ZEISS auf der ESCRS 2017

Innovationen in der Ophthalmologie von ZEISS

ZEISS präsentiert mit AT LARA® die neue Generation der EDoF-Intraokularlinsen, das neue Operationsmikroskop OPMI LUMERA® 700 und das Fundus-Bildgebungssystem CLARUSTM 500

JENA, 11. Oktober 2017.

Auf dem 35. Kongress der European Society of Cataract and Refractive Surgeons (ESCRS) in der portugiesischen Hauptstadt Lissabon präsentiert ZEISS erneut integrierte Lösungen für die Diagnostik und Chirurgie in der Augenheilkunde. Eine neue Intraokularlinse, ein neues Operationsmikroskop sowie ein neues Fundus-Bildgebungssystem unterstützen Ärzte dabei, Diagnostik und klinische Versorgung ihrer Patienten effizienter und wirksamer zu gestalten und bessere Behandlungsergebnisse zu erzielen.

In der Kataraktbehandlung bringt ZEISS mit AT LARA® eine neue Generation von Extended Depth of Focus (EDoF) Intraokularlinsen auf den Markt, die Patienten den größten Sehschärfebereich in dieser Kategorie von Intraokularlinsen (IOL) bietet. ZEISS präsentiert außerdem das neue OPMI LUMERA® 700, das verschiedene Technologien in einem Operationsmikroskop vereint und Augenchirurgen aller Fachbereiche eine Premium-Visualisierungs- und Workflowplattform bietet. Mit CLARUSTM 500 HD zeigt ZEISS ein neues System für die Ultraweitwinkel-Fundusbildgebung, das die legendäre Präzisionsoptik von ZEISS dazu einsetzt, die gesamte Netzhaut von der Makula bis hin zur Peripherie in Echtfarben mit bisher unerreichter Auflösung darzustellen.

„Die Innovationen, die ZEISS auf der ESCRS 2017 vorgestellt hat, unterstreichen einmal mehr die Verpflichtung des Unternehmens, Ärzte dabei zu unterstützen, das beste Behandlungsergebnis für ihre Patienten zu erzielen“, sagt Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG. „Unser Ziel ist es, Ärzten dabei zu helfen, ihre klinischen Resultate und ihre Effizienz zu steigern, indem wir Lösungen in neuen technologischen Kategorien perfektionieren – wie ZEISS AT LARA in der neuen Kategorie der Extended Depth of Focus (EDoF)-IOL – und indem wir fortlaufend neue Technologien integrieren – wie man am Beispiel des neuen OPMI LUMERA 700 Operationsmikroskops sieht.“


Neue Generation von EDoF-Intraokularlinsen von ZEISS
Mit der Einführung der IOL AT LARA erweitert ZEISS sein marktführendes Portfolio an IOLs für die Kataraktchirurgie und steigt in das neue Segment der Extended Depth of Focus (EDoF)-IOLs ein. EDoF-IOLs sind Linsen zur Steigerung der Tiefenschärfe: Die AT LARA von ZEISS erhöht die Brillenunabhängigkeit durch eine Erweiterung des Sehschärfebereichs und bietet Patienten dabei den größten Sehschärfebereich im EDoF-Segment bei gleichzeitig weniger visuellen Nebenwirkungen im Vergleich zu multifokalen IOLs1.

Mit AT LARA von ZEISS können Ärzte noch mehr Patienten ermöglichen, nach der Operation brillenunabhängiger zu sein. Damit adressiert die neue IOL den steigenden Bedarf nach sehr guter Sehkraft im Bereich mittlerer Entfernungen, wie sie etwa für die Bildschirmarbeit und ähnliche Aktivitäten wichtig ist. Ärzte können somit auch Kataraktpatienten, die empfindlicher gegenüber visuellen Nebenwirkungen wie Halos (Lichthöfe) oder Blendungen bei Nacht sind, eine hochwertige Lösung anbieten, die mehr Brillenunabhängigkeit ermöglicht als eine Standard-Monofokallinse.

