Carl Zeiss Meditec AG: Nach starken Jahresergebnissen vorerst verhaltener Start ins neue Geschäftsjahr

Negative Währungseffekte verhindern Wachstum im ersten Quartal

JENA, 13.02.2014.

Angesichts ungünstiger Währungskurse und einer nachlassenden Dynamik in der Mikrochirurgie hat die Carl Zeiss Meditec AG das erste Quartal des Geschäftsjahres 2013/2014 mit einem leichten Rückgang bei Umsatz und Ergebnis abgeschlossen. Der Umsatz lag mit 212,3 Millionen Euro um 3,1 Prozent niedriger als im Vorjahresquartal (währungsbereinigt +1,7%); das Ergebnis vor Zinsen und Steuern verringerte sich auf 26,5 Millionen Euro (Vorjahreswert 31,3 Millionen Euro).

In den ersten drei Monaten des neuen Geschäftsjahres trugen Währungsverluste und ein geringerer Umsatzanteil der Mikrochirurgie spürbar dazu bei, dass der Medizintechnikanbieter ein im Vergleich zum Vorjahresquartal rückläufiges operatives Ergebnis verbuchen musste. Heterogen entwickelten sich im Quartal die strategischen Geschäftseinheiten (Strategic Business Units, SBU) und Regionen.

Dr. Ludwin Monz, Vorstandsvorsitzender der Carl Zeiss Meditec AG, sagte zu den Quartalszahlen: „Trotz einer verhalteneren Wachstumsdynamik in der Mikrochirurgie und den negativen Währungseffekten, die vorrangig das Wachstum bremsten, halten wir für das Geschäftsjahr unverändert an unserem Ziel fest, den Umsatz mindestens in der Höhe des allgemeinen Marktwachstums zu steigern, und auch vom Ziel, die EBIT-Marge bis zum Jahr 2015 nachhaltig auf 15 Prozent zu steigern, rücken wir nicht ab.“

Umsatz nach Geschäftseinheiten

Die Geschäftsentwicklung der strategischen Geschäftseinheiten verlief unterschiedlich. In der Mikrochirurgie bremsten negative Währungseffekte zusätzlich die zuletzt verhaltenere Wachstumsdynamik.

Der Umsatz verringerte sich von 105,1 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 92,1 Millionen Euro. Die SBU Ophthalmologische Systeme legte ungeachtet des starken Wettbewerbsdrucks und eines ungünstigen Währungseinflusses leicht zu. Der Umsatz stieg von 84,4 Millionen Euro im Vorjahresquartal auf 86,7 Millionen Euro. Ausgesprochen positiv entwickelten sich erneut die Geschäfte der Geschäftseinheit Chirurgische Ophthalmologie. Der Umsatz kletterte auf 33,4 Millionen Euro gegenüber 29,5 Millionen Euro im Vorjahresquartal.

Umsatz nach Regionen

Die Region EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) erzielte einen Umsatz von 70,5 Millionen Euro (Vj: 76,2 Millionen Euro). Hier schlug sich besonders das Auslaufen staatlicher Investitionsprogramme in Russland nieder, die sich in den vergangenen Quartalen besonders positiv auf den Umsatz der Region ausgewirkt hatten.

Deutlich positiv im Vorjahresvergleich entwickelten sich die Geschäfte in der Region Americas. Gegenüber dem Vorjahr wurde eine Umsatzsteigerung von 6,3 Prozent auf 77,6 Millionen Euro registriert. Wachstumsbeiträge kamen sowohl aus den USA als auch aus Lateinamerika.

Von Währungseffekten erneut stark in Mitleidenschaft gezogen wurden die Geschäfte in der Region Asien/Pazifischer Raum. Vor allem der schwache japanische Yen verbunden mit einer allgemein nachlassenden Wachstumsdynamik in Japan konnten durch eine positive Geschäftsentwicklung insbesondere in China und Südostasien nicht ausgeglichen werden. Der Umsatz lag mit 64,2 Millionen Euro um 8,1 Prozent unter dem Vorjahreswert. Währungsbereinigt wäre dagegen ein Zuwachs von knapp 3 Prozent zu vermelden.

Ausblick

Ungeachtet schwieriger Rahmenbedingungen sieht Ludwin Monz das Unternehmen auf einem guten Weg. „An unseren Investitionen in F&E, die die Basis für zukünftiges Wachstum bilden, halten wir fest. Strategische Weichenstellungen wie die Stärkung unseres schnell wachsenden Intraokularlinsengeschäfts durch den Zukauf von Aaren Scientific und die Verbesserung unseres Marktzugangs in der Türkei, die wir Anfang 2014 melden konnten, unterstützen unseren Kurs einer regional und nach Wachstumsfeldern ausbalancierten Marktausrichtung.“

Umsatz nach strategischen Geschäftseinheiten
Angaben in EUR in Tsd. 3 Monate 2012/2013
3 Monate 2013/2014
Veränderung zum Vorjahr
Ophthalmologische Systeme
84.421 86.738 +2,7%
Chirurgische Ophthalmologie
29.472 33.438 +13,5%
Mikrochirurgie
105.106 92.103 -12,4%
Umsatz nach Regionen
Angaben in EUR in Tsd.
3 Monate 2012/2013
3 Monate 2013/2014
Veränderung zum Vorjahr
EMEA 76.209 70.522 -7,5%
Americas 72.973 77.568 +6,3%
Asien/ Pazifischer Raum
69.817 64.189 -8,1%

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Telefon +49 (0) 3641 220-331, Email: press .meditec @zeiss .com

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Kurzprofil

Die im TecDAX der deutschen Börse gelistete Carl Zeiss Meditec AG (ISIN: DE0005313704) ist einer der weltweit führenden Medizintechnikanbieter. Das Unternehmen liefert innovative Technologien und applikationsorientierte Lösungen, die es den Ärzten ermöglichen, die Lebensqualität ihrer Patienten zu verbessern. Zur Diagnose und Behandlung von Augenkrankheiten bietet das Unternehmen Komplettlösungen, einschließlich Implantaten und Verbrauchsgütern. In der Mikrochirurgie stellt das Unternehmen innovative Visualisierungslösungen bereit. Abgerundet wird das Medizintechnik-Portfolio von Carl Zeiss Meditec durch viel versprechende Zukunftstechnologien wie die intraoperative Strahlentherapie. Mit mehr als 2.500 Mitarbeitern erwirtschaftete der Konzern im Geschäftsjahr 2012/13 (30. September) einen Umsatz von 906 Millionen EUR.

Hauptsitz von Carl Zeiss Meditec ist Jena, Deutschland. Neben weiteren Niederlassungen in Deutschland ist das Unternehmen mit über 50 Prozent seiner Mitarbeiter an Standorten in USA, Japan sowie Spanien und Frankreich vertreten. Das Center for Application and Research (CARIn) in Bangalore, Indien, und das Carl Zeiss Innovations Center for Reserach and Development in Shanghai, China, stärken die Präsenz in diesen schnell wachsenden Ländern. Etwa 35 Prozent der Carl Zeiss Meditec-Anteile befinden sich im Streubesitz. Die übrigen rund 65 Prozent werden von der Carl Zeiss AG, einer weltweit führenden Unternehmensgruppe der optischen und optoelektronischen Industrie, gehalten. Carl Zeiss bietet innovative Lösungen für die Zukunftsmärkte Industrial Solutions, Research Solutions, Medical Technology und Consumer Optics an. Die Carl Zeiss AG, Oberkochen, ist zu 100 Prozent im Besitz der Carl-Zeiss-Stiftung.

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