Teil 1: Doppelte digitale Power:

Zwei Software-Standorte im Fokus

Seite 3: "Die richtige Einstellung zählt"

 

Ashish: Du bist ja jetzt schon eine ganze Weile bei ZEISS. Wenn du jetzt zurück schaust, gibt es dann einen ganz speziellen ZEISS Moment für Dich, in dem Software eine besondere Rolle spielt?

Falk: Natürlich. Zum Beispiel als die intraoperative Fluoreszenz-Option FLOW 800 das erste Mal im Operationsmikroskop OPMI PENTERO von ZEISS verwendet wurde. Den Patienten hat das wahrscheinlich vor einer weiteren Operation bewahrt! Weshalb? Der Chirurg war sich ziemlich sicher, dass die Ergebnisse der Operation in Ordnung waren. Doch als er noch während des chirurgischen Eingriffs die Fluoreszenz-Option FLOW 800 einschaltete, sah er, dass dies gar nicht der Fall war.

Ashish: Die intraoperative Fluoreszenz ist wirklich ein beeindruckendes Beispiel einer softwarebasierten Technologie, die Ärzten hilft, während der Operation eine Entscheidung zu treffen.

Falk: Absolut. Einen anderen speziellen ZEISS Moment verbinde ich mit unserem OPMI LUMERA 700 und RESCAN 700. Ich sehe mir von Zeit zu Zeit Live-Operationen an und bin besonders von Eingriffen an der Netzhaut des Auges beeindruckt. Chirurgen sehen die kleinsten Details und erzielen gute Ergebnisse. OPMI LUMERA 700 und RESCAN 700 hilft ihnen dabei. Und in diesem Gerät spielt Software wichtige Rolle. Der besondere Moment, an den ich mich erinnere, war das erste Mal, dass das Operationsmikroskop mit integrierter optischer Kohärenztomographie während einer Operation eingesetzt wurde – und gleichzeitig wusste ich: Das ist jetzt genau die gleiche Behandlung, der sich mein Vater nur wenige Monate vorher unterzogen hatte. Das führte mir den technischen Fortschritt vor Augen. Hast Du auch solche speziellen Momente?

Ashish: Ja. Ein Moment, an den ich mich erinnere: Wir übergaben unseren neuen Optischen Kohärenztomographen PRIMUS dem ersten Anwender, einem Netzhautchirurgen. Nachdem er sich das Gerät angeschaut und es das erste Mal genutzt hatte, freute er sich über die einfach die Handhabung und über die guten Bilder. Er war wirklich positiv überrascht. Ein bisschen stolz war ich schon, als er dann sagte: ‚Das ist wirklich eine Lösung, die wir hier in Indien gebrauchen können.‘ Doch zurück zum Thema Software und Digitalisierung. Wo siehst Du die größten Herausforderungen?

Falk: Einige Leute denken, dass Digitalisierung etwas neues ist. Diese Entwicklung gibt es aber schon seit Jahren. Der Unterschied ist nur, dass sie sich jetzt ganz offensichtlich zeigt und beschleunigt. Eine Herausforderung ist meiner Meinung nach der kulturelle Wandel, den die Digitalisierung mit sich bringt. Man kann die Zukunft nicht langfristig und bis ins Detail vorausplanen, irgendetwas kommt immer dazwischen. Wir sind gut beraten, wenn wir sicherstellen, dass die Produkte – ganz egal, wo sie entwickelt werden – zusammenarbeiten, dadurch Arbeitsabläufe vereinfachen und die Bedürfnisse der Kunden erfüllen. Ich bin sicher, Du hast auch einige Herausforderungen zu bewältigen, oder?

Ashish: Ja und ich stimme Dir zu, dass die richtige Einstellung und Kultur sehr wichtig sind. Bei ZEISS haben innerhalb der Organisation schon große Schritte gemacht. Dank einiger Initiativen wird die Notwendigkeit für Veränderungen innerhalb des Unternehmens auch tatsächlich offensichtlich. Denkst Du, wir werden diese Herausforderungen meistern?

Falk: Ja! Und das bringt uns zurück zur standortübergreifenden Zusammenarbeit, die sicherstellt, dass die Produkte miteinander harmonieren. Daraus ergibt sich, dass wir in der Lage sind, sehr gute Fortschritte zu machen und unsere Softwareteams in Jena und Dublin, Bangalore und München für alle nutzbringend zusammenarbeiten. Unsere Central Software Group, die an allen Standorten vertreten ist, beschäftigt sich mit ganz grundlegenden und übergreifenden Themen. Sie entwickelt Software-Komponenten, die von den Entwicklern an allen Standorten genutzt werden.

Ashish: Das ist definitiv einer der positiven Aspekte der unseres globalen Software-Entwicklungsteams. Nun liegt es an uns, die Struktur zusammenzuführen, Funktionen und Prozesse auf allen Ebenen zu verbessern, um unseren Kunden noch bessere, netzwerkfähige Lösungen von ZEISS anbieten zu können.

Falk: Das klingt gut. Bis bald!

Ashish: Bis bald, Falk!

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Geballte digitale Power: zwei Softwarestandorte im Fokus

Daten und Fakten zu Software in ZEISS Produkten