Bildschirm dar. Ziel ist es, den eigenen Energieverbrauch genauer an dem Standort zu überwachen und zu steuern. Zudem wurden im Lager neue LED-Leuchten installiert, die nicht nur die Energieeffizienz weiter optimieren, sondern auch das richtige Licht für eine sichere und komfortable Arbeit der ZEISS Mitarbeiter spenden.
    • Die ZEISS Service- und Vertriebsgesellschaft in Frankreich hat in den vergangenen Geschäftsjahren zahlreiche Maßnahmen zu einer Senkung der Umweltbelastung initiiert. Sie unterstützt zum Beispiel lokale Umweltinitiativen zum Thema Recycling von Materialien sowie zum Thema Reduzierung der Energie- und Wassernutzung. Außerdem werden unter anderem für ZEISS Mitarbeiter Schulungen angeboten, die ein umweltschonendes Fahrverhalten fördern.

    Erneuerbare Energien bei ZEISS

    ZEISS steigert erfolgreich den Einsatz erneuerbarer Energien an verschiedenen Standorten.

    Beispiele:

    • Mehr als 4.000 Solarpanels auf dem Dach am Standort Dublin, Kalifornien (USA) sorgen seit 2012 dafür, dass der Standort einen Großteil des benötigten Stroms selbst produziert.
    • Am ZEISS Standort in Novara (Italien) wurde im Sommer 2011 eine Fotovoltaikanlage installiert. Der Standort ist damit energietechnisch unabhängig: Die Anlage deckt den Strombedarf von Geräten und Büros vollständig ab und speist sogar Strom in das Stadtnetz von Novara ein.
    • ZEISS hat am Standort in Oberkochen das erste Elektrofahrzeug im Fuhrpark, das mit selbst erzeugtem Strom fährt. Das Modell eSmart dient auch als Bestandteil einer Forschungsinitiative zur Elektromobilität, bei der ZEISS mit der Hochschule Aalen zusammenarbeitet. Ziel dieser Forschungsinitiative „Geschäftsmodelle GREENOSTALB“ ist eine praxisorientierte Verknüpfung von Ökostrom und Mobilität. Es geht schließlich darum, herauszufinden, inwieweit eMobiltät für den Fuhrpark bei ZEISS künftig eine bedeutendere Rolle einnehmen könnte.

    Energie-Eigenproduktion bei ZEISS

    ZEISS bemüht sich, den Anteil der Eigenerzeugung von Energie zu erhöhen.

    Beispiele:

    • Bei ZEISS in Oberkochen gibt es insgesamt vier Blockheizkraftwerke, in denen aus Erdgas Wärme und Strom hergestellt werden. Hierbei handelt es sich um hoch effiziente Blockheizkraftwerke mit einem Gesamtwirkungsgrad von bis zu 89 Prozent.
    • Bis 2013 wurde der Standort Oberkochen Südwerk ausgebaut und Fotovoltaik-Anlagen in der Größenordnung von rund 800 Kilowatt Peak (kWp) installiert. Die Solaranlage am Standort Thornwood wurde im November 2014 in Betrieb genommen und erzeugt seitdem Energie. Die Eigenproduktion von Energie ermöglicht Thornwood, seine CO2-Emissionen weiter zu senken.

    ZEISS konnte den umsatzbezogenen Energieverbrauch weltweit zwischen den Geschäftsjahren 2005/06 und 2014/15 um mehr als 37 Prozent reduzieren. In diesem Zeitraum sank der Energieverbrauch der ZEISS Gruppe weltweit von 337 Gigawattstunden (GWh) auf 317 GWh. Der Anstieg des Energieverbrauchs seit 2011/12 ist auf die energieintensivere Fertigung in Reinräumen mit aufwendiger Klimatisierung sowie auf die Inbetriebnahme zusätzlicher Fertigungsflächen zurückzuführen.