„Mit AT LARA hat ZEISS sein umfassendes IOL-Portfolio erweitert und die nächste EDoF-Generation entwickelt, die hervorragende Ergebnisse für die Sehkraft und eine höhere Patientenzufriedenheit zeigt als bisherige EDoF-Linsen“, sagt James V. Mazzo, Global President Ophthalmic Devices bei Carl Zeiss Meditec. „ZEISS AT LARA ermöglicht es Chirurgen, ihr Angebot an IOL mit Sonderfunktionen zu erweitern und damit mehr Patienten zu versorgen. Ärzte erhalten so eine hervorragende Lösung für jeden Bedarf ihrer Patienten.“

Die Ergebnisse einer vorklinischen Studie1 zeigten, dass die EDoF-IOL ZEISS AT LARA einen größeren Sehschärfebereich bietet als die EDoF-IOLs der ersten Generation. Das diffraktive optische Design der AT LARA erzeugt eine Art optische Brücke und erweitert so den Schärfebereich. Damit können Patienten bei den meisten Aktivitäten des täglichen Lebens potenziell ohne Brille auskommen. In der klinischen Praxis zeigte ZEISS AT LARA weniger visuelle Nebenwirkungen als multifokale IOLs. Durch das neutrale asphärische Design und die chromatische Korrektur profitierten die Patienten von einer optimierten Kontrastempfindlichkeit. Außerdem verfügt die Linse über eine über 360° laufende scharfe Kante zur Minimierung der posterioren Kapseltrübung (PCO) und ermöglicht als vorgeladene Linse einen effizienten und komfortablen Arbeitsablauf.
Dr. Balasubramaniam Ilango, Medical Director der OPTIMAX-Kliniken in Großbritannien, verwendet die ZEISS AT LARA bereits seit sieben Monaten. Er sagt: „Meine Patienten finden die AT LARA EDoF-Linse wundervoll. Ihre Sehschärfe ist über einen großen Distanzbereich hervorragend und sie berichten bisher über keinerlei visuelle Nebenwirkungen.“

Eine neue Option für Chirurgen in der individuellen Behandlung von Patienten
Dr. Florian Kretz, Fellow des European Board of Ophthalmology (F.E.B.O.) und Vorstandsvorsitzender sowie leitender Chirurg der Praxisgemeinschaft Augenärzte Gerl, Kretz & Kollegen in Deutschland, erläutert: „AT LARA von ZEISS bietet uns eine zusätzliche Option für die individuelle Behandlung von Patienten. Sie erweitert die Sehschärfe im Zwischenbereich und sorgt für weniger optische Phänomene bei einer höheren optischen Leistung im Fern- und Zwischenbereich.“ Dr. Kretz begann mit der Implantation der ZEISS AT LARA bei Kataraktpatienten im März 2017. Er fährt fort: „Alle Patienten würden diese Linse zur Korrektur der Alterssichtigkeit noch einmal wählen.“

1 Daten vorliegend


Das neue OPMI LUMERA 700 bietet hervorragende Visualisierung und optimierten Workflow für jeden Bereich der Ophthalmologie
Die erfolgreiche Produktlinie OPMI LUMERA® für ophthalmologische Operationsmikroskope findet ihre Fortsetzung im OPMI LUMERA 700, dem „All-in-One“-Operationsmikroskop, das ZEISS auf der ESCRS 2017 vorstellt und das Chirurgen eine Plattform zur Verfügung stellt, die ausgezeichnete Visualisierungs- und Workflowtechnologien für alle Fachbereiche in einem Gerät vereint.

Die im OPMI LUMERA 700 integrierten verbesserten IOL-Anpassungs- und Operationsassistenztools richten sich an den wachsenden Bedarf nach Premium-IOLs und optimaler refraktiver Korrektur. Die intraoperative OCT-Bildgebung ist eine Antwort auf die stetig steigende Nachfrage nach noch fortschrittlicherer intraoperativer Bildgebung und unterstützt dadurch neue chirurgische Ansätze in der Augenheilkunde sowie die Behandlung komplexerer Fälle. Das neue OPMI LUMERA 700 mit seinen integrierten Funktionalitäten nimmt diese Trends auf und bietet erhebliche Vorteile für Chirurgen in den Bereichen Katarakt, Hornhaut, Glaukom und Netzhaut. Die Plattform wendet sich darüber hinaus an Ärzte im Lehrbereich, denn es werden für die verschiedenen Fachbereiche keine separaten Geräte mehr benötigt.

