Geschichte von ZEISS in Jena

  • Wie alles begann

    Wie alles begann

     

    Jena wurde erstmals 1182 erwähnt und erhielt das Stadtrecht um 1230. Es spielte eine zentrale Rolle im Zeitalter der Romantik und Aufklärung. Aufgrund des Bekanntheitsgrades der Universität war Jena ein Anziehungspunkt für viele berühmte Akademiker wie Goethe, Schiller und Hegel.

    Die Eröffnung der „Optischen Werkstätte“ in der Neugasse 7 in Jena durch Carl Zeiss im Jahr 1846 führt zur Bildung eines der wichtigsten optischen und feinmechanischen Unternehmen in der Welt. Das schnelle Wachstum der Firma erforderte auch räumliche Ausdehnung. Deshalb folgten in den folgenden Jahren mehrere Umzüge der Werkstatt. Seit 1880 wurden im Hauptwerk und seit 1923 im Südwerk neue Fabrikgebäude errichtet.

    Jena erblühte in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts. Bei der Bombardierung 1945 wurden jedoch große Teile zerstört. Die Teilung Deutschlands führte auch zur Teilung von Carl Zeiss, nämlich in Carl Zeiss Oberkochen und in den VEB Carl Zeiss Jena. Die deutsche Wiedervereinigung veränderte das Jenaer Unternehmen: Es wurde zur Tochter von Carl Zeiss Oberkochen. Man zog in den Bau 6/70, der fast 100.000 m² Raum bietet.

    Heute ist Jena der Hauptsitz der Carl Zeiss Microscopy GmbH, Carl Zeiss Meditec AG, Carl Zeiss Jena GmbH und von Teilen der Forschung und Entwicklung des Konzerns.

  • 1182 - 1805

    1182

    Erste Erwähnung.

    Um 1230

    Erhalt des Stadtrechts; viele Menschen leben vom Weinanbau.

    Mit freundlicher Genehmigung: University of Jena

    1558

    Gründung der Universität. Lange als "Salana" bekannt, wird sie 1934 in Friedrich-Schiller-Universität umbenannt.

    Ab 1789

    Goldenes Zeitalter der Universität Jena: Hier unterrichten zeitweise Schiller, Fichte, Schelling und Hegel. Mit August Wilhelm Schlegel, seiner Frau Caroline, Friedrich Schlegel, Ludwig Tieck, Clemens Brentano und Friedrich von Hardenburg (Novalis) wird Jena zu einer Hochburg der Romantik.

  • 1806 - 1914

    1806

    Napoleon besiegt die Preußische Armee in der Schlacht bei Jena und Auerstedt.

    Carl Zeiss Optische Werkstätte in der Neugasse 7, Jena.

    1846

    Carl Zeiss eröffnet eine "Optische Werkstätte" in der Neugasse 7.

    Carl Zeiss in der Wagnergasse 32.

    1847

    Die Werkstatt zieht in die Wagnergasse 32.

    1858

    Erneuter Umzug in die eigenen Räume beim Johannisplatz.

    1880

    Wohnsitz von Carl Zeiss und erstes Fabrikgebäude auf dem Gelände des späteren Hauptwerks.

  • 1915 - 1945

    1923

    Erstes Gebäude auf dem Gelände des Südwerks.

    1945

    Große Areale von Jena werden durch Bombenangriffe zerstört, darunter auch das Hauptwerk.

  • 1946 - 1989

    1968

    Erwerb des Reichsbahn-Ausbesserungswerks aus dem das Nordwerk hervorgeht. Heute als Saalepark-Gewerbegebiet bekannt.

    1969

    Im Juni 1969 wird das vom Zweiten Weltkrieg verschonte historische Wohn- und Geschäftsviertel um den Eichplatz abgerissen, um Bauplatz für den heute sogenannten JenTower zu gewinnen. Als Forschungszentrum für Carl Zeiss errichtet, wurde er vor der Fertigstellung der Universität übertragen und gehört heute einem privaten Investor.

    1970

    Die Fabrik in Göschwitz nimmt ihren Betrieb auf. Heute ist hier das Gewerbegebiet Göschwitz.

    1972

    Einweihung des Baus 6/70, das fast 100.000 m² Raum bereitstellt, und damit eines der größten Industriegebäude Europas ist.

  • 1990 – heute

    1991

    Die Carl Zeiss Jena GmbH wird Tochtergesellschaft von Carl Zeiss Oberkochen und zieht in das renovierte Gebäude 6/70 (heute Gebäude 70).

    2002

    Die Gebäude an der Göschwitzer Straße 51-52 werden auf die Carl Zeiss Meditec AG übertragen.

    2012

    Einweihung des neuen Forschungszentrums im Gebäude 70.