    Das Gebäudemanagement der einzelnen Standorte kümmert sich darum, höchste Effizienz auf dem Energiesektor sowohl aus ökologischer als auch aus ökonomischer Sicht zu erreichen. So gelingt es, trotz zunehmender Mitarbeiterzahlen an den Standorten und wachsenden Umsätzen den Energieverbrauch in einzelnen Werken im Wesentlichen konstant zu halten.

  • Wasser

    Der Wasserverbrauch basiert auf der Kennzahl Gesamtwasserverbrauch einschließlich des Wassers für die Produktion sowie für die Unternehmenseinrichtungen. Trotz steigender Produktionskosten und Mitarbeiterzahlen konnte ZEISS die Gesamtwassermenge sowie die Wassermenge in Relation zum Umsatz erheblich reduzieren. Grund dafür: konsequente Mehrfachnutzung von Wasser bei Spülprozessen sowie anlageninterne Kreislaufführung in Fertigungs-, Reinigungs- und Kälteanlagen. Produktionsbedingte Abwässer werden in betriebseigenen Abwasserbehandlungsanlagen behandelt und anschließend in das kommunale Kanalsystem eingeleitet.

    Beispiele für Wassermanagement

    Wassereinsparungen in Dublin, Kalifornien

    Zum Wohl der Umwelt und als Reaktion auf die Trockenheit in Kalifornien hat ZEISS den Wasserverbrauch für die Landschaftsanlagen stark reduziert. Von 2013 bis 2014 wurden somit rund 50 Prozent Wasser eingespart.  

    Einsparungen in den vergangenen zehn Jahren

    Zwischen den Geschäftsjahren 2005/06 und 2014/15 konnte der absolute Wasserverbrauch in der ZEISS Gruppe durch verschiedene Initiativen weltweit um 21,5 Prozent reduziert werden. Absolut entspricht dies einer Menge von rund 139.000 Kubikmetern. Der umsatzbezogene Wasserverbrauch weltweit konnte im gleichen Zeitraum um fast 48 Prozent reduziert werden. Diese Statistiken umfassen weltweit 40 Produktionsstandorte der ZEISS Gruppe.  

    Zwischen den Geschäftsjahren 2010/11 und 2014/15 ist der Wasserverbrauch in der ZEISS Gruppe weltweit um fast 6 Prozent angestiegen. Absolut entspricht dies einer Menge von rund 29.000 Kubikmetern.

    Der umsatzbezogene Wasserbrauch konnte im gleichen Zeitraum konstant gehalten werden.

  • Chemie-Management

    ZEISS verfolgt einen vielschichtigen Ansatz, um sicherzustellen, dass die Unternehmungen im Chemie-Management effektiv, regelkonform und vorbeugend arbeiten. Der Ansatz beinhaltet den sicheren Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgütern in der gesamten Prozesskette. Damit stellt ZEISS sowohl einen effektiven Mitarbeiter- als auch Umweltschutz sicher.

    Eine Stoffdatenbank und Gefahrstoffverzeichnisse mit Stoffeigenschaften, Sicherheitsrichtlinien, Gefahrstoffeinstufungen und Gefahrgutklassifizierungen bilden die Grundlage für ein konzernweites Umweltinformationssystem über eingesetzte Gefahrstoffe.

    Entsprechende Sicherheitsdatenblätter enthalten die erforderlichen Informationen über den sicheren Umgang mit chemischen Produkten und dienen somit der Vermeidung von Unfällen. ZEISS verpflichtet seine Lieferanten, die jeweils aktuellen Sicherheitsdatenblätter zur Verfügung zu stellen. Bei der Einführung neuer Gefahrstoffe achtet der Konzern darauf, dass die Lieferanten die Verbots- und Deklarationsliste, die in einer Werksnorm niedergelegt ist, beachten und fordert die entsprechenden Konformitätsbescheinigungen an.  