„Ärzte müssen sich jetzt nicht mehr zwischen der Assistenz zur markerlosen Ausrichtung torischer IOL und intraoperativem OCT entscheiden. Sie haben beides in einer integrierten Lösung“, erklärt James V. Mazzo. „Von den substanziellen Fortschritten der intraoperativen OCT-Bildqualität, den schlankeren Workflows und der tiefergehenden Integration profitieren Chirurgen in allen augenärztlichen Fachbereichen. So ist die ZEISS Cataract Suite noch besser und leistungsstärker dank der Verbesserung einer ihrer wichtigsten Komponenten, dem Operationsmikroskop OPMI LUMERA 700.“

Durch erweiterte Algorithmen und einen optimierten Arbeitsablauf der computergeführten Operationsassistenz in der ZEISS Cataract Suite markerless müssen Chirurgen wesentlich weniger Arbeitsschritte ausführen und können die torischen IOLs präziser ausrichten. „Es handelt sich um eine weitere Prozessverbesserung im Arbeitsablauf der bewährten ZEISS Cataract Suite“, ergänzt James V. Mazzo. Zusätzlich erhält der Chirurg über ein funktionsreiches „Cockpit“ alle wichtigen Informationen während des Eingriffs - ob im Okular, auf dem Display oder in der Videofunktion. Mit Hilfe der Phako-Parameter und IOL-Daten im Cockpit muss der Kataraktchirurg den Blick nicht mehr vom OP-Bereich abwenden.

Retina-, Hornhaut- und Glaukomchirurgen profitieren von der verbesserten intraoperativen OCT-Bildqualität, die nun noch näher an der diagnostischen OCT-Bildqualität liegt. So können die Chirurgen leichter die intraoperativen OCT-Bilder des neuen OPMI LUMERA 700 mit den präoperativen Retina-Bildern oder den OCT-Bildern von der Vorderkammerdiagnostik aus der CIRRUS OCT-Reihe von ZEISS abgleichen. Damit sehen sie klarer und können mehr Details kritischer Strukturen und Krankheitsbilder unterhalb der Oberfläche des OP-Bereichs miteinander vergleichen.

Die Integration einer Vielzahl ophthalmochirurgischer Visualisierungstechnologien in einer Premium-Operationsmikroskop-Plattform unterstützt Krankenhäuser und ambulante Praxen unterschiedlicher Fachbereiche durch eine kosteneffiziente Investitionslösung. Das neue OPMI LUMERA 700 bietet auch eine 3D-Visualisierungsoption für Einrichtungen der Lehre.


Ultraweitwinkel-Fundusbildgebung mit ZEISS CLARUSTM 500: Klarheit in Echtfarben von der Makula bis zur Peripherie
Frühe Anzeichen einer Augenerkrankung sind oft winzig und befinden sich in der äußersten Peripherie der Netzhaut. Mit der Ultraweitwinkel-Bildgebung mit CLARUSTM 500, die ZEISS auf der ESCRS 2017 erstmals vorgestellt hat, werden Echtfarben von außergewöhnlicher Klarheit mit einem Ultraweitfeld kombiniert. Auf diese Weise können Ärzte eine bessere Sicht auf den gesamten Fundus erhalten.

Natürlich aussehende Bilder des Fundus
Das Ultraweitwinkel-Bildgebungssystem ZEISS CLARUS 500 erzeugt Bilder mit Präzisionsoptik von ZEISS von der gesamten Netzhaut von der Makula bis zur äußersten Peripherie mit einer Auflösung von bis zu 7 Mikrometern. Das System erfasst außergewöhnliche Bilder in Echtfarben, die der natürlichen Farbgebung der Netzhaut sehr nahe kommen, wie sie bei der direkten Beobachtung während einer klinischen Untersuchung wahrgenommen werden. Die Farbtreue der Bilder ist sehr wichtig bei der Diagnose, Dokumentation und dem Management von Augenkrankheiten: Sie spielt eine zentrale Rolle innerhalb einer verlässlichen Diagnose von Sehnervkopf, Nävi und Läsionen, bei denen bereits kleinste Farbabweichungen zu neuen Erkenntnissen und damit zu einer anderen Diagnose und Behandlung führen. Darüber hinaus können die True Color-Bilder des ZEISS CLARUS in rote, grüne und blaue Kanalbilder getrennt werden, wodurch der visuelle Kontrast von Details in bestimmten Schichten der Netzhaut verbessert werden kann.

