Anlässlich des Weltkrebstages am 4. Februar 2019 möchte ZEISS informieren, aufklären (u.a. durch Aufzeigen der Fortschritte in der Krebsforschung und -behandlung) und ein Bewusstsein für diese Krankheit schaffen. Jeder Einzelne kann dazu beitragen, Krebs zu vermeiden und die Auswirkungen von Krebserkrankungen auf Patienten und ihr Umfeld zu reduzieren.

Fluoreszenzmikroskopische Aufnahme von HeLa-Zellen. Zellbestandteile mit fluoreszierenden Proteinen angefärbt. Aufgenommen mit Apotome.2.
HeLa ist eine potentiell unsterbliche Zelllinie, die in der naturwissenschaftlichen Forschung eingesetzt wird. Hela-Zellen zu untersuchen hilft auch, generelle Prozesse von Krebs besser zu verstehen.

Wussten Sie, dass …

18 million

… die Zahl der weltweit neuen Krebsfälle in 2018 auf 18 Millionen geschätzt wird?1

30%-50%

… aktuell zwischen 30 und 50% der Krebserkrankungen vermieden werden könnten, u.a. durch die Vermeidung von Risikofaktoren?2

3 von 4 Patienten

… es das erklärte Ziel der Organisation Cancer Research UK ist, dass bis 2034 drei von vier Patienten ihre Krebserkrankung überleben?3

Der Begriff Krebs umfasst eine Vielzahl von Krankheiten. Krebserkrankungen treten ein, wenn es in Abschnitten der Erbsubstanz zu irreparablen Mutationen kommt. Diese führen zu unkontrollierbarem Zellwachstum, das dem Körper Schaden zufügen kann. Die Zahl der weltweiten neuen Krebsfälle wurde 2018 auf 18 Millionen geschätzt.1 Mit steigender Tendenz. Grund dafür ist unter anderem der demografische Wandel, aber auch Bewegungsmangel und damit einhergehendes Überwicht tragen ihren Teil dazu bei. Fortschritte in der Forschung haben jedoch sowohl bessere Früherkennung und Diagnose als auch neue Behandlungsmethoden ermöglicht. Zum Vorteil der Patienten.

Weltkrebstag – Geschichte der Krebsbehandlung

Seit einiger Zeit bereits führen Innovationen und Fortschritte von Arzneimitteln und Medizintechnik zu verbesserten Möglichkeiten der Krebs-Früherkennung und auch Therapie. Zudem steigern sich Wirksamkeit und Verträglichkeit ebendieser Krebstherapien - eine Übersicht wesentlicher Meilensteine.

Wilhelm Fabry und Johann Scultetus

Wilhelm Fabry und Johann Scultetus

17. Jahrhundert

Wilhelm Fabry (von Hilden) (1560-1634), größter deutscher Wundarzt seiner Zeit und Begründer der wissenschaftlichen Chirurgie , entfernte bereits im 17. Jahrhundert vergrößerte Lymphknoten im Rahmen von Brustkrebsoperationen, während Johann Scultetus (1595-1645) radikale Mastektomien beschreibt.

Dr. Thomas Beatson

Dr. Thomas Beatson

1896

Dr. Thomas Beatson entdeckt den stimulierenden Effekt von Östrogen auf Tumore in der Brust, noch bevor das Hormon selbst entdeckt wurde. Seine Arbeit stellt die Grundlage für die moderne Anwendung von Hormonen und Analoga (z.B. Tamoxifen, Taxol) in der Brustkrebstherapie und -prävention dar.

Georges Mathé

Erste erfolgreiche Knochenmarktransplantation

1959

Nach einem Unfall in einem Kernkraftwerk gelingt Georges Mathé die erste erfolgreiche Knochenmarktransplantation an Physikern, die Opfer von schädlicher Bestrahlung wurden. Bereits 5 Jahre später werden auch die ersten Leukämie-Patienten erfolgreich von Mathé behandelt.