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    Beispiele von Chemie-Management

    Kühlschmierstoff-Systeme: Umstieg von Öl auf Wasser

    Die Kühlschmierstoff-Systeme wurden an allen Standorten von Öl- auf Wasserbasis umgestellt. Somit können rund 95 Prozent des früher erforderlichen Ölanteils eingespart werden und wir leisten damit auch einen Beitrag zum Gewässerschutz. Auch die Vermeidung von Havarien spielt eine große Rolle. Regelmäßiges Überwachen der Anlagen, Analysen der Kühlschmiermittel und Mitarbeiterschulungen tragen maßgeblich dazu bei, die Standzeiten der eingesetzten Kühlschmiermittel zu verlängern und dadurch Abfälle zu vermeiden sowie Ressourcen einzusparen. Das in dem flüssigen Abfall enthaltene Öl wird in einem Recyclingprozess bei einem zertifizierten Verwertungsunternehmen zurückgewonnen.

    Einsatz leichtflüchtiger Lösemittel

    Im Unternehmensbereich Semiconductor Manufacturing Technology in Wetzlar wurde 2014 das sehr leichtflüchtige Lösemittel Aceton durch ein schwerflüchtiges Lösemittel ersetzt. Mit der damit einhergehenden Materialeinsparung durch dieses schwerflüchtige und außerdem nicht entzündliche Lösemittel leistet ZEISS einen weiteren Beitrag zum Umweltschutz. Falls leichtflüchtige Lösemittel in die untere Atmosphäre gelangen, entsteht Ozon, das schädlich ist für Umwelt, Mensch und Tier. Dies wird nun erfolgreich unterbunden. Bereits 2013 wurde die Verwendung leichtflüchtiger Lösemittel in mehreren Produktionseinheiten in Oberkochen eingestellt. 

    Umstellung der Galvanikprozesse

    Wo immer möglich, werden Stoffe mit gefährlichen Eigenschaften durch weniger gefährliche Stoffe ersetzt. So wurde zum Beispiel bereits 2006 der Einsatz von krebserregenden Cr(VI)-Verbindungen bei der Metalloberflächenbehandlung durch einen umwelt- und arbeitsschutzfreundlichen Prozess eingestellt. 

    Neubau eines Gasflaschenlagers in Oberkochen

    Am Südwerk in Oberkochen wurde 2015 der Neubau eines Gasflaschenlagers fertiggestellt. Sie sind dort sicher und den Vorschriften entsprechend untergebracht. Nicht zuletzt verbessert sich dadurch auch der Brandschutz. 

    Lösemittelmenge reduziert

    Soweit möglich, sind Lösemittel für Reinigungszwecke durch wasserbasierte Reinigungsmedien ersetzt worden. Dadurch vermeidet ZEISS die Emission flüchtiger organischer Verbindungen (sogenannte VOC – volatile organic compounds). Verschmutzte Lösemittelmittel werden gesammelt und wenn immer möglich durch Destillation gereinigt, zurückgewonnen und weiterverwendet. Abluftfilter reduzieren unvermeidbare Lösemittelemissionen auf ein Minimum. 

    Ersetzen und Ausphasen von kritischen Chemikalien

    In Mateszalka, Ungarn, wurden am Standort des ZEISS Unternehmensbereichs Vision Care kritische Reinigungsprozesse durch weniger schädliche Prozesse ersetzt. So wird die Umwelt geschützt und möglicher Schaden reduziert.

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    Schulungen

    Regelmäßige Schulungen von Mitarbeitern im Umgang mit Gefahrstoffen und Gefahrgütern sowie Begehungen und arbeitsplatzbezogene Unterweisungen stellen ein verantwortliches und umweltgerechtes Handeln der Beteiligten mit diesen Stoffen sicher. Der sachgerechte Umgang mit Gefahrstoffen wird an den Standorten regelmäßig durch interne und externe Audits überprüft

    Richtlinien

    REACH
    Mit besonderer Aufmerksamkeit verfolgt ZEISS als sogenannter „nachgeschalteter Anwender“ die Aktivitäten zur Neuregelung der Chemikalienpolitik in der EU (REACH, Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals). Über das Chemikalienmanagement stellt der Konzern sicher, dass nur registrierte Chemikalien eingesetzt werden. Zudem wird darauf geachtet, dass nach Möglichkeit keine sogenannten besorgniserregenden Stoffe (SVHC, substances of very high concern) nach REACH eingesetzt werden.