Mit nur einer Aufnahme erzeugt ZEISS CLARUS 500 ein HD-Weitwinkelbild von 133 Grad; aus zwei automatisch zusammengeführten HD-Weitwinkelbildern entsteht ein 200 Grad Ultraweitfeld-Bild. Die außergewöhnliche Klarheit vom hinteren Augenpol bis zur Peripherie und die intuitive Prüfsoftware ermöglichen es Ärzten, subtile Veränderungen festzustellen. Auf diese Weise trägt CLARUS dazu bei, das Krankheitsmangement zu verbessern. Ein weiterer Vorteil von CLARUS 500 ist Fähigkeit, die Peripherie im Bild zu erfassen und gleichzeitig in die Netzhaut zu zoomen, ohne Auflösung zu verlieren.

„Herkömmliche Fundus-Bildgebungssysteme waren über viele Jahre der Goldstandard für die Diagnose von Erkrankungen der Makula und die Beurteilung des Sehnervs“, sagt James V. Mazzo. „Mit dem Ultraweitwinkel-Bildgebungssystem ändert sich dies nun. Ärzte werden feststellen, dass sie durch die Darstellung eines noch größeren Bereichs der Netzhaut mehr Krankheitsbilder aufdecken können. Dies führt zu einer frühzeitigeren Diagnose und so zu einem besseren Patientenmanagement. Mit ZEISS CLARUS können sie mit einem einzigen Fundus-Bildgebungssystem ein breiteres Patientenspektrum besser behandeln“, fährt Mazzo fort.

Die einfache, stabile und intuitive Technologie des Systems gestattet es Ärzten, hochwertige Bilder während einer einzigen Untersuchung einfach zu überprüfen und zu vergleichen und stellt gleichzeitig Annotations- und Messungstools zur Verfügung, die eine gründliche Analyse der Augengesundheit ermöglichen. CLARUS 500 ist zudem so konzipiert, dass das Erlebnis jedes Patienten optimiert wird.
Indem das Instrument zum Patienten bewegt und dabei ein Mindestabstand eingehalten wird, können Techniker aufgrund der Live-IR-Vorschau eine optimale Ausrichtung der Optik gewährleisten. ZEISS CLARUS 500 trägt zu einem angenehmen Patientenerlebnis bei und liefert Bilder ohne Obstruktionen wie Lider oder Wimpern, wodurch weniger Aufnahmewiederholungen nötig sind.

CLARUS arbeitet mit dem Datenmanagementsystem ZEISS FORUM® und mit dem Retina Workplace zusammen. Auf diese Weise können die Ergebnisse gemeinsam mit anderen ophthalmologischen Bildern und Untersuchungsdaten geprüft werden und es wird eine effiziente multimodale Analyse ermöglicht.


Während der ESCRS 2017 in Lissabon präsentieren namhafte Experten ihre Erfahrungen mit den neuesten Technologien von ZEISS und Besucher können die integrierten Lösungen für Diagnostik und Chirurgie in der Augenheilkunde von ZEISS am Stand P262 vom 7. bis 11. Oktober 2017 bei der FIL, der „Feira Internacional de Lisboa“ hautnah kennen lernen.

Weitere Informationen zu ZEISS auf dem ESCRS 2017 und zu den Wissenschafts- und Schulungsveranstaltungen von ZEISS finden Sie hier: www.zeiss.com/escrs



Ansprechpartner für die Presse

Alice Genevieve Swinton
Director Global Communications
Carl Zeiss Meditec Inc.
Tel.: +1 925 560 5163
alice .swinton @zeiss .com


Ansprechpartner für Investoren
Sebastian Frericks
Director Investor Relations Carl Zeiss Meditec AG
Tel.: +49 3641 220-106
investors.meditec@.zeiss.com





Carl Zeiss Meditec AG:

Die Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE 0005313704) wird im TecDAX der Deutschen Börse geführt und ist einer der weltweit führenden Medizintechnikanbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Es bietet komplette Lösungspakete für die Diagnose und Behandlung von Augenerkrankungen einschließlich Implantate und Verbrauchsmaterialien. Das Unternehmen entwickelt innovative Visualisierungslösungen für die Mikrochirurgie. Mit rund 2.900 Mitarbeitern weltweit erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2015/16 (30. September) einen Umsatz von 1.088 Millionen Euro.

Hauptsitz des Unternehmens ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiter an Standorten in USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research India (CARIn) in Bangalore, Indien, und das Carl Zeiss Innovations Center for Research and Development in Shanghai, China, stärken die Präsenz in diesen schnell wachsenden Ländern. Etwa 41 Prozent der Aktien der Carl Zeiss Meditec AG befinden sich in Streubesitz. Die übrigen rund 59 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten.

Weitere Informationen unter www.zeiss.de/med




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