Nobelpreis für Physiologie oder Medizin

Nobelpreis für Sir Paul M. Nurse, Leland H. Hartwell und Timothy Hunt

2001

Bahnbrechende Krebsforschung mithilfe von Mikroskopen: Sir Paul M. Nurse, Leland H. Hartwell und Timothy Hunt erhalten den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Ihre grundlegenden Entdeckungen zur Kontrolle des Zellzyklus haben großen Einfluss auf alle Aspekte des Zellwachstums. Defekte in der Zellzykluskontrolle können zu den Chromosomenveränderungen führen, die in Krebszellen beobachtet werden. Dies kann langfristig neue Möglichkeiten der Krebsbehandlung eröffnen.

Nobelpreis für Medizin

Nobelpreis für James Allison und Tasuku Honjo

2018

Die Mediziner James Allison und Tasuku Honjo erhalten 2018 den Nobelpreis für Medizin für ihre Entwicklung immunbasierter Krebstherapien – ein Meilenstein im Kampf gegen den Krebs. Die Mediziner entdeckten, dass das Immunsystem selbst in der Lage ist, Krebszellen zu bekämpfen. Voraussetzung dafür ist das Lösen der Immunzellen eigenen Bremsen.

George Papanicolaou

PAP-Test

1949

Der zur zytologischen Früherkennung eingeführte PAP-Test, der auf Dr. George Papanicolaou zurückgeht, eröffnet Möglichkeiten zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs. In Westdeutschland ging die Inzidenz nach Einführung des zytologischen Abstrichs um über 60 % zurück.

Wilhelm Röntgen

Die erste Bestrahlung

1895

1895 experimentiert der Physiker Wilhelm Röntgen und entdeckt die Strahlen, die heute seinen Namen tragen. Die Mediziner beginnen, ihre Patienten damit auf Knochenbrüche und Lungenschatten zu durchleuchten – und entdecken den Effekt der Strahlen auf das schnell wachsende Krebsgewebe. Bereits ein Jahr später findet die erste Bestrahlung einer Brustkrebspatientin in den USA statt – es ist der Beginn der Radioonkologie.

Zulassung des ersten Antikörpers

Zulassung des ersten Antikörpers

1998

Mit der Zulassung des ersten Antikörpers zur Therapie von follikulären Lymphomen wird ein neues Kapitel im Kampf gegen Lymphdrüsenkrebs aufgeschlagen. Die Antikörpertherapie gilt bei Lymphomen – aber auch bei Brust- und Darmkrebs - neben Bestrahlung und Chemotherapie seither als Standardtherapie.

Nobelpreis für Physiologie oder Medizin

Harald zur Hausen

2008

Harald zur Hausen erhält den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin für seine Erkenntnis, dass Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung ermöglichte die Entwicklung eines Impfstoffes gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen.

Grundlagenforschung, Diagnose und Therapie

Der Beitrag von ZEISS im Kampf gegen Krebs

Grundlagenforschung, Diagnose und Therapie

In der Krebsforschung nutzen Wissenschaftler oft Mikroskope, um zu verstehen, wie sich gesunde Zellen von Krebszellen unterscheiden. Lebendzell-Imaging an Zell- oder Tiermodellen hilft dabei, die dynamischen Prozesse im Zellzyklus zu beobachten. Durch Autofluoreszenz oder Fluoreszenzmarkierungen unterscheiden Forscher Tumorzellen von gesundem Gewebe. Diese Grundlagenforschung bildet die Basis für die Entwicklung neuer Diagnose-, Behandlungs- und Heilungsverfahren.

Bahnbrechende Forschung auf diesem Gebiet mithilfe von Mikroskopen wurde sogar mit einem Nobelpreis gewürdigt. Sir Paul M. Nurse, Leland H. Hartwell und Timothy Hunt erhielten 2001 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Ihre grundlegenden Entdeckungen zur Kontrolle des Zellzyklus haben großen Einfluss auf alle Aspekte des Zellwachstums. Defekte in der Zellzykluskontrolle können zu den Chromosomenveränderungen führen, die in Krebszellen beobachtet werden. Dies kann langfristig neue Möglichkeiten der Krebsbehandlung eröffnen. Harald zur Hausen erhielt 2008 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er erkannte, dass Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln.

Medizintechnik von ZEISS hilft Ärzten, Krebserkrankungen zu erkennen und zu behandeln - auf ganz verschiedenen Gebieten.

Frühe Anzeichen einer Augenerkrankung, okulare Tumore etwa, sind oft sehr klein und befinden sich häufig in der äußersten Peripherie der Netzhaut. Ultraweitwinkel-Bildgebung ermöglicht Ärzten eine bessere Sicht auf den gesamten Fundus und somit auch die Früherkennung von okularen Tumoren. Muss ein Tumor, wie etwa ein Gehirntumor, operativ entfernt werden, ist eine präzise Vergrößerung durch ein Operationsmikroskop extrem wichtig. Die oftmals im Operationsmikroskop integrierte Fluoreszenztechnologie hilft Ärzten zudem, krankes von gesundem Gewebe zu unterscheiden. Während der operativen Tumorentfernung kann dann die intraoperative Strahlentherapie zum Einsatz kommen. Anders als bei der externen Bestrahlung wird das Tumorbett direkt nach der OP gezielt bestrahlt. Umliegendes gesundes Gewebe wird geschont und bei bestimmten Krebsarten, etwa bei Brustkrebs, kann die Nachbestrahlung verkürzt werden oder in einzelnen Fällen ganz entfallen.

ZEISS arbeitet auch an Zukunftslösungen: Ein digitales Biopsietool macht Mikrostrukturen des Gewebes in Echtzeit sichtbar, wodurch Ärzte an Ort und Stelle Gewebeproben prüfen könnten, ohne Gewebe zu entnehmen.

Unser Beitrag

Klicken Sie auf die Punkte in der interaktiven Weltkarte und erfahren Sie an Beispielen, wie ZEISS zur Krebsforschung, -diagnose und -therapie beiträgt.

Phoenix, USA

Unterstützung bei Gehirnoperationen durch Medizintechnik, etwa die Fluoreszenztechnologie

Heather Knies hat zwei gefährliche Hirntumore überlebt und ist heute Mutter einer kleinen Tochter. Ihre Geschichte zeigt, welche Leistung Gehirnchirurgen vollbringen und wie moderne Medizintechnik dabei helfen kann, optimale Behandlungsergebnisse zu erzielen.

Philadelphia, USA

Ein Tumor im Auge

Dieses Bild hat Dr. Michael Chen vom Wills Eye Hospital in Philadelphia im US-Bundesstaat Pennsylvania zur Verfügung gestellt: Es zeigt ein Melanom im rechten Auge. Orangefarbene Pigmente auf dem Tumor deuten auf seine Bösartigkeit hin. Aufgenommen wurde die Netzhaut des Auges (Retina) mit der Ultraweitwinkel-Fundusbildgebung von ZEISS. Sie ermöglicht Ärzten, Bilder des Augenhintergrundes der Patienten aufzunehmen, die zur Untersuchung, Erkennung und Dokumentation von Änderungen dienen, die auf eine Augenerkrankung hindeuten könnten. Im Gegensatz zu herkömmlichen Funduskameras bietet die Ultraweitwinkel-Fundusbildgebung mit CLARUS von ZEISS Ärzten Ultraweitwinkel-Bilder der Retina mit hochauflösenden Farben - das heißt, ein größerer Bereich der Netzhaut wird erfasst und der Arzt erhält aussagefähigere Bilder. Eine leichte Verfärbung oder Veränderungen der Retina können ein erstes Zeichen für Augenerkrankungen sein, wie etwa diabetische Retinopathie, Altersbedingte Makuladegeneration oder Augenkrebs.

Portland, USA

Oregon Health & Science University

Joe W. Gray und sein Team vom Oregon Health & Science University in Portland, USA, nutzen integrierte Omic- und Imaging-Technologien. Sie decken Mechanismen auf, mit denen sich fortgeschrittene Brust-, Prostata- und Pankreas-Krebsarten der therapeutischen Kontrolle entziehen. Das Ziel ist, mit diesen Informationen therapeutische Strategien gegen entstehende Resistenzmechanismen zu entwickeln. Die Analyse mittels Multicolor-Immunfluoreszenz ist ein Schlüsselinstrument in diesen Studien. Die Bildgebung erfolgt mit dem Slide Scanner ZEISS Axio Scan.Z1.

Stockholm, Schweden

Die Nobelversammlung am Karolinska Institut

Sir Paul M. Nurse, Leland H. Hartwell und Timothy Hunt erhielten 2001 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Ihre grundlegenden Entdeckungen zur Kontrolle des Zellzyklus haben großen Einfluss auf alle Aspekte des Zellwachstums. Defekte in der Zellzykluskontrolle können zu den Chromosomenveränderungen führen, die in Krebszellen beobachtet werden. Dies kann langfristig neue Möglichkeiten der Krebsbehandlung eröffnen. Harald zur Hausen erhielt 2008 den Nobelpreis für Physiologie oder Medizin. Er erkannte, dass Gebärmutterhalskrebs durch Virusinfektionen ausgelöst wird. Seine Forschung hat es ermöglicht, einen Impfstoff gegen die dritthäufigste Krebserkrankung bei Frauen zu entwickeln.

Bottrop, Deutschland

Intraoperative Radiotherapie in der Brustkrebsbehandlung

Von einer „experimentellen Außenseiter-Methode“ zum „Segen für einige Patienten“: Brustchirurg Dr. med. Hans-Christian Kolberg spricht über die Entwicklung und die Vorteile der Intraoperativen Strahlentherapie in der Brustkrebsbehandlung.

Münster, Deutschland

Intraoperative Visualisierung von gesundem und krankem Gewebe mithilfe von Fluoreszenztechnologie

Weniger als zwei Prozent aller Krebserkrankungen bei Menschen sind Gehirntumore. Eine seltene und trotzdem eine gefürchtete Erkrankung – bedeutet ihre Diagnose doch häufig, dass der Patient nur noch wenige Jahre oder gar Monate zu leben hat. Denn die Wucherung lässt den Druck im Gehirn immer weiter, zuletzt lebensbedrohlich, steigen.

Noch immer sind die Behandlungsmöglichkeiten begrenzt, aber eine Operation verbessert die Lebensqualität und kann Leben verlängern. Neurochirurgen stehen dabei vor einer Herausforderung: Sie möchten während der Operation möglichst viel krankes und gleichzeitig möglichst kein gesundes Gewebe entfernen. Die Fluoreszenztechnologie kann ihnen bei diesem Balanceakt helfen.

Prof. Dr. Stummer, heute tätig am Universitätsklinikum Münster, war eine der treibenden Kräfte als die Fluoreszenztechnologie für die intraoperativeVisualisierung von gesundem und krankem Gewebe erfunden wurde.

Peking, China

University Health Science Center, Peking

Associate Prof. Jun Zhan untersucht in Prof. Hongquan Zhangs Team am Peking University Health Science Center die molekularen Mechanismen der Metastasenbildung. Mit Laser-Scanning-Mikroskopen von ZEISS beobachtet sie Krebszellen in Tiermodellen und Patientenproben, um den Einfluss von Proteinen auf zellulärer Ebene auf die Krebsprogression zu verstehen. Die Forschungsgruppe ist Teil eines landesweiten Projektes, das es sich zum Ziel gesetzt hat, neue Medikamente zu finden, die die Metastasenbildung hemmen. Das Team hat bereits zahlreiche führende Artikel veröffentlicht, deren Ergebnisse ZEISS Mikroskope ermöglicht haben.

Sydney, Australien

Children’s Medical Research Institute

Das Forschungszentrum für Telomere am Children's Medical Research Institute (CMRI) in Sydney, Australien, befasst sich mit der Untersuchung von Strukturen an den Enden von Chromosomen. In verschiedenen Projekten wird die Rolle von Telomeren bei Zellproliferation, Krebs und Alterung untersucht, um die medizinische Forschung zu unterstützen. Eine große Herausforderung besteht darin, Wege zu finden, das Krebswachstum zu verlangsamen oder zu stoppen, indem Mechanismen deaktiviert werden, die Krebszellen nutzen, um die natürlichen Grenzen der Proliferation zu überwinden.

Wien, Österreich

St. Anna Kinderkrebsforschung (CCRI)

Mehr als 100 Wissenschaftler der St. Anna Kinderkrebsforschung in Wien entwickeln und optimieren diagnostische, prognostische und therapeutische Strategien zur verbesserten Behandlung von an Krebs erkrankten Kindern und Jugendlichen durch das Verbinden von Grundlagenforschung mit translationaler und klinischer Forschung.

Eine Reihe von ZEISS Fluoreszenzmikroskopen werden z.B. für Mehrfarben-FISH-Analysen eingesetzt, um prognostische und pathognomonische Genomveränderungen von Leukämien und soliden Tumorpatienten zur verbesserten Therapie-Stratifizierung zu identifizieren. Darüber hinaus ermöglichen automatisierte Fluoreszenzmikroskope eine hochempfindliche Diagnose der minimalen Resterkrankung (Minimal Residual Disease, MRD) bei pädiatrischen TumorpatientInnen. Weiterhin untersuchen Forscher am CCRI mittels Hellfeld- und Fluoreszenzmikroskopie z. B. die Pathogenese von Tumorzellen und versuchen in vitro und in Zebrafischmodellen neue Angriffspunkte für eine gezielte Krebsbehandlung zu finden. Zusätzlich werden derzeit Deep-Learning-Algorithmen implementiert, um Biomarker auf zellulärer bzw. subzellulärer Ebene automatisch zu quantifizieren, um objektive mikroskopische Bewertungsverfahren für Diagnose und Forschung zu etablieren.

Sydney, Australien

Ingham Institut für angewandte medizinische Forschung am Liverpool Hospital

Das Forschungsteam des Ingham Instituts für angewandte medizinische Forschung am Liverpool Hospital in Sydney, Australien sucht nach Wegen zur Verbesserung der Gesundheit und neuen medizinischen Ansätzen in verschiedenen Bereichen, einschließlich der Krebsforschung.

Das Feldemissions-Rasterelektronenmikroskop (FE-SEM) ZEISS GeminiSEM 300 am Ingham Institut wurde speziell für die Untersuchung von Krebsgewebe und neuen nanotechnologiebasierten Sonden konfiguriert und optimiert. Die gleiche Struktur in einem einzelnen Abschnitt einer Gewebeprobe wird mit verschiedenen Methoden der Mikroskopie und Mikroanalyse untersucht. Somit können Wissenschaftler mithilfe von ZEISS GeminiSEM 300 Tumorzellen charakterisieren und in der prädiktiven Medizin unterstützen.

Heidelberg, Deutschland

Deutsches Krebsforschungszentrum, Heidelberg

Am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg forschen Wissenschaftler in über 70 Abteilungen, Forschungsgruppen und klinischen Kooperationseinheiten. Im Forschungsschwerpunkt Zell- und Tumorbiologie untersuchen Wissenschaftler beispielsweise, welche Signalwege innerhalb der Zelle und zwischen Zellen für das Wachstum, die Ausbreitung und das Überleben von Krebszellen verantwortlich sind. Forscher des Schwerpunktes Funktionelle und strukturelle Genomforschung beschäftigen sich mit den genetischen Grundlagen von Krebs. Dazu vergleichen sie das Erbgut von Krebszellen mit dem gesunder Zellen.
Eine große Anzahl klassischer vollautomatisierter Weitfeld- und konfokaler Laser-Scanning-Mikroskope sowie bildgebender Systeme für Slide-Scanning und Hochdurchsatz-Lebendzellmikroskopie von ZEISS unterstützen die Wissenschaftler bei der Bearbeitung dieser und anderer wissenschaftlicher Fragestellungen.

New York, USA

Icahn School of Medicine am Mount Sinai

Die Icahn School of Medicine am Mount Sinai ist eine international führende Einrichtung für medizinische und wissenschaftliche Ausbildung, biomedizinische Forschung und Patientenversorgung. Das Aaronson Labor beschäftigt sich mit der Entdeckung und Funktion von Krebsgenen – mit dem Ziel, neue Therapiemethoden zu identifizieren. Die Forschung des Labors hat bereits zur Entwicklung verschiedener neuer Krebsmedikamente beigetragen.
Dr. Stuart Aaronson erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die Distinguished Service Medal des U.S. Public Health Service, den AACR Outstanding Achievement in Cancer Research Award und den Paul-Ehrlich-Preis.

Yokohama, Japan

RIKEN Center for Integrative Medical Sciences

Das Ishikawa-Labor arbeitet an neuen therapeutischen Strategien, um die Behandlung von Leukämiepatienten zu verbessern. Dabei stellt die genetische Heterogenität und Komplexität von Leukämie die größte Hürde dar. Unterschiedliche Patienten weisen unterschiedliche genetische Anomalien auf.
Um effektive Behandlungsmethoden zu entwickeln, entwickelte das Ishikawa-Labor am RIKEN in Zusammenarbeit mit Dr. Shultz am The Jackson Laboratory "humanisierte Mäuse". Diese Mäuse spiegeln die Heterogenität der Leukämie bei verschiedenen Patienten in vivo wider. Durch mikroskopische Untersuchungen identifizierten die Forscher die Lage chemotherapieresistenter menschlicher Leukämiezellen im Knochenmark und fanden einen Mechanismus, der der Behandlungsresistenz zugrunde liegt.

Baltimore, USA

Johns Hopkins Medicine

Die Mission von Johns Hopkins Medicine ist es, die Gesundheit durch medizinische Ausbildung, Forschung und klinische Versorgung zu verbessern.
Dr Saraswati Sukumar und ihr Team konzentrieren sich auf molekulare Veränderungen bei Brustkrebs. Das Labor hat eine genomweite Suche nach Genen mit genetischen und epigenetischen Veränderungen durchgeführt, die an Brustkrebs beteiligt sind. Sie haben potenzielle Onkogene und Tumorsuppressor-Gene untersucht, die durch diese Analyse identifiziert wurden. Diese nutzen sie weiterhin für die Früherkennung und Therapie.

Sydney, Australien

University of New South Wales (UNSW)

Katharina Gaus ist wissenschaftliche Professorin und Leiterin des EMBL Australia Node in Single Molecule Science an der Medizinischen Fakultät der UNSW. Sie untersucht die T-Zellen des Körpers - die "Frontsoldaten" des Immunsystems zur Krankheitsbekämpfung. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht das Verständnis der Entscheidungsprozesse dieser Zellen. Gaus untersucht mit Superresolution-Fluoreszenzmikroskopen von ZEISS, warum das Immunsystem zur Krankheitsbekämpfung aktiviert wird oder schlummert und den Körper nicht vor Infektionen schützt. Diese Mikroskope ermöglichen es dem Team von Gaus, die einzelnen Bestandteile innerhalb funktionierender T-Zellen zu identifizieren.

Michigan, USA

Ohne langes Nachdenken

Bei Patricia Howland wurde Brustkrebs diagnostiziert. Nachdem sie diese Nachricht erhalten hatte, nahm sie Kontakt zum Lakeland Health Krankenhaus auf, da hier die Behandlungsmöglichkeiten der intraoperativen Strahlentherapie mit ZEISS INTRABEAM® angeboten werden.

Lesen Sie ihre Erfahrungen auf den Seiten des Krankenhauses Lakeland Health. (Webseite auf Englisch)
Copyright: Lakeland Health.

Mexico City, Mexico

Den Einfluss der intraoperativen Strahlentherapie auf Kosten- und Zeit-Reduzierung für Brustkrebspatientinnen untersucht

Die geringe Verfügbarkeit und der schlechte Zugang zur externen Strahlentherapie (EBRT) in Entwicklungsländern machen es Frauen mit Brustkrebs schwer, brusterhaltend therapiert zu werden. Ein klinisches Forscherteam um Juan Enrique Bargallo-Rocha et al1 untersuchte den Effekt der Bereitstellung einer intraoperativen Strahlentherapie (IORT) auf die Reisezeit, die Entfernung und die Kosten in der Metropolregion Mexico City (MCMA). 69 Patienten, die zwischen Januar 2013 und September 2014 behandelt wurden, wurden analysiert.
IORT führte zu einer Senkung der Kosten pro Patient um 12%. Durch die Reduzierung von Kosten und Zeit, die Patienten benötigen, um eine Strahlentherapie zu erhalten, könnte IORT möglicherweise den Zugang zur brusterhaltenden Behandlung in Entwicklungsländern mit begrenzten Ressourcen verbessern, so das Forscherteam.

1 Juan Enrique Bargallo-Rocha, Departamento de Investigación y de Tumores Mamarios del Instituto Nacional de Cancerología. Avenida
San Fernando 22, Sección XVI, Tlalpan, Mexico City, Mexico. Email: ebar gallo @yahoo .com

Mannheim, Deutschland

Fortschritte mit intraoperativer Therapie

Die Behandlungen von Tumoren im Gehirn sind eine komplexe Materie. Professor Dr. med. Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Mannheim, spricht über die Behandlungsmethoden und -erfolge bei der Strahlentherapie.

Sydney, Australien

Children’s Medical Research Institute (CMRI)

Dr. Tony Cesare ist Leiter der Genome Integrity Unit am CMRI. Seine Forschung befasst sich mit molekularen Veränderungen an den Chromosomenenden, den "Telomeren". Er untersucht, wie diese während der Zellalterung zur Krebsprävention beitragen und wie diese Prozesse während der Karzinogenese beeinflusst werden. Er entdeckte, dass molekulare Veränderungen an Telomeren während des Alterungsprozesses zu einer einzigartigen DNA-Schadensreaktion führen, die einen schützenden Wachstumsstillstand verursacht. Diese Forschung hat auch aufgedeckt, warum Präkanzerosen und Krebszellen in der Lage sind, diesen schützenden Wachstumsstillstand zu umgehen, der oft zu Genominstabilität und onkogener Transformation führt. Mithilfe von ZEISS LSM 880 mit Airyscan konnte er und sein Team Telomerstrukturen abbilden.

Wie ZEISS den Kampf gegen Krebs unterstützt

Mikro Telamore

Entdeckung in der Telomerbiologie fördert das Verständnis von Krebs

Ein Team von Wissenschaftlern aus Sydney hat eine bahnbrechende Entdeckung in der Telomerbiologie gemacht. Telomere sind DNA-Segmente an den Enden jedes menschlichen Chromosoms. Das Team fand heraus, dass die Telomerstruktur ein wichtiger Indikator für das Risiko für Erkrankungen wie Krebs ist.

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John Hopkins Wissenschaftlerin gibt Einblicke in ihre Forschung zu Brustkrebs

Johns Hopkins Wissenschaftlerin gibt Einblicke in ihre Forschung zu Brustkrebs

Die Brustkrebsforschung von Dr. Saraswati Sukumar zielt darauf ab, Patienten die mit der Behandlung verbundenen Schwierigkeiten zu ersparen und Therapien voranzubringen. Verbesserte Krebsfrüherkennung ermöglicht die zeitige Identifikation der passenden Behandlungsmethode.

Mehr erfahren (auf Englisch)

Fortschritte mit intraoperativer Therapie (Interview Prof. Wenz)

Die Behandlungen von Tumoren im Gehirn sind eine komplexe Materie. Professor Dr. med. Frederik Wenz, Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie, Ärztlicher Direktor der Universitätsmedizin Mannheim, spricht über die Behandlungsmethoden und -erfolge bei der Strahlentherapie.

Mehr erfahren

Interview Prof. Wenz

Klinische Studie: Brusterhaltende IORT Lösungen

Die TARGIT-A Studie ist momentan die größte multizentrische, randomisierte klinische Studie im Bereich der verkürzten Teilbrustbestrahlung (APBI). In 33 Zentren aus 11 Ländern wurde bei 3451 Patientinnen mit günstiger Prognose die gezielte intraoperative Strahlentherapie (TARGIT) durchgeführt.

Mehr über die Studie und Ergebnisse hier

ZEISS BLUE 400