    RoHS
    ZEISS hat zur Umsetzung der Richtlinie Beschränkung gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten (RoHS, Restriction of Hazardous Substances) ein eigenes Projekt ins Leben gerufen. Die gesetzlichen Vorschriften hat ZEISS 2005 mit einer Software implementiert, die alle Unternehmensbereiche nutzen.

    Die Lieferanten müssen bestätigen, dass die an ZEISS gelieferten Materialien, Stoffe und Gemische konform zu den Richtlinien, Gesetzen und Verordnungen sind. Die Lieferanten werden dazu von ZEISS aufgefordert, Konformitätsbescheinigungen zu übermitteln. Im Zweifelsfall führt ZEISS eine eigene chemische Untersuchung der zugelieferten Teile durch.

  • Abfall und Recycling

    Das Umweltmanagement bei ZEISS verbindet ökologische und ökonomische Inhalte. Konsequente Abfallvermeidung ist bei ZEISS ein Gebot wirtschaftlicher Vernunft. ZEISS strebt an, soviel Abfälle wie möglich wiederzuverwerten: Die Recyclingquote an den deutschen ZEISS Standorten beträgt derzeit rund 90 Prozent: Von 100 Kilogramm Müll werden also 90 Kilogramm wiederverwertet.

    Lose Waste-Kampagne in Dublin, Kalifornien

    In den letzten zehn Jahren hat Dublin, ein amerikanischer Standort der Carl Zeiss Meditec AG in Kalifornien, die Abfallmenge um 50 Prozent reduzieren können. Möglich wurde dies durch den Einsatz eines Recycling-Programms und durch die Kompostierung des Abfalls im Betriebsrestaurant. 2015 implementierte der Standort eine Lose Waste-Kampagne, die Mitarbeiter aufforderte, Abfälle auf verschiedene Weise zu reduzieren. Zum Beispiel verwenden Mitarbeiter jetzt ihre eigenen Kaffeetassen anstatt Einwegbecher. Das Ergebnis: Es werden rund 1.000 Einwegbecher pro Woche weniger verwendet.  

    Müllsammlung, Abfalltrennung und Recycling an internationalen Standorten

    2014 wurde eine geeignete und zugelassene Abfallpresse für die Unternehmensbereiche Medical Technology, Semiconductor Manufacturing Technology sowie für das Standortlogistikzentrum am Südwerk in Oberkochen, Deutschland installiert. So kann der Müll besonders effizient auf möglichst wenig Platz zusammengepresst und im Anschluss recycelt werden.

    Presse für Kunststoffschlamm

    In Guangzhou und in Aalen wurden Pressen für Kunststoffschlamm implementiert. Somit kann die Kunststoffschlamm-Abfallmenge eindeutig reduziert und eine sinnvolle Abfallverwertung und Rückgewinnung umgesetzt werden. Das durch diesen Prozess eingesparte Kühlschleifmittel kann in der Produktion verwendet werden.

    Abfallmanagement bei ZEISS

    2015 gab es mehrere positive Beispiele von Abfallmanagement bei ZEISS: So wurden an verschieden Standorten Abfallsammelstationen gebaut oder verbessert. Wie zum Beispiel am Standort des ZEISS Unternehmensbereichs Vision GmbH in Petropolis, Brasilien. Auch bei der ZEISS in Cambridge, UK wurde das Abfallmanagement optimiert. So können nun hausmüllähnliche Gewerbeabfälle effizienter von Recyclingmüll getrennt werden.  

    Kennzahlen in der Übersicht

    Im Vergleich zum Geschäftsjahr 2010/11 konnte die Abfallmenge inklusive recycelten Materialien von etwa 6.850 Tonnen auf 6.730 Tonnen im Geschäftsjahr 2014/15 reduziert werden.

    Die umsatzbezogene Abfallmenge inklusiv recycelten Materialen sank im gleichen Zeitraum um rund 9 Prozent